Der größte unabhängige deutsche Kitereisen-Blog - 280 Kitepots - 718 Reiseberichte.

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Die Welt brennt

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#487
2004
2012
Fr
23:01
Tag
1778
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Die ganze Welt brennt. Überall. Mit meinem Bauch fängt sie an. Nach Drei Tagen ohne Appetit auf der Onkologie habe ich in Freiheit wieder einen Bärenhunger. Ich bekomme wenig runter – und zahle dafür trotzdem einige Nächte mit unglaublichem Sodbrennen. An Schlaf ist kaum zu denken. Entweder Hunger oder Feuer, dazwischen gibt es eine Woche lang nichts.

Auch ohne die volle Keule der Nebenwirkungen gespürt zu haben, glaubte ich an die Kraft des guten Gifts. Jetzt bekomme ich die volle Keule – und glaube noch mehr daran. Mir ist perment flau, ich bin müde, kein Schlaf hilft. Jede Geistesregung strengt unglaublich an. Für den Weg zum Briefkasten benötige ich zwei Verschnaufpausen, der Gang zur Bank gleicht einer Himalaya-Expedition ohne Sauerstoffflasche. (mehr …)

Einfach nur tanzen

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#488
2204
2012
So
1:54
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1780
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Feste soll man feiern, wie sie fallen. Angies Examen fällt gut auf Mellys Geburtstag. Freunde kommen von weit her. Das Fest im Lederer ist schön, auch wenn ich recht platt bin. Alles ist besser als einfach nur schlapp daheim rumliegen. Reden, trinken, viel zu spät essen. Heute soll mein Magen einfach zurecht sein Höllenfeuer abbrennen dürfen. „Leben“ ist der deutlich größere Teil von „überleben“.

Einfach nur leben reicht nicht. Ich will auf eine zweite Feier. Mein Wort gilt. Ziel ist eine vermutlich große Party der Gebrüder Mayr im TUS. Kurz nach Mitternacht sag ich: „Auf!“. Meine kleine Herde folgt mir durch den einsetzenden Regen einen guten Kilometer auf dem Rad. Die Feier ist noch nicht wirklich am laufen. Wir kennen niemanden. (mehr …)

SmartBuyGlasses Bewertung

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#489
2404
2012
Di
11:05
Tag
1782
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Guten Tag Frank Woelky, vielen Dank für Ihren Einkauf bei SmartBuyGlasses. Entsprechend eines sicheren Einkaufs für unsere Kunden, verfolgen wir strikte Richtlinien zur Identifizierung, um mögliche Betrugsfälle zu verhindern. Leider wurde Ihre Zahlung von unserer Buchhaltung als riskant eingestuft. Um Ihren Bestellvorgang fortführen zu können, benötigt es einer Verifizierung Ihrer Identität.

Mit dieser Email von Smartbuyglasses einige Tage nach abgeschlossener Bezahlung via Kreditkarte beginnt meine seit 10 Jahren und locker 500 Bestellungen im Internet schlimmste online-Odyssee. Smartbuyglasses erweisen sich in den folgenden Wochen auf viele Arten als vollkommen inkompetent und unfähig, geringste Servicesstandards zu erfüllen. (mehr …)

The Night Before

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#490
0205
2012
Mi
23:16
Tag
1790
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Zum Beginn des 3. Zyklus vergisst der Stationsarzt meinen CT-Termin. 18 Tage Vorankündigung für die Kontrolle, ob die Chemo wirkt, waren zu knapp. Mögliche Geistesstützen ersinnend huldige ich seiner Schludrigkeit. Eine Nacht auf dem Ceranfeld auf Stufe 8? Da würde er vermutlich immernoch besser schlafen als ich.

Immer wieder spüre ich ein Ziehen in der Lunge. Manchmal auch im Bauch. Klar, wer mit Lungenmetastasen nicht zum Psychosomatiker wird, muss echt ein eiskalter Hund sein. Also versuche ich, mich immer wieder über alles zu freuen, was ich spüre: Die Chemo vernichtet Krebszellen. The Night Before ist hart, aber immernoch deutlich besser als The Day After. (mehr …)

Wenn’s Oarscherl brummt…

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#491
0405
2012
Fr
10:58
Tag
1792
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… is as Herzerl g’sund! Zweieinhalb Monate Todesangst waren einfach genug. Gestern kam die gute Nachricht: Die Chemo schlägt an. Die Metastasen in der Lunge sind nur noch in Ansätzen sichtbar, die Lymphknotenmetastasen im Bauchraum schmilzen ebenfalls im Cisplatin. Das bedeutet nicht, dass ich gesund bin. Aber meine Heilungsaussichten verbessern sich damit deutlich.

Eine Studie aus den USA weist darauf hin, dass kurzzeitiges Fasten vor und zur Chemotherapie deren Wirkung verstärkt – und die Nebenwirkungen verringert. Ich faste seit mittlerweile 72 Stunden ohne jegliche Nahrung. An Tag zwei der Chemo ringe ich dem Arzt ab, auch jegliche Glucose-Gabe via Infusion abzustellen, denn nur so werden die Blutwerte auf die in der Studie verzeichneten nötigen fallen. (mehr …)

Systemneustart

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#492
1105
2012
Fr
6:15
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Die Studie aus den USA hat wohl nicht recht. Meine Ärzte sind nach deren Analyse der Ansicht, dass die zur gewünschten Wirkung benötigten niedrigen Glukosespiegel nur im Reagenzglas oder bei sehr kaputter Leber mit weniger als sieben Tagen Fasten erreicht werden können. Das ist einfach zu viel – und dann definitiv nicht mehr hilfreich.

Nach vier Tagen ohne Essen beende ich das Fasten und verfalle in Appetitlosigkeit. Ich kann nichts besser machen. Aber die Chemo wirkt. Die Nebenwirkungen sind schon im Klinikum viel stärker als beim zweiten Zyklus. Trotz Fasten, Pillen, Infusionen und Spritzen ist mir fünf Tage lang fast permanent übel. (mehr …)

Ich will nicht mehr…

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#493
3005
2012
Mi
6:21
Tag
1818
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Im Bett neben mir erfuhr heute ein neuer Tod von seiner Geburt. Er röchelt und keucht durch die ganze dunkle Nacht. Der Himmel über dem Klinikum leuchtet orange. Als Krebskranker sollte ich Angst vor dem Tod haben. Oder Mitleid. Wenigstens Respekt. Aber ich habe nichts von alledem. Der mich vom Schlaf abhaltende stöhnende Tod nebenan nervt mich einfach zu Tode.

Viele Menschen beschreiben Krebs als große Chance. Oder Befreiung. Ich habe immer versucht, in allem Schlechten das Gute zu sehen, und es oft geschafft. Aber nicht hier. Freier geht nicht. Offener geht nicht. Die Freunde, die mir wichtig waren, zeigten mir, dass sie es zurecht sind. Die, die schwiegen, hätten eh schon längst weg sein sollen. (mehr …)

Meditation und Massaker

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#494
3005
2012
Mi
7:01
Tag
-2747
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Mein Vater war ein guter Mensch. Als die schlechten Noten kamen, gab er mir eine Meditationskassette: Superlearning – lernen im Schlaf. Dieses Ende der füsorglichen Fahnenstange sorgte erstens für schnelles Einschlafen, bewirkte zweitens nichts von dem, was es sollte – und hinterließ mich letztens schon in der Kindheit deutlich Meditations-traumatisiert.

Heute bin ich ein sogenannter Kopfmensch. Das hilft leider kaum beim Schach-spielen, manifestiert sich aber definitiv in einer ausgeprägten Skepsis gegenüber jeglichen nicht logisch begründbaren Schädelwichsereien. Laut Aussage meines letzten Zimmernachbarn – Gott sei seiner Seele gnädig – wirkt manche Meditations-CD auf mich desaströser als eine Mischung aus Crack und Crystal Meth. (mehr …)

Kleine große Worte

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#495
0207
2012
Mo
13:30
Tag
1851
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Ich kann aus Momentaufnahmen kleiner Geschehnisse mit guten Worten große Geschichten bauen. Aber bei großen Momenten fehlen mir die Worte. Letzte Woche habe ich erfahren, daß die vier Monate Chemotherapie wohl gewirkt haben. Die Metastasen in der Lunge sind verschwunden, die Lymphknoten im Bauchraum sind ebenso nicht mehr befallen.

Ich erfuhr es unerwartet früh durch Uli, die meinen betreuenden Oberarzt schon am Tag nach dem CT-Abschluss-Staging fragte. Eigentlich rechnete ich erst knapp eine Woche später zum Ambulanz-Termin damit, das Ergebnis mitgeteilt zu bekommen. Ich hatte keine Lust mehr, mich darüber aufzuregen, dass es wohl unvorstellbar ist, auf solch einen Befund nicht warten zu wollen. (mehr …)

Leben wie Gott in Frankreich?

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#496
1808
2012
Sa
12:45
Tag
1898
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Manche Weisheiten sind einfach zu begreifen. Andere muss man überleben, um sie ansatzweise zu verstehen. „Leben wie Gott in Frankreich“ gehört zu den letzteren. Das Ziel: Die Provence. Die Zeit: höchste Hochsaison, Sommerferienbeginn in Bayern und Frankreich.

Präsident Hollande rief sein Volk im Angesicht der Wirtschaftskrise dazu auf, im eigenen Land Urlaub zu machen. Es gehorcht in Massen. Ich wundere mich noch, dass wir es abends in nur 3,5h nach Mulhouse, Frankreich schaffen. Der Stau kommt erst nach der durchfahrenen Nacht vor der Abfahrt ins Rhone-Tal bei Montélimar. Ab da geht alles sehr langsam. Alle 10 km haben die Franzosen Opferaltare für Mercurius aufgebaut. Sie blitzen in der Nacht. (mehr …)

Der große Aufzug

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#497
2208
2012
Mi
16:51
Tag
1902
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Auf dem weissen Geländer meines Balkons wachsen grüne Flechten. Vier Stockwerke drunter lachen die wenigen Lustigen in einer Runde am Brunnen. Im Gemeinschaftssaal läuft ein Stück Bauerntheater. Ich sitze im Zimmer und schau nach Westen. Ein Schwarm Gänse zieht an der untergehenden Sonne vorüber.

Die Homepage der Reha-Klinik in Wismar zeigte alte Menschen. In echt sind sie noch viel älter. Ich bin mit weitem Abstand der jüngste unter 200 Insassen, und anscheinend auch der einzige. Eigentlich freue ich mich auf’s Altern. Aber derzeit will ich keine Alten sehen. Sie erinnern mich an den Tod. REA statt Reha. Wir sind ein großer Aufzug: Eine Zweckgemeinschaft kommt sich gegenseitig ignorierend wieder nach oben. (mehr …)

Rehabilitation der Reanimation

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#498
0309
2012
Mo
17:44
Tag
1914
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Ich bin mitten in einem Zombiefilm. Schmatzen, Schlurfen, Stöhnen und Keuchen sind überall um mich. Sound ist wichtig, doch auch die Maske trägt ihren Teil zur Dramaturgie bei: Leere Augen, blasse Leiber. Dann fliegen wieder ein paar Fetzen Gejammer über den Flur: „Ich sach diä, moinä Gastridis wiäd immä schlimmä, die bringt mich nochma um.“. Gleich schrei ich…

Ja, die Menschen sind alt hier. Sehr alt. Ja, sie haben Gebrechen. Doch beides zusammen macht sie noch nicht zu Zombies. Hierzu werden sie nur durch ihre Gier nach Beileid. Sie jammern über alles, jeden und permanent. In der Reha geht es darum, wieder auf die Beine zu kommen! Doch die Zombies hier beissen sich die selbigen ab und meckern dann „Bäh, Orangschnhaut an Besenreissän schmeckt total scheissä…“ (mehr …)

Chrigu sterben sehen

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#499
0609
2012
Do
7:07
Tag
1917
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Ich weiss nicht mehr genau wann ich den Film zum ersten Mal sah. Irgendwann im letzten Jahr vermutlich. Ohne Krebs schaut man sich solche Filme nicht an. Beim ersten Mal sah ich nur das Ende. Ein Schock. Ausschalten. Vergessen versuchen. Beim zweiten Mal erwischte ich den Film in der Mitte und sah das ganze Leid.

Jetzt schaue ich Chrigu das dritte Mal beim Sterben zu. 3sat wiederholt den Film anscheinend ständig. Ich will ihn nicht sehen. Aber ich muss. Es ist meine Aufgabe, wegschauen wäre feige. Wenn nicht ich hinschaue, wer dann? Es ist schwer. Wie die letzten Male werde ich nachher wieder wachliegen und mich fragen: wann? (mehr …)

Gambio Shop beschleunigen

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#500
1509
2012
Sa
12:11
Tag
1926
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Gambio ist mit der Version GX nicht nur gut, sondern auch leider mit bis zu 1MB großen Startseiten sehr langsam geworden. Hier gibt’s eine Anleitung, wie man den Shop Gambio GX um durchschnittlich ca. 60% beschleunigen kann. Der Zeitaufwand und die Methoden sind je nach Shop unterschiedlich und lassen sich in drei Teilbereiche gliedern: Bilder und Code, Javascript und CSS.

[Update 22.09.10] Gambio veröffentlichte gerade das GX1 Servicepack 2.5. Einige der untigen Techniken sind laut Gambio integriert. Beschleunigt definitiv, aber wir noch viel mehr.  Special: Gambio Supportvertrag 1 Jahr + Gratis Check für ihren Gambio GX1 / GX2 Shop für 149 Euro incl. MwSt. Jetzt bestellen! Gamio Internetshop Webdesign Referenzen

(mehr …)

Gambio Support

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#501
1609
2012
So
23:48
Tag
1927
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Sie suchen einen gut qualifizierten, zuverlässigen und schnellen Support für Ihren Gambio GX Internetshop? Sie wollen lange Wartezeiten auf Support-Anfragen vermeiden und Umsatzeinbrüche in Ihrem Gambio GX Internetshop bei Fehlern vermeiden?
Die ff-webdesigner helfen Ihnen. Einfach, schnell, erfolgreich.

Der Gambio Support ist für alle Kunden von Gambio zu nutzen, die einen Support-Vertrag mit Gambio haben. Aus juristischen Gründen (Gambio basiert auf dem Open Source Shopsystem XT Commerce) erhalten Sie beim Kauf von Gambio GX über obige Homepage einen 1-Jahres-Support-Vertrag. Im Rahmen dieses Support-Vertrages bietet Gambio kostenlose Lösung von allen direkt mit dem Shopsystem verbundenen Fehlern an. (mehr …)

Gambio GX Shop zu langsam?

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#502
1709
2012
Mo
14:03
Tag
1928
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Gambio ist langsam? Kein Wunder! In der aktuellen Version Gambio GX2 werden deutlich mehr Datren  übertragen als bei der Vorgängerversion. Langsame Internetshops kosten Sie Ihre Kunden! Ist Gambio GX deswegen schlecht? Nein! Alles bis auf die Ladezeiten ist ganz hervorragend an Gambio: SEO, Module, Sicherheit…nur die Ladezeit ist sehr schlecht.

Die ff-webdesigner beschleunigen jeden Gambio GX Shop um bis zu 300%!Unsere Techniken sind sicher, sauber erprobt und führen garantiert zu mehr Verkäufen. Jeder Gambio Shop wird individuell von Hand angepasst. Wir gehen exakt auf Ihre Bedürfnisse ein und bringen Ihnen die Umsätze, die Sie erhoffen! Gamio Internetshop Webdesign Referenzen (mehr …)

Tierische Zeiten

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#503
1311
2012
Di
2:09
Tag
1985
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Ich habe gearbeitet wie ein Ochse, im Fitness-Studio geackert wie ein Gaul. Getanzt wie ein Bär und dazwischen mit Freunden getrunken wie ein Schwein. Gefressen wie ein Wolf, gelacht wie eine Hyäne. Ein ein knappes halbes Jahr nach der Chemo zwitschern meine Ohren immernoch, und meine Haare fangen an, sich zu kräuseln wie Schafswolle

Alles in allem kann ich echt sagen, dass die letzten drei Monate die tierischste Zeit meines Lebens waren. Vor allem tierisch anstregend. Ich will endlich wieder unsterblich sein, und da das nicht geht, will ich mich wenigstens so fühlen. Also tu ich, was ich kann und geh bis an alle Grenzen. Bisher habe ich noch keine gefunden, und das macht mir Mut. (mehr …)

Bye bye, Bayern!

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#504
0312
2012
Mo
21:23
Tag
2005
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Oans sog i eich: Da Jason daad se dascheissn, wenna wissn darad, auf wöiche Fliaga etz sei Bourne-Fuimdln laffa. Mia hocka im Bomber vo Minga auf Auckland. Vorm Stoart der Qatar-Airways Maschin gibts erst amoi a Gebets-Ansong auf Farsi. Wos meina de? „Herrgott, lass mei Hend niad zittan!“? Es gibt koa Ibasetzung, owa’s fialt se iangdweia komisch o.

Uli denkt se des anscheinads a. Se schloft no vorm Liftoff ei und wacht a bis Qatar nea amoi kuaz fia an romantischn Fuim af. Dabei is da Fluag doch so spannand! Seit Zwoadausndundoans moant ja wenigstns de naive Höiftn da Menschheit, dass’d Araber de bestn Pilotn ham. Zumindast recht zuisicha soins sa. (mehr …)

Must Wash Hands! Everytime!

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#505
0612
2012
Do
21:30
Tag
2008
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Die alte asiatische Dame des Hauses hat im gesamten Anwesen Schilder aufgehängt. Am Eingang wird darauf hingewiesen, dass Kurzzeitgäste nicht mehr erwünscht sind. In der Küche hängt ein Putzbefehl mit Verweigerungskommentaren darunter. Das Highlight ist jedoch ein Schild mit der reizenden chinenglischen Aufschrift „Must wash your hands! Everytime!“.

Es hängt einfach überall: am Ofen, im Wohnzimmer, in der Dusche und am Klo. Ich füge mich und wasche meine Hände. Komisch. Hier hängt kein Schild. In eine fast schon Psycho-artige Starre gelullt drehe mich um – und schreie laut auf. Fixdreck! Da hängt’s doch wieder. Das erst Schild, vor dem ich erschrocken bin. (mehr …)

Sprachlose Schönheit…

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#506
0812
2012
Sa
7:15
Tag
2010
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Eigentlich suchten wir in den letzten Ausläufern des dreitägigen Sturmes nur nach einem passenden Kitespot östlich von Auckland. Aber heute ist der Sommer mit aller Macht in Neuseeland ausgebrochen. Die Sonne knallt, der Wind flaut ab. Endorphine tanzen in meinem Kopf, einzig ausgelöst von der Schönheit dieses Ortes.

Vor mir liegt die wilde Tasman See. Möwen kreisen am Himmel, ein paar Angler stehen auf Felsen in der harten Brandung. Ein kühler Bach schlängelt sich über den in der Hitze flimmernden schwarzen Lavasand-Strand von Whatipu. Die Sonne blitzt in 1000 Kristallen. Hinter mir die Waikere Ranges mit ihren farnbewachsenen Urwald-Hängen. (mehr …)

Into the Wildezaun

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#507
1012
2012
Mo
23:40
Tag
2012
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Ein lieber Belgier schliesst sich uns für die Reise ins Northland an. Durch die Waiketere Ranges fahren wir nach Piha Beach und und Karekare. Passt leider beides nicht zu unserem Plan „Into The Wild“ campen. Überall Verbotsschilder und viele Touris. Wir beschliessen einen Seitenwechsel auf die Ostküste nördlich Auckland.

Auf dem Weg halten wir in Puhoi, berühmt für seinen Käse und die kleinste Bücherei der Welt. Den Ziegen-Käse zu 8€ für 100 Gramm sparen wir uns. Ein paar Enten watscheln über die Straße. Unmengen an Ferraris, Porsches und Hotrods bremsen, nur der eine richtig böse unter den zahlreichen Harley Davidson Bikern fährt weiter. In Neuseeland gibt’s jetzt mehr Nobelkarossen als am Genfer See. (mehr …)

Bay of islands

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#508
1112
2012
Di
22:25
Tag
2013
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Auf der anderen Seite der Bay of Islands gegenüber Paihia liegt Russel. Einst war der Walfänger-Ort verschrien als das Höllenloch des Pazifik: Huren, Alkohol, Glücksspiel und Mord. Heute ist es genau das Gegenteil: alte viktorianische Holzvillen, auf’s beste renoviert, ruhig, sicher, sauber. Ein kleine Fähre bringt uns mit Fahrrädern über die Bay of Islands.

Zurück im Hostel wartet noch etwas Arbeit, die ich vor der Abreise nicht mehr schaffte. Sehr viele Hostels hier haben jetzt Zenbu Router. Man bekommt als Gast in der Regel nur 50MB am Tag frei, was das Arbeiten an Shops mit 5GB Daten etwas erschwert. Nach zwei Tagen Arbeit und Erholung sind wir bereit für das Northland.

Reisekite @ 90 Mile Beach

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#509
1212
2012
Mi
22:55
Tag
2014
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Einer meiner großen Pläner für diese Reise war, den 90 Mile Beach im Norden Neuseelands zu kiten. Aber die Windvorhersage war seit Tagen und für unsere gesamte Reisezeit im Northland mehr als mau. In Kaitaia, dem letzten größeren Ort vor der Wildnis im Norden tanken wir Futter und Benzin. Dann geht es in Ahipara mit dem Auto auf den Strand.

Der 90 Mile Beaach ist in allen neuseeländischen Straßenkarten als offizieller Highway gekennzeichnet. Das letzte mal schafften wir 153km/h ohne Probleme. Dieses Mal kommt es nicht so weit. Nach zwei kleinen Flussdurchquerungen erspähe ich einen Kite am Beach. Sofort raus, Kitelehrer Leslie meint der Wind wäre bei Sonne hier immer stärker als angekündigt. Er hat recht. (mehr …)

Autowäsche, Northland & Surferparty

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#510
1312
2012
Do
21:28
Tag
2015
2278 views

Ich bin oft offroad gefahren. Gerade in Neuseeland mit seinen ca. 40 % Schotterpisten-Anteil ist es oft unumgänglich. Auch auf Sand ist man laut Mietwagenvertrag nicht versichert. Kitelehrer Leslie meinte am Vortag noch, die Gezeiten würden ein Befahren des 90 Mile Beach zwischen 8 und 18 Uhr erlauben. Wir packen unser Camp ein und fahren um 10 Uhr los.

Die Flut steht recht hoch, der Strand ist nur noch 20 m breit. Dass diese 20 m auch schon komplett mit Wasser vollgesaugt sind, merke ich leider erst, als wir feststecken. Wir steigen aus und erkennen gleich an den 20 cm tief im sehr matschigen Sand eingesunkenen Reifen, dass da erst mal nicht an Weiterkommen zu denken ist. Heute gelernt: Trau niemals einem Kitelehrer mit den Gezeiten! (mehr …)

Verloren im Reich der Kauri-Riesen

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#511
1512
2012
Sa
11:02
Tag
2017
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Tane Mahuta stemmte Himmel und Erde auseinander und schuf somit Platz für alles Leben. Die Maoris verehren den vermutlich 2000 Jahre alten größten aller Kauri-Bäume, vor denen wir jetzt staunend im Waipoua Forest stehen, als den Erschaffer alles Lebens. Die Legenden der Maori sind Elementar-Epik: einleuchtend bis selbstverständlich, klar und phantasievoll. Unsere Märchen sind dagegen der reinste Groschenromane.

Ich liebe diese einfache Direktheit. Sie zeigt sich auch in vielen anderen Sachen in Neuseeland: Wir: Franz-Josef-Strauß-Flughafen. Kiwi: Auckland International Airport. Wir: Hildegard-von-Bingen-Allee. Kiwi: Ocean View Road. Wir: Sind Sie versichert? Kiwi: No worries, I help ya. (mehr …)

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