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Libagau & Nabagat

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#666
0103
2019
Fr
23:24
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15 Kiter fahren vom Camp Kitesurf Mindoro mit dem Minivan ins Dorf und nehmen eine Banka auf die eine Stunde vor Mindoro gelegene Insel Libagau. Die Gischt schwappt aus knackigem Seegang erfrischend über das Deck. Vor der Insel ziehen wir die Banka zu Fuss über einige Seeigel-Nester hinweg durch die Untiefen der heute niedrigen Ebbe richtung Strand. Seesterne leuchten RGB im kristallklaren Wasser.

Die Insel Libagau schaut aus wie das ultimative Kiter Paradies: türkises Wasser, weisser Strand, blauer Himmel, grüne Bäume. Der Wind bläst mit guten 18 bis 22 Knoten sideoff über den nicht ungefährlichen Spot. Bei Ebbe ist das Wasser in der recht kabbeligen Bucht hinter der Sandbank im Südwesten der Insel sehr niedrig. Es gibt einige Felsen und Seeigel. Auch am Strand liegen ein paar scharfe Korallenstücke.

Über das Riff rollen sehr schön steil und definiert brechende Wellen von heute bis zu einem Meter. Der Wind bläst exakt im rechten Winkel darüber, sprich: perfekte Ramps für Raketen-Segeln. Heute wird bis zum gegrillten Tunfisch am Strand eineinhalb Stunden lang nur noch am Kite gejodelt.

Danach beginnen wir den acht Kilometer weiten Downwinder zur Insel Nabugat durch gut einen Meter Seegang über das offene Meer. Auf dem Weg rette ich einem mit-Kiter das Board und geniesse das türkise Flachwasser im Luv der Insel Nabugat. Beim ersten Anlanden will mich ein recht aggresiver Hund beissen. Ich weiche zurück ins tiefe Wasser. Der Wind bläst genau onshore. Einen halben Meter vor dem Strand kitend jage ich den Hund eine gute halbe Stunde immerwieder 100 m hin und her- bis er so hinüber ist, dass er bei der endgültigen Anlandung nur noch einmal kurz gelangweilt hechelnd in meine Richtung schaut.

Der Wind flaut etwas ab. Ich lande den 10er und baue den 13er auf. Nach wenigen Minuten auf dem Wasser knallt eine Französin von hinten in meine Lines. Wir lösen beide sofort aus. Niemand verletzt sich. Mein Kite sinkt zunächst wie gewünscht langsam nach unten. Dann fährt eine Böe hinein. Er steigt nach oben, dreht in zehn Metern Höhe um 180 Grad und knallt mitten auf die Sandbank voller scharfer Korallen, spitzer Ästen, Glasscherben und aufgerissener Blechdosen.

Folge sind zahlreiche Kratzer auf einen Meter Front Tube – und ein weiterer Riss im Dacron. Das ist der vierte Kite-Schaden auf einem Trip. Auch die Tatsache dass ich nur an einem einzigen selbst schuld war tröstet kaum.

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