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Kos

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2021
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20:35
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Kos ist schön aber bietet weniger Grün als z.B. Korfu und deutlich weniger Abwechslung und historische Bauten als z.B. Rhodos. Da die Preise für Mietwagen in den letzten Wochen auf wenigtens 125 € am Tag für einen Kleinwagen stiegen weichen wir auf einen 50er Roller aus. Wir touren bis ans Westende von Kos, erklimmen in gleissender Sonne steile Hügel und blicken auf unendliches Blau. Von den wenigen Touri-Hotspots die alltäglich von einer Armada großer Busse angeflogen werden halten wir uns fern.

Zum Sonnenuntergang fahren wir ins höchstgelegene Bergdorf Zia. Hier herrschen Halligalli und wenig Abstand, was aber bei dem Panorama auch zu erwarten war. Der Mond steigt über den Bergen auf. Wolken streichen über den Grat. Nach schwerem Gang Bergauf rollen wir wieder runter ins trotz nur 300 Höhenmetern Unterschied deutlich wärmere Tigaki.

Um die Massen zu meiden brechen wir schon zum Sonnenaufagng nach Kos Stadt auf. Ausser der mittelalterlichen Festung im Hafen, ein paar römischen Ausgrabungsstätten und ein paar Bauten aus der osmanischen Zeit von 1522 und 1912 gibt es wenig zu entdecken. Ein paar schöne Gassen voller wieder geschlossener Kneipen und einige anscheinend alle nach dem grossen Erdbeben von 1933 errichteten Art Deco Gebäuden sind unsere Highlights.

Wir ziehen weiter in den Süden von Kos. Am Ende einer Panoramastraße mit Blick auf Rhodos gibt es einen kleinen schwefeligen Thermalpool der ins Meer mündet. Ein wohl an der unwirklichsten Stelle von Kos erbautes altes Haus wird nur von Ziegen bewacht.

Kos berühmteste historische Stätte ist das Asklepion, die wichtigste Geburts- und Lehrstätte der westlichen Medizin. Die Ruinen sind spärlich beschriftet. Es gibt kaum interessante Infos. 2500 Jahre alte Überbleibsel ertrinken Hintern 8 € Eintritt still in einem Meer aus Besuchern. Der Ausblick auf die Türkei und Kos Stadt ist toll, aber noch besser und frei von den Gebirgsstrassen weiter oben zu bekommen.

Das alte Gebirgsdorf Palio Pyli wurde nach einer Choleraepidemie 1846 verlassen. In 35° Hitze fahren wir bis das Bike nicht mehr gegen den Berg ankommt. Dann laufen wir noch ein paar Höhenmeter bis wir den Blick auf die alten Häuser und Burg auf einer Felsnadel haben. Die Bewohner kamen nie zurück. Sie erbauten ein neuse Palio Pyli ein paar Höhenmeter weiter unten. Mit mehr Abstand.

Voll bepackt mit allem Kite Material geht es am letzten Tag nochmal mit dem Roller an den in Marmari gelegenen nahen Golden Beach. Mit ein paar Drinks aus dem nahen Schwalbennest sind die Liegen frei. Auch das Kiten ist hier als einem der wenigen Spots auf ganz Kos ohne Windnutzungsgebühr geduldet. In milden 18 Knoten ziehe ich die ersten Bahnen nach der längsten Kiterpause in 22 Jahren und bin glücklich. Der Sandstrand fällt langsam ab. Die Wellen brechen milde und schön. Am Strand gibt es anders als am Ende des Tigaki Beach mit seinen drei-Zentimeter-Dornenranken keinerlei Gefahren.

Der nahe Tigaki gelegene Salzsee Alikes ist berühmt für seine Flamingos. Die sind jedoch gerade im Urlaub. Wir schleichen uns auf ein letztes gutes Abendessen im letzten Restaurant, packen unsere Sachen und bereiten uns auf die nächste Insel vor.

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