Das berühmte Thermalbad Banos liegt nur zwei Stunden mit dem Bus entfernt auf der Ostseite des Andenhauptkamms auf 1.800 m. Wir nähern uns dem Amazonas: grüner Regenwald, Bambus und Zuckerrohr zaubern eine ganz andere Welt. Touristenmassen verstopfen die einzige Straße dorthin, und das Gewimmel im Zentrum ist eine willkommene Abwechslung zum sonst wie es schon Andreas Altmann nannte oftmaligem Reisen in einem einsamen Kontinent.
Hier auf der Amazonasseite der Anden hackt der Wind mit bis zu 30 Knoten das Tal hinab über gestopft volle Thermalpools. Vermutlich wären sie sogar Nick Jacobsen zu voll für seine Kite-Späße. Wir entscheiden uns für ein etwas abseits gelegenes leereres Thermalbad und relaxen im warmen Vulkanwasser, während der Wind mein Handtuch mitreisst.
Danach geht es weiter runter Richtung Amazonas ins auf 1.500 m gelegene Rio Verde. Die Wände zum bis zu 300 m tiefer gelegenen Rio Pastaza fallen fast senkrecht ab. Alle paar hundert Meter spannt sich eine gut besuchte Zipline über die breite Schlucht zur gegenüberliegenden Seite. Die Felder dort stehen in über 70 Grad geneigten Hängen.
Von Rio Verde aus wandern wir nochmal 200 Höhenmeter runter duch angenehm kühlen Regenwald zu den mächtigen Wasserfällen „Pailon del Diablo“. Das Bild in Banos sah toll aus, die Leute die uns klatschnass entgegenkommen noch besser. Teilweise auf allen Vieren in niedrigen Felsgängen kriechend arbeiten wir uns wieder hundert Meter in der engen Schlucht nach oben, bis wir auf der obersten Plattform direkt unter dem Wasserfall stehen. Mein Hemd und Kamera sind schon lange im wasserfesten Rucksack. Meine Hose ist wasserdicht. Zumindest von aussen. Aber gegen die wenigstens zehn Badewannen pro Sekunde direkt in den Hosenbund bringt das erfrischend wenig: Amazonass @ Banos.
Den letzten Bus zurück nach Riobamba erwischen wir gerade so und schon nach Einbruch der Dunkelheit. Schon wieder hat so eine geniale Leuchte Weihnachtsbäume über die Berge ausgeschüttet. Diesesmal sieht man sogar einzelne Äste. Sie funkeln in dunkler Nacht. Unsere Wege trennen sich. Ich fahre weiter Richtung Süden, Quiteña Lama zurück nach Norden. Danke für die schöne Reise, Quiteña Lama!
Cuantas aventuras vividas! mi país tiene su encanto, como lo describes con estos pequeños detalles que hacen única a esta historia, unos momentos en nuestro tiempo y espacio, nuestros caminos se van a cruzar de nuevo estoy segura!