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Suchergebnisse für boracay

Boracays alternative Kitespots

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#452
2201
2012
So
22:28
Tag
1689
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Wir wollen weg vom überfüllten Bulabog Beach, nehmen uns ein Trike und fahren an den Ilig-Iligan Beach im Nordosten Boracays. Dann einem halben Kilometer laufen über den letzten Hügel. Weisser Sand ohne Dreck, aufgegebene Resorts und Restaurants und absolute Leere. Unglaublich. Ein kleines Paradies, drei Kilometer nördlich der Müllhalde von Bulabog.

Max ist wieder sofort draußen, dank 25 m breitem Strand heute ohne Palmenkontakt. Wir wollen abwechselnd kiten. Nach Nordwest decken ein paar kleine Inseln den Wind etwas ab. Im Südosten ist der Strand von Korallenfelsen begrenzt, dahinter befinden sich Buchten eines abgeschotteten Golfclubs. Abtreiben ist keine gute Idee. Ich bleib als Baywatch mit Kamera am Strand. (mehr …)

Bye bye, Boracay!

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#438
0501
2012
Do
18:02
Tag
1672
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Ich bin schon fast glücklich, als es mal einen Tag regnet. Mit der Arbeit komme ich kaum hinterher, das Kiten ist gut aber auch recht plättend und immer gefolgt von anstrengenden Nächten. Täglich sind wir auf wenigstens drei guten Konzerten. Ein Drink in den Bars am White Beach kostet oft mehr als eine komplette Flasche Rum plus Eis und Becher im teuren Supermarkt. Ich zähle das Geld nicht mehr, sonst müsste ich permanent schreien.

Was ich am meisten vermisse sind Abenteuer und Geschichten. Alles hier ist 100% geplant, zuverlässig und läuft mit der grau- samen Eintönigkeit eines Uhrwerks ab. Die beste Geschichte die ich binnen einer Woche auf Boracay höre ist die von der Ukrainierin, deren Mitbewohnerin sie gleich zwei Nächte nacheinander aus dem Zimmer sperrt. Gibt bessere Geschichten. (mehr …)

Boracay is killing me…

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#437
0201
2012
Mo
19:50
Tag
1669
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Mit einer Ukrainerin fahre ich einen Tag rauf an die Nordpsitze Boracays. Der Puka Beach wird beschrieben als einsamer Strand. Gemessen am White Beach fallen die 200 Menschen dort tatsächlich kaum auf. Der starke Shorebreak fetzt etliche Badende weg. Ich bau den Kite auf, aber der Wind macht heute mal Pause. Ich auch. Mir fällt auf, dass ich in den letzten sieben Wochen erst einmal einfach nur am Strand gelegen bin.

Abends kommen David und Miri von Bohol via Cebu an. Wir feiern seinen Geburtstag ordentlich mit Barbecue und einigen Gin Tonics in einer Bar mit guter Live-Musik nach. Boracay frisst meine Kondition. Ich bin ständig müde und abends beim ausgehen schnell schlapp. Auch heute wieder. Irgendwie überlebe ich an solchen Orten immer nur. Leben tu ich an anderen. (mehr …)

Silvester auf Boracay

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#435
3112
2011
Sa
21:56
Tag
1667
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Ich bin froh, gute Menschen um mich zu haben zum Jahreswechsel. Silvester auf Boracay ist ein absolutes Tollhaus. In der Wüste alleine sein ist okay, aber an solchen Plätzen tödlich. Wir treffen uns in einem kleinen Restaurant. Mein Dank für die Gesellschaft ist eine große Flasche Rum. Sie ist schnell leer, der Strand gestopft voll. Auf dreieinhalb Kilometern feiern Zehntausende von Menschen zu einem gigantischen Feuerwerk.

Philippinos leben nur im Jetzt. Ausser an Silvester. Das Feuerwerk beginnt schon lange vor Mitternacht, und das ist bei der Menge auch nötig. Die Nacht ist der Tag, rauchen am Strand verboten, und der Sound überall geich. Wir gehen lange vor und zurück, bis wir an einem guten Platz ankommen. Alles ist gut und nichts perfekt. Dann mach ich die Ohren auf und höre eine Geschichte. (mehr …)

Boracay Kite Killers

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#434
3112
2011
Sa
11:53
Tag
5599
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Die Nacht war geplant als gemütliches Silvester-Vorglühen mit Freunden, lief aber ziemlich aus dem Ruder. Einige Bars und eine Disco später bin ich um drei daheim. Homepage-Notfall verarzten und schnell sechs Stunden schlafen. Morgens geht’s mir elend. Kein Schädel, aber alles schwammig. Danke, Senor Tanduhay und Miss Kalamansi. Meine Beine sind aussen rot und brennen innen. Der vollkommene Ganzkörpermuskelkater.

Ich hab meine Kerze an wenigstens drei Enden angezündet. Schön hell, aber einfach zuviel. Ich arbeite lädiert im Bett und gehe erst am Nachmittag an den Kite Beach. An einer Schule knattert eine bayerische Flagge in knackigen 18-28 Knoten Wind. Das Essen bei Hagabat ist besser und günstiger, der Chef ein Traunsteiner und Russische Kite-Rambos gibt’s hier auch keine. (mehr …)

Todesangst im dritten Taifun

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#715
2912
2019
So
14:04
Tag
4587
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Ich habe viel gesehen. Ich habe viel erlebt. Heute überlebe ich einfach nur. Noch nie in meinem Leben hatte ich derartige Todesangst. Der dritte Taifun trifft Bulalacao am 25.12. mit voller Wucht und Sturmböen um 200 km/h. Das Dach unserer Notunterkunft wird teilweise weggerissen. The Day After. Ground Zero. Vollkommene Vernichtung.

Schon vor einigen Wochen witzelte mein Liverpooler Kiter Buddy King George mir würde in meinen zwei Monaten auf den Philippinen noch die Ehre eines dritten Taifuns erwiesen werden. Ungläubig studierte ich Windy bis kurz vor Fiji. Ich fand nichts. Vor ungefähr zwei Wochen formierte sich dann tatsächlich ein Zyklon. Erst war er Tropensturm, dann wurde er zum Taifun. Eingeschlagen ist er in Bulalacao mit Kategorie vier von fünf als der stärkste Taifun seit 50 Jahren. (mehr …)

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King Of Cuyo

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#712
1312
2019
Fr
15:37
Tag
4571
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Der zweite Taifun kostet uns eine ganze Woche. Sonntag Abend läuft die Milagrosa endlich aus Iloilo aus. Jeder freut sich masslos. Zusammen mit einem Cuyo-Polizisten vom letzten Besuch leeren wir auf Deck einige Red Horse. Er bestätigt alle meine Vorurteile gegenüber Cuyo. Pro 24 Stunden Schicht haben bis zu sechs Polizisten bis zu sechs Vorkommnisse. Bis. Zu.

Die Roten Rösser sind der Treibstoff für meine Meisterprüfung in Seefestigkeit. Im Laufe der Nacht frischt der Wind auf bis zu 35 Knoten auf. Mit ihm kommt der heftigste Seegang meiner fünf Überquerungen der berüchtigten Sulu See. Die stabile Seitenlage wird reichlich instabil. Schlafen geht einzig – und wenig – auf dem Rücken. Abwärts summe ich Tom Petty, aufwärts Joe Cocker. Brecher von bis zu fünf Meter Höhe fliegen über den Bug und erschüttern den Rumpf der 40 m langen Milagrosa J5. (mehr …)

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Kitesurf Reiseführer Philippinen
Kitesafari 12/22-2/23

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#1
1212
2019
Do
9:51
Tag
4570
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Seit über 20 Jahren bin ich als leidenschaftlicher Kitesurfer auf Reisen abseits ausgetretener Pfade. Von fast 100 besuchten Ländern faszinierte mich keines mehr als die Philippinen. Auf drei Trips über insgesamt sieben Monate schätzte ich verlässliche Winde, abwechslungsreichste Spot-Bedingungen, die freundlichsten und aufrichtigsten Menschen der Welt, magische Inseln sowie abwechlungsreiche Natur, gutes Essen – und die Richtige Portion Abenteuer. Für Deutsche sind die Philippinen aber oft erst mal gewöhnungsbedürftig. Das Reisen auf den Philippinen ist anders. Es ist unplanbarer. Man muss flexibel sein. Ich lese viele Fragen deutscher Kiter: was, wo oder wie von A nach B? Die nötigen Infos sind oft schwer zu finden. Kitesurf Reiseführer Philippinen – Kitesafari 12/22-2/23  WEGEN NACHWUCHS VESCHOBEN.

Ich bin euer Reiseführer. The Grand Philippines Kite Odyssey IV – Dezember 2022 bis  Februar 2023. Ich führe euch an die besten Kitesurf-Spots der Philippinen und helfe euch bei der Reiseplanung.                   

(mehr …)

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Osterhasi! Reisetipps Philippinen

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#711
0712
2019
Sa
6:27
Tag
4565
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Für die 150 km Luftlinie von Mindoro nach Cuyo brauche ich trotz reichlich Reiseerfahrung auf den Philippinen satte acht Tage. Nur vier davon sind dem Taifun geschuldet. Es stimmt schon, daß Cuyo schwerer zu erreichen ist als die Hotspots. Doch wenn ich auf Facebook lese, wieviele Ziele manche Reisende in welch kurzer Zeit abhaken wollen, dann kann ich nur eines raten: plant weise! [Reisetipps Philippinen]

Vier Tage sitze ich allein den Taifun Tisoy in San Jose aus. Die Fähre nach Coron hängt noch wenigstens vier weitere Tage auf der falschen Seite fest. Minivan über die gerade von einem halben Meter dicken Baumstämmen befreite Bergstraße zurück nach Bulalacao. Am nächsten Morgen knapp fünf Stunden weiter mit dem jetzt sehr langsamen FastCat nach Caticlan. (mehr …)

jeepney
philippinen

PKA Kite Championship Bulalacao

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#709
0212
2019
Mo
7:13
Tag
4560
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Bulalacao ist das Philippinische Wort für Meteor. Der Name ist Programm. In der Bucht des kleinen Dorfes im Süden Mindoros ballert der Wind wirklich kometenhaft über das Wasser. Die PKA veranstaltet hier drei Tage lang die Philippinische Kitesurf-Meisterschaft in Race, Hangtime, Freestyle und Foil. Mehr als 50 internationale Fahrer messen sich unter wirklich harten Bedingungen.

Unsere kleine Gruppe mit lokalem Kiter Buddy Cocoy und Expat Jens kommt spät nachts in einem Truck voll Spaß beladen von der Fähre. Die Insel schläft. Schon früh am nächsten Morgen steht der Wind in der Felipa Lodge nahe dem Hafen sehr gut an. Bis Mittag nimmt er noch deutlich zu. Die Forecast der nächsten Tage bietet ein bockiges All You Can Eat Menü zwischen 15 und 40 Knoten. Sie soll recht behalten. (mehr …)

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Odiongan, Tablas

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#708
2711
2019
Mi
8:03
Tag
4555
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Nur vier Stunden und eine etwas verspätete 2Go Fähre weiter ist Tablas endlich wieder das was ich an den Philippinen liebe: Stille, Friede und einfaches reines Leben. Mein lokaler Kiter Buddy Cocoy holt mich direkt vom Hafen in Odiongan ab und bringt mich zum nahen Hiland Resort direkt am kitebaren Strand. Ich stromere durch Hahnenkämpfe und Nachtmarkt, schaue ein Basketballmatch an und feiere mit den Locals die Eröffnung des ersten Jollibee der Insel.

Die kleine internationale lokale Kitercommunity von Tablas schaut am nächsten Morgen vorbei. Nach 25 Tagen Reisen mit gerade einem kitebaren Tag freue ich mich unendlich über die milden 17 Knoten und 50 cm Ramps in der Bucht von Odiongan. Der Amihan kommt endlich in Gang. Bei Nordwind steht er voll onshore an. Dreht er auf Amihan-typische Richtung Nordost kommt er wegen der Berge im Hinterland bockiger an – dann weicht man besser an die Ostküste aus, z.B. ins Aglicay Beach Resort. (mehr …)

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Boracry

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#707
2211
2019
Fr
23:45
Tag
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Vor sieben Jahren machte Borawhy das Rennen als bester Insel-Spitzname zu Silvester. Heute gewinnt Boracry. Ich könnte heulen, wenn ich sehe, was wir dieser schönen kleinen Insel antun. Ich habe alle Hoffnung verloren, dass sich das noch jemals ändern lässt. Meine einzige Option nach sieben Besuchen: Bye bye Boracay! Bleibt bitte weg von dieser Insel!

Ja, Boracay ist wunderschön, der White Beach einmalig. Die Palmen tropisch, der Urwald im Norden dicht, das Wasser am Ilig-Iligan Beach ein kristallklares Aquarium voller bunter Fische. Die Auswahl an Restaurants und Bars ist gigantisch und der Wind am Bulabog in der Regel sehr gut zum Kiten. Das wars dann aber auch schon. Es gibt vieles was extrem im Argen liegt. (mehr …)

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Mindoro, Bislig Beach

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#699
0503
2019
Di
10:36
Tag
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Ich war super skeptisch vor meinem letzten Kitespot. So viel gute Berichte im Web findet man in der Regel nur wenn jemand massiv für Promo zahlt. Aber kitesuf-mindoro.com am Bislig Beach nahe Bulalacao ist wirklich das absolute Kiter-Paradies. Ich beschließe sofort meine ganze letzte Woche hier zu bleiben.

Die Unterkünfte in fünf Meter durchmessenden Safarizelten oder Bungalows am Strand ist ein Traum unter im Wind raschelnden Palmen. Die türkis strahlende 300 m breite Bucht am Bislig Beach weist genau Richtung Amihan und reicht gerade mal für 20 Kiter. Da das kleine Resort ohnehin auf weichen Tourismus und Nachhaltigkeit nebst Beteiligung des lokalen Magayan Stammes ausgerichtet wird es hier trotzdem nicht eng. (mehr …)

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PKA @ Sicogon

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#693
1302
2019
Mi
4:58
Tag
4268
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Vor einigen Wochen schlugen mir die guten Leute von Hangin Kite auf Boracay vor, die Philippinische Kitesurf-Meisterschaft auf Sicogon zu besuchen. Dank gerade mal acht Stunden Verspätung der Fähre von Cuyo zurück nach Antique geht der Plan auf. Mit einem Spanischen Lehrer und einer Hamburger Wettkampfteilnehmerin rase ich im Speedvan zweieinhalb Stunden von Iloilo nach Estancia.

Am nächsten Nachmittag geht es mit einer Banka voller Wettkämpfer eine dreiviertel Stunde rüber nach Sicogon. Austragungsort ist das noble Huni Resort. Der Infinity Pool fliesst direkt in den endlosen weissblauen Horizont über dem Spot. Dank Zimmern jenseits der 100 € Grenze quartieren wir uns im etwas günstigeren Balay Kogon ein. Der Pfad dorthin ist momentan noch so schmal, daß dich nur Motorräder über zwei Kilometer dorthin bringen können. (mehr …)

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Malalison

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#691
3001
2019
Mi
9:27
Tag
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Nach neun Tagen hab ich genug vom überlaufenen Chinesen-Malle Boracay. Die Magie der Philippinen liegt ganz woanders. Durch im Wind wogende grüne Reisfeld-Meere und am Straßenrand trocknende Ernte geht es mit dem Bus zwei Stunden nach Süden. In Culasi nehme ich eine Banka auf die nahe der Küste Antiques gelegen kleine Fischerinsel Malalison.

Die Satellitenbilder versprachen Welle vor und Flachwasser hinter einer kleinen Sandbank direkt vor meiner Nipa Hütte am Strand. Der Rezeptionist meiner Unterkunft Casa Preta lieferte mir über Tage via Facebook gute Infos.    Bei der Ankunft entpuppt er sich dazu als der anscheinend auf den Philippinen gesetzlich vorgeschriebene warme Pol der Dorfgemeinschaft. (mehr …)

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Re:racay oder Borawhy?

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#690
2701
2019
So
2:16
Tag
4251
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Boracay ist seit meinem letzten Besuch vor sieben Jahren kaum wiederzuerkennen. Das einzige was bleibt ist die Dichte der Bebauung und der Menschenmassen – obwohl ca. 25% aller Gebäude als illegal deklariert und abgerissen wurden. Boracay hat gerade mal drei Monate nach der Wiedereröffnung noch bei weitem nicht die Buchungszahlen von zuvor erreicht.

Als der Philippinische Präsident Duterte Boracay 2018 besuchte nannte er die Insel eine „Kloake“. Damit lag er gar nicht so falsch. 2012 kiteten wir am Bulabog nach jedem mittleren Regenguss Slalom zwischen schwimmender Kacke und Kondomen. Weite Teile der Insel rochen wie Misthaufen. Mit der halbjährigen Komplettsperrung und Generalsanierung ist zumindest das heute passé. (mehr …)

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Eine Nacht in Manila

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#689
2001
2019
So
2:52
Tag
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Die Sonne geht hinter dem Wolkenmeer über China auf. Darunter kriecht der Smog zäh durch Wolkenkratzer-Schluchten eines Landes, das ich weder sehen will noch kann. Die Flughäfen in Changsha und Guangzhou schreien in Sätzen aus kilometerweiter Fußmärsche und einer unglaublichen Anzahl an Kontrollen, Stempeln durch leeren Riesenhallen Chinas Größe in die Welt. Seine Mundschutz-Hipster atmen schwer gefilterte Luft durch ihre Beats Kopfhörer. Bei den Hosen reichte ihr Geld nur noch dreiviertel.

Touchdown in Manila nach 26 Stunden on the road. Durch Staub und volle Straßen mit dem Taxi gen Moonwalk und rein in den Trubel. Nichts hat sich geändert seit meinem letzten Besuch vor sieben Jahren? Von korrupten Polizisten würde ich Dank Duterte nicht mehr abgezockt werden – doch einmal mit dem Auto durch den 13-millionenfachen Wahnsinn von Manila zu fahren reicht eh für sieben Leben. (mehr …)

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Mekkern über Mekkas: Cumbuco

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#567
2910
2013
Di
10:36
Tag
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Wir Kiter haben viele Gründe, über Mekkas zu meckern. Wir sind der Wirtschaftsmotor Nummer eins in vielen windigen armen Regionen der Erde. Ich lebte an vielen Orten, an denen Kiter-Freunde sehr wohl wussten, wieviel Leben wert ist – sich aber gleichzeitig lautstark darüber beschwerten, dass die bösen Eingeborenen mehr denn den Wert eines Lebens berechnen würden.

Die Sonne brennt – und das bringt Sonnenbrand. Wenn dir das nicht passt, nimm LSF100, wickel dich in eine Burka, geh nach Spitzbergen im Winter! Oder halt einfach die Fresse! Es sind nicht unsere Mekkas, die sagen: „Geh im Kreis um einen Meteoriten und jodel ‚Allah u akbar'“ – es sind Menschen wie Du und ich, die das einfach tun. Die einen wollen zuviel geben, und die anderen nehmen es dankbar an. (mehr …)

Salamat! Danke!

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#470
0802
2012
Mi
16:08
Tag
1706
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Meine Kite-Odyssee über die Philippinen bot alles was, was das Reisen gut macht: gute Menschen, gute Orte und gute Wege. Vielen Dank an alle die dabei waren: Uli, Dave, Miri, Max, Chris, Jules, Joanna, Maou, Bente, Davide, Marc, Cynthia, Michael, Marina, Charlhs, Harold, Goran, Vanisi, Björn. Salamat an alle guten Philippinos auf dem Weg, die immer halfen wo’s nur ging.

Am letzten Tag geht’s zu Metzel-Movies im Bus von Batangas nach Manila zurück. Das Hostel hat meine Reservierung vergessen. Egal. Sechs verlorene Sonnenbrillen am Markt nachkaufen. Was bleibt? Schwere Arme, viele Blasen, 10.000 Bilder und gute Geschichten. Auf meinen alten Schuhen steht „Frank faster“. Das hier sind die besten von fast 100 Geschichten: (mehr …)

Puerto Galeras Dauerstecher

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#469
0802
2012
Mi
7:36
Tag
5599
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Wir schwingen uns in den Minivan nach Roxas und verabschieden uns am Pier. Max schifft zurück nach Boracay. Ich fahre weiter Richtung Manila. In Calapan schmeisst mich der zweite Minivan raus. Trike zum Markt und mit den Jeepney nach Puerto Galera. Dort zockt mich das letzte Mal ein Trike-Pirat ab. Fünf Euro für fünf Kilometer. Ich verabschiede ihn mit den Worten „Thanks for ripping me off, fucker.“ Er schaut blöd, mir tut’s gut.

Für die 210 Kilometer von Bulalacao nach Sabang / Puerto Galera benötige ich nur drei Trikes, zwei Minivans, einen Jeepney und sieben Stunden. Die Wartezeit war nie mehr als zehn Minuten. Man sollte den ganzen Vorstand der Deutschen Bahn auf Bildungsurlaub hierher schicken. In Punkto Koordination könnten sie viel lernen. In Punkto Geschwindigkeit weniger. (mehr …)

Kitesurf-Finale Philippinen

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#467
0602
2012
Mo
9:02
Tag
1704
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In den letzten drei Monaten bin ich an zehn verschiedenen Spots der Philippinen gekitet. Hört sich erst mal nicht viel an. Aber jeder Philippino sagte „Dieses Jahr spinnt das Wetter. La nina.“. Der sonst ab Mitte November einsetzende Nordostwind Amihad kam erstmals am 30.12.. Bis dahin hatte ich abgesehen von einer kleinen Session in El Nido auf Palawan sieben Wochen Flaute.

Wer auf den Philippinen Flauten nicht übersteht, muss Reisen hassen. Die Philippinen bieten viel mehr als nur Wind: unglaublich freundliche und interessierte Menschen, grandiose Landschaften, gutes Essen, hartes Trecking, entspanntes Inselhoppen und guten Rum. Videoke lasse ich bewusst aussen vor. Auch wenn man lacht ist’s irgendwann nicht mehr lustig. (mehr …)

Die letzte Passage

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#463
0202
2012
Do
22:10
Tag
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Unsere letzte gemeinsame Passage auf den Philippinen ist wie das Reisen hier immer war: anstrengend und abenteuerlich. Früh morgens fahren wir mit dem Trike durch strömenden Regen zum Magdiwan Pier. Die 50 m lange RoRo-Fähre der Montenegro Lines wird in schwerem Seegang von großen Brechern erschüttert. Die Gischt spritzt bis auf’s Promenadendeck in fünf Metern Höhe. Das Gehen erinnert an Oktoberfest nach vier Maß.

Max hat zwei Tage am Guting-Guiting nichts ordentliches gegessen. Im Romblon Deli ordert er gleich zwei Pizze zu 45 cm. Danach ein billiges Zimmer und ausschlafen. Heute geht’s nicht mehr weiter. Abends verdrücken wir den Rest der Pizza und schlürfen den letzten Gin-Tonic auf Romblon. Wir haben seit Tagen keinen einzigen Reisenden gesehen, Touristen sowieso nicht. (mehr …)

Mount Guiting-Guiting

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#462
0102
2012
Mi
11:47
Tag
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by Mad Max. Mt. Guiting-Guiting, the toughest Mountain of the Philippines – dieser Berg fasziniert mich, seit ich ihn das erste Mal auf Boracay bei gutem Wetter vor über einer Woche gesehen hab, und das sind über 100km Entfernung. Die Tour erstreckt sich über drei Tage, ich will alles zusammen in zwei Tagen machen.

Ein tougher Zeitplan und vielleicht etwas Übermut? Wird sich herausstellen. Guiting-Guiting bedeutet soviel wie Schere. Der Gipfel, der spitz wie eine Schere aus dem Umland in den Himmel sticht hängt allerdings im Nebel. Nach unserer sonnigen Mopedtour die letzten Tage könnten wir allerdings Glück haben mit dem Wetter. Ich nehme Franks Angebot gerne an und verfasse den Bericht über den Berg, nachdem sich unsere Wege für zwei Tage getrennt haben. (mehr …)

Breaking the waves

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#456
2601
2012
Do
19:39
Tag
1693
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In der Nacht regnet es kurz, dann wird der Wind immer stärker. Böen fegen durch’s offene Fenster. Um sieben klingelt der Wecker. Ich schaue auf’s Meer. Die Ebbe hat ihren Tiefststand erreicht. Zusammen mit der Mondphase ist der Wasserstand in der Bucht jetzt viel zu niedrig. Erst um zehn Uhr ist er akzeptabel. Ich baue den Neuner auf und gehe raus.

Sogar in der Bucht sind die Wellen jetzt bis zu 1,5 m hoch. Der Wind ist brachial bockig und sehr stark. Gegen Mittag messe ich am Stand Low 15 Knoten, Mitte 20, Böen 30. Traummaße für jeden Kiter – aber es gibt keinerlei Sicherheit mehr. Nach nur 50 Minuten am Wasser mit gigantischen Sprüngen und heftigem Wellen-Rodeo krieche ich fix und alle an Land. (mehr …)

Kaiserkiten zum Zweiten

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#455
2501
2012
Mi
23:34
Tag
1692
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Der besoffene Portugiesische Vorarbeiter von 5000 Mann auf einer Baustelle in Hongkong bringt uns am letzten Abend in Charlhs Bar Freidrinks ein. Anscheinend will der Keeper ihn nicht mehr – wie zwei Abende zuvor – das Mikrofon des Sängers klauen lassen. Wir erfahren nicht mehr, ob sein Plan aufgeht. Drei Wochen auf Boracay waren einfach genug. Wir landen halbwegs zeitig im Bett.

Früh am Morgen brechen wir nach Tablas auf. Sogar zum Verlassen Boracays wird eine satte Ökosteuer erhoben. Kacke im Meer verrotten lassen ist einfach oberöko. Wir fahren ein letztes Mal vorbei am Bulabog. Von draussen schaut er noch voller aus. Ich bin unendlich froh, endlich wegzukommen. Sitze in zwei Meter Dünung am Sonnendeck auf meinem Kitebag und halte Ausschau. (mehr …)