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PKA @ Sicogon

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#661
1302
2019
Mi
4:58
Tag
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Vor einigen Wochen schlugen mir die guten Leute von Hangin Kite auf Boracay vor, die Philippinische Kitesurf-Meisterschaft auf Sicogon zu besuchen. Dank gerade mal acht Stunden Verspätung der Fähre von Cuyo zurück nach Antique geht der Plan auf. Mit einem Spanischen Lehrer und einer Hamburger Wettkampfteilnehmerin rase ich im Speedvan zweieinhalb Stunden von Iloilo nach Estancia.

Am nächsten Nachmittag geht es mit einer Banka voller Wettkämpfer eine dreiviertel Stunde rüber nach Sicogon. Austragungsort ist das noble Huni Resort. Der Infinity Poll fliesst direkt in den endlosen weissblauen Horizont über dem Spot. Dank Zimmern jenseits der 100 € Grenze quartieren wir uns im etwas günstigeren Balay Kogon ein. Der Pfad dorthin ist momentan noch so schmal, daß dich nur Motorräder über zwei Kilometer dorthin bringen können. (mehr …)

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Cuyohuuuuu!

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#660
0602
2019
Mi
16:51
Tag
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Manchmal erscheint es, als ob Ziele umso wertvoller würden, je schwerer sie zu erreichen sind. Cuyo gehört voll in diese Kategorie. Gerade mal 100 km Luftlinie von meinem zweiten Kitespot Malalison entfernt in der Palawan See gelegen dauert die Anreise nette 27 Stunden. Banka aufs Festland, Trike, sechs Stunden Backfisch-Bus ohne Klima durch zahlreiche von der letzten Regenzeit noch nicht behobene Bergrutsche hinter San Jose nach Iloilo.

Da niemand zuverlässig sagen konnte, wann die Fähre nach Cuyo ausläuft komme ich vorsichtshalber sechs Stunden früher an. Sie läuft fast pünktlich aus und kommt dank genug Farbe auf 40 Jahre altem Stahl auch durch drei Meter Seegang nach 14 Stunden in einem Stück auf Cuyo an. Gemessen an den 29 Stunden Seekrankheit durch einen Sturm zweier Schweden für den eigentlich acht Stunden dauernden Trip von der anderen Seite aus war mein Schiff das reinste Speedboat. (mehr …)

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Malalison

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#659
3001
2019
Mi
9:27
Tag
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Nach neun Tagen hab ich genug vom überlaufenen Chinesen-Malle Boracay. Die Magie der Philippinen liegt ganz woanders. Durch im Wind wogende grüne Reisfeld-Meere und am Straßenrand trocknende Ernte geht es mit dem Bus zwei Stunden nach Süden. In Culasi nehme ich eine Banka auf die nahe der Küste Antiques gelegen kleine Fischerinsel Malalison.

Die Satellitenbilder versprachen Welle vor und Flachwasser hinter einer kleinen Sandbank direkt vor meiner Nipa Hütte am Strand. Der Rezeptionist meiner Unterkunft Casa Preta lieferte mir über Tage via Facebook gute Infos.    Bei der Ankunft entpuppt er sich dazu als der anscheinend auf den Philippinen gesetzlich vorgeschriebene warme Pol der Dorfgemeinschaft. (mehr …)

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Re:racay oder Borawhy?

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#658
2701
2019
So
2:16
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Boracay ist seit meinem letzten Besuch vor sieben Jahren kaum wiederzuerkennen. Das einzige was bleibt ist die Dichte der Bebauung und der Menschenmassen – obwohl ca. 25% aller Gebäude als illegal deklariert und abgerissen wurden. Boracay hat gerade mal drei Monate nach der Wiedereröffnung noch bei weitem nicht die Buchungszahlen von zuvor erreicht.

Als der Philippinische Präsident Duterte Boracay 2018 besuchte nannte er die Insel eine „Kloake“. Damit lag er gar nicht so falsch. 2012 kiteten wir am Bulabog nach jedem mittleren Regenguss Slalom zwischen schwimmender Kacke und Kondomen. Weite Teile der Insel rochen wie Misthaufen. Mit der halbjährigen Komplettsperrung und Generalsanierung ist zumindest das heute passé. (mehr …)

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Unendlichkite @ Beauduc

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#656
2308
2018
Do
21:23
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Über kurvige Nebenstraßen geht es durch die letzten Ausläufer der französischen Alpen hinunter ins Rhônetal. Hier liegt die Wiege des Mistrals, einem der mächtigsten Windsysteme Europas. Zuerst zittern die Weinberge. Schlösser, Aquädukte und Mittelalterliche Dörfer ziehen an Achterbahnen vorbei. Dann wiegen sich die Pappeln. Das Land wird immer flacher. Aus Bergen werden Hügel.

Ab Arles geht das Land über 50 Kilometer so fließend wie nirgendwo anders auf der Welt in Wasser über. Die Abstände der Dörfer vergrößern sich zwischen im starken Wind wogenden letzten Baumreihen. Gähnende Stiere und äsende Schimmel auf den letzten festen Wiesen vor dem Meer. Dann schleicht sich ganz langsam das Wasser über Kanäle zwischen Binsen ins Land. (mehr …)

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Schweizer Käse @ Leucate

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#655
2208
2018
Mi
20:21
Tag
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In zwei langen Fahrten von bis zu acht Stunden gehts über Barcelona in das kleine französische Backcountry Dorf Durban-Corbières nahe Leucate. Ein Supermarkt, ein Restaurant und ein verfallenes Schloss in Mitten von Weinberge bremsen meine bisher 7.000 km gemütlich runter. Überall holen die Weinbauern ihre Ernte in Playmobil-Traktoren ein.

Der schrullige Herbergsvater sortiert vor seinem uralten Natursteinhaus Kassetten unter Feigenbäumen. Von drinnen tönt Mambo aus den 50ern. Ich bin der einzige Gast. Ein Schloss strahlt einsam gold im Sonnenuntergang während der Mond hinter den Weinbergen aufgeht. (mehr …)

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Tarifa

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#653
1508
2018
Mi
23:44
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Eigentlich sollte man meinen, daß dank der Erderwärmung unter Trumps Hintern – verbunden mit mehr Wetterextremen – auch der Wind global zunehmen sollte. Vielleicht tut er das ja auch. Aber eben nicht dort, wo man ihn erwartet. Die bisherige Reise über mehr als 5.000 km in Schweiz, Frankreich, Nordspanien und Portugal bot sehr wenig Wind. Ich hatte gerade mal vier kitebare Tage – und ich spreche von nur einem wirklich guten Tag.

Nachdem selbst an meinem allerersten Kitespot Lagos, wo ich vor 19 Jahren beim ersten Ritt auf einem 2,20 m Waveboard dank einem Jahr vorangegangenen Trockenübungen gleich einen netten Kilometer downwind hinlegte absolut kein Wind aufkam – fuhr ich direkt weiter nach Mekkarifa. Doch selbst in Tarifa gabs mit seinen 300 Windtagen im Jahr zu Beginn erst mal vier Tage Flaute. (mehr …)

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Muxia

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#651
1108
2018
Sa
20:32
Tag
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Die Wolken hängen tief am nordwestlichen Ende von Spanien. Auf dem vierten Dorffest in vier Tagen spielen Galizier in Tracht Dudelsack. Ich esse Muscheln im angenehm kühlen Regen. Wäre nicht die lustige Sprache hier, die genau in der Mitte zwischen Spanisch und Portugiesisch liegt wäre das hier Schottland: alte Steinkirchen über der Felsenküste und viel Grün um das kleine Fischerdorf Muxia.

Das Ende des Jakobswegs, Santiago de Compostela, liegt gleich ums Eck. In meiner Herberge bin ich der einzige Kite-Pilger. Alle anderen sind Hatsch-Pilger. Sie hatten in Santiago di Compostela mit bis zu 800 km in den Beinen noch immern nicht genug – und machen noch eine kleine 120 km Nachspielzeit bis ans Ende der Welt in Fisterra. (mehr …)

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Guerra na Guincho!

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#650
1108
2018
Sa
14:10
Tag
-2747
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Nach wenig guten Windtagen auf der gesamten Iberischen Atlantikküste freut sich meine platte Bandscheibe über die Vorhersage am thermisch aktive Strand von Guincho. Kurz vor Mittag luscht der Wind noch 200 m vor dem Strand herum. Dann dreht er schlagartig thermisch leicht nach west und nimmt rasch zu. Ein leichter Schweizer wird am 10er über den Strand gerissen. Ich baue in bockigen 24 Knoten den 9er Rally auf.

Am 200 m entfernten leeseitigen Ende des Strandes sorgen sieben Meter hohe Klippen laut Locals für kräftigen Luvwirbel und nette Brecher. Zudem zieht dort die Südströmung im Wasser stark an. Wenn man abtreibt ist die einzige Landemöglichkeit ein 50 m breiter und mit reichlichen Felsen garnierter Strand 200 m weiter im Lee. Die Locals raten dort nur mit eingeholtem Schirm rauszuschwimmen. (mehr …)

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Embalse de Ebro

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#649
0908
2018
Do
19:54
Tag
4080
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Im nordspanischen Kantabrien springen die Berge direkt aus dem Atlantik auf über 1.000 m. Auf den nahen bis zu 2.400 m hohen Picos de Europa liegt selbst im Hochsommer noch Schnee. Das unglaublich grüne Land leuchtet im eigenartigem Sonnenlicht auf der Netzhaut wie Ahoi Brause auf der Zunge britzelt. Endloser blauer Himmel und das Meer legen eine Prise Tiegerbalm drunter und drüber.

Der Embalse de Ebro liegt gerade mal 50 km von der Küste entfernt auf 800 m in einem ganz anderen verlassenen Land. Die uralten Häuser sind aus Stein gebaut. Darin hängen Bilder von zwei Metern Schnee auf der einzigen Dorfstraße. Selbst jetzt im Hochsommer kratzt das Thermometer nach 42°C in Bilbao an nur angenehme 17°C – von unten. (mehr …)

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50 kn @ Cuesta Del Viento

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#643
1601
2018
Di
23:33
Tag
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Poetische Orte sind schwer zu erreichen. Für die Anreise nach Cuesta Del Viento benötige ich 33 Stunden, vier Busse und einen lieben motorisierten Local. Ich komme im wunderbaren Hippie-Hostel Lamaral in der Mitte von Nirgendwo an. Die Mitte liegt kurz vor der Chilenischen Grenze. Ihr Name bedeutet „Anstieg des Windes“. Die stärksten Winde Argentiniens blasen hier jeden Tag mit 25 bis 50 Knoten über den gerade mal 20 Jahre alten Stausee.

Der Jefe persönlich macht mir das Bett in der einfachen Unterkunft. Danach drückt er mir ein Bier in die Hand. Kaum ist das mit meinem Steirischen Zimmernachbarn geleert, zieht die gesamte bunte Bande zum Abendessen ins nächste Restaurant. Die Feier geht lang. Sterne schnuppen, Wein glüht, Gitarren klampfen und Dübel halten Bilder vom Wind an den Wänden. (mehr …)

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Puerto Varas

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#638
0201
2018
Di
23:04
Tag
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Das fünf Stunden südlich von Pucon gelegene Puerto Varas am Llanquihue See ist eine der letzten großen Städte vor den unendlichen Weiten Südpatagoniens. Im Margouya Patagonia Hostel, einem gut hundert Jahre alten herrschaftlichen Haus verbringe ich einige Tage über Silvester. Die Französischen Besitzer haben das Anwesen in einen wahren Backpacker Himmel verwandelt: Kaminfeuer, freistehende Badewannen und eine am Ferseher hängende Festplatte mit massig guten Filmen sind eine willkommene Abwechslung zum schnellen Reisen.

Puerto Montt macht leider den gleichen Fehler wie Pucon: es versaut seinen von alten Holzhäusern geprägten Charme durch maßstabslose Betonbunker. Die größten stehen direkt im Luv vor dem einzigen kitebaren Strand der näheren Umgebung. Die Hügel bremsen den hier typischen kalten Südwind aus den Fjorden Patagoniens. Die Bunker töten ihn endgültig. Keine Chance, hier zu kiten. (mehr …)

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Embalse Puclaro & Vicuña

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#633
1912
2017
Di
11:16
Tag
3847
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Das nächste Ziel liegt gut 1.400 km und fast 24 h Nachtbus südlich der Atacama Wüste. Im kühlen La Serena am Pazifik hängen die Nebelschwaden tiefer als unter der Golden Gate in San Francisco. Dahinter steigt das trocken-heisse Valle de Elqui bis zur Argentinischen Grenze auf fast 4.800 m an. Beides zusammen ergibt den Raketenmotor für Chiles Starkwindspot Nummer Eins.

Der Embalse Puclaro ist ein kleiner Stausee im weinberankten Tal 50 km hinter La Serena. Der Wind is thermisch und weht an gigantischen 300 Nachmittagen im Jahr mit im Schnitt 25 bis 30 Knoten. Hidden Lines war hier zu Gast. Vicuña ist das nahe 2.500 Einwohner zählende quirlige letzte Zentrum vor der 170 km entfernten Argentinischen Grenze. (mehr …)

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Paracas: Kiten mit Flamingos

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#625
2211
2017
Mi
18:25
Tag
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Mad Max wurde definitiv vor gut 30 Jahren auf der Panamericana südlich von Lima geboren. Vier dachlose Wände im Nirgendwo verkündigen stolz die Möglichkeit, selbige als Restaurant zu mieten. Vereinzelt stehen verlassene Häuser auf Sand. Hohe Mauern drumherum sichern das Nichts gegen das Nirgendwo. 20 Eisbuden boten einstmals „Helado Artesanal“. Dazwischen brennen immer wieder Müllhalden.

Ein großes Display ruft die goldene Zukunft für deine Familie in einer Urbanización irgendwo im Nirgendwo aus. Das Baugebiet wurde vor Jahren aufgegeben. Sanddünen, Staub, etwas Petrochemie, ein Stahlwerk, hunderte von Trucks mit Altmetall und unglaubliche Armut. Das hier ist die trostloseste Gegen, die ich je durchreiste. (mehr …)

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Full Moon Party & Kitesurf @ Máncora

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#623
1311
2017
Mo
12:03
Tag
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Um sechs Uhr morgens raus aus dem neunstündigen Nachtbus von Ecuador. Mit dem TukTuk ans letzte Beach Hostel. Ausschlafen, Brett aufbauen, aufpumpen, raus aufs Wasser. 22 Knoten sideon auf endlosen Sandstrand hinter wilden Wellen. Ein Schwarm Pelikane zieht vorüber. Sein Solist fischt ungestört neben meinem vorbeiziehenden Kiteboard im Pazifik.

Die Wellen brechen eng und strandnah, kein Vergleich zu Santa Marianita mit seinen endlos smoothen Wellen in angenehmen Abständen. Der Wind hier ist mächtiger, und sideon-Sprünge sind ohnehin spannender über zehn Zentimeter Post-Shorebreak. Máncora sollte weiter oben auf die weltweite Kiter-Karte stehen – viel Platz und viel geboten. Mehr als sieben Kiter auf zwei Kilometer Strand gab es nie binnen einer Woche. (mehr …)

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Die Kampfköter von Santa Marianita

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#619
0111
2017
Mi
23:12
Tag
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Mit dem Bus geht es den ersten großen Schritt über zehn Stunden und 3.000 Höhenmeter runter an den Pazifik. Die Liegesitze und Beinfreiheit sind das reinste Paradies. Ich arbeite, blogge und schneide Videos. Die Sonnencreme implodiert und die Gopro geht nicht mehr auf. In Santa Marianita jagen bellende Hunde mein Taxi ins kleine Hostel Punta La Barca direkt am Hang über dem Kite Beach.

Schon beim ersten Spaziergang fallen mich drei Kampfköter der Nachbarin an. Einer beisst mich ordentlich in den Fuß. Antibiotika bügeln die folgende Infektion platt. Ich hatte in meinem Leben vier Hunde, hab Nepalesische Tempelhunde zum singen und Höllenhunde zum schweigen gebracht. Ich kan gut mir Hunden. Bei diesen Scheiss Kampkötern hier hilft nur eines. (mehr …)

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Kitesurfing Israel: See Genezareth

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#611
1407
2017
Fr
8:25
Tag
3689
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Laut den Locals bietet Windy.com die besten Vorhersagen für den See Genezareth. Sie checken ob um 11 Uhr morgens der Wind vor Haifa auf West dreht. Ist das der Fall, käme das thermische System (Mittelmeer feucht und kühler, Golanhöhen / Syrien trocken und heiss) in Gang und man können mit den guten Winden von 20 bis 30 Knoten am einzigen legalen Kitebeach des See Genezareth rechnen.

Bei Temperaturen über 40 Grad stirbt der thermische Wind häufig den Hitzetod. Ich bin jetzt seit gut einer Woche in Tiberias, direkt auf der anderen Seite vom Kitespot. Die Temperaturen waren diesen Juli eigentlich jeden Tag zwischen 38 und 44°C. Auch die Locals beklagen eine bisher windtechnisch recht bescheidene Saison. In meiner ersten Woche hier war der Wind nur an 4 von 8 Tagen wenigstens 15 bis 18 Knoten stark, stärker leider nie. (mehr …)

Diamond Beach
someone's gotta do the small ones...

Marsa Alam

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#607
0605
2017
Sa
16:32
Tag
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Marsa Alam begrüsst uns mit den kernigsten drei Windtagen aller meiner 15 Jahre in Ägypten. Von früh morgens bis zum späten Nachmittag bläst der Wind mit 18 bis 32 Knoten über türkisblaues Wasser. Ich bin in drei Tagen länger auf dem Wasser als in einem halben Monat in Südafrika. Wir kiten bis der Arzt kommt. In Florians Fall als erstem wortwörtlich.

Bei Ebbe – und die ist hier recht unabhängig von den Mondphasen – bleiben zwischen 50 m nur 10 cm tiefem Wasser am Strand und nochmal 150 m Sandbank vor dem Saumriff gerade mal 200 mal 400 m zum sicheren kiten. Bei 20 Fahrern ist der Spot dicht. Flo weicht bei sehr niedriger Ebbe einem Anfänger zu weit über die reichlich Stein-garnierte „Sand“bank aus und stürzt. (mehr …)

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Hermanus & Good Bye

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#605
1702
2017
Fr
10:15
Tag
3542
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Unser letzter Stop ist Hermanus, eineinhalb Stunden östlich von Kapstadt. Das für Whale-Watching berühmte Hermanus strotzt nur so vor guten Restaurants. Wir genießen ein letztes mal die für Veganer eingeschränkte aber fast immer exzellente und abwechslungsreiche Südafrikanische Küche. Unser Hostel Hermanus Backpackers ist das reinste Luxus-Boutique-Hotel mit Pool, Garten, Olivenbäumen und riesiger Küche / Lounge – zu Hostelpreisen.

Am zweiten Tag in Hermanus ist noch ein letztes Mal guter Wind angesagt. Der Spot auf der Lagune hinter dem recht gut Hai-besuchtem Grotto Beach funktioniert leider nur bei den recht selten vorkommenden Windrichungen Ost (bockig, über Land kommend) oder West bis Südwest (clean). Bei Hauptwindrichtung Südost geht nichts. (mehr …)

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Return to Witsand

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#604
1402
2017
Di
23:12
Tag
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Auf der Rückreise nach Kapstadt machen wir nochmals Stop in Witsand. Einen Tag ist der Wind offline. Eine als Bayern verkleidete deutsche Band spielt Schunkel-Hits der letzten 100 Jahre in der Breede River Lodge. Daheim wäre es grausam, hier und mit vielen Locals, die uns ständig was anderes alkoholisches zum probieren spendieren wollen mehr als lustig.

Am zweiten Tag kommt nochmal ganz wunderbar konstanter Wind mit gut 20 Knoten über den Freestylespot in der Flussmündung. Mein Rücken macht wieder mit. Die Hangtime ist gut und das Panorama vor den Sanddünen gigantisch. Mit bis zu zehn Kitern ist der Spot schon recht voll, aber alle nehmen Rücksicht – und fahren sehr gut. Ausserdem reduziert die Anzahl deine Chancen auf den Hauptgewinn im Hairoulette. (mehr …)

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Knysna

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#603
1202
2017
So
21:03
Tag
3537
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Wir cruisen nochmal knapp 500 km nach Knysna in den Osten. Unsere erste Tour entlang der Garden Route endete in Mosselbay. Wir dachten da würde sich nicht mehr viel ändern. Vollkommen falsch gelegen! Die noch vor drei Wochen braun verbrannte Steppe östlich Kapstadts ist nach ein paar Regenfällen jetzt wieder grün. Spätestens ab George meint man in einem komplett anderen Land anzukommen.

Alle paar Kilometer münden über große schilfbewachsene Buchten Flüsse in den indischen Ozean. Flamingos, Störche, Reiher und Kraniche stolzieren dazwischen. Die an der steilen und bis zu 1600 m hohen Küstenkordillere 15 km landeinwärts klebenden Wolken bringen regelmäßíg ergiebigen Regen. Die Wälder von dort bis zur Küste sind so grün wie Neuseeländischer Regenwald. Es wachsen Farne und sogar der neuseeländische Weihnachtsbaum mit seinen roten Blüten. (mehr …)

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Kap der guten Hoffnung & Muizenberg

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#602
0802
2017
Mi
23:31
Tag
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Wir checken von Blouberg aus den kleinen Sandvlei See hinter Muizenberg. Laut Anwohnern darf man dort kiten, obwohl ein Teil des Sees Vogelschutzgebiet ist. Zum Aufbauen gibt es einen Park mit Gras, Einstieg geht am besten im seeseitigen Luv über einen kleinen Sandstrand. Im Lee ist der Ausstieg steil und steinig. Der Wind ist noch offline. Wir fahren weiter.

Am bunten Strand von Muizenberg toben sich dutzende Surfer in den Wellen aus. Der Boyes Drive von Muizenberg nach Fishhoek bietet Panorama ohne Ende. Da Südafrika an manchen Orten etwas zu tief in die Tasche greift, entscheiden wir uns am Eingang zum Nationalpark Kap der guten Hoffnung für die Methode „Blinder Passagier unter massig Kite-Gepäck“. Das spart elf Euro für einen schönen aber auch recht leblosen Park. (mehr …)

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Langebaan zum zweiten

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#601
0702
2017
Di
18:33
Tag
3532
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Durch die Rush Hour von Kapstadt hole ich unseren neuen Mietwagen am mit dem Bus gut eineinhalb Stunden entfernten Flughafen ab. Wir siedeln über ins nahe Saltycrax Hostel. Die Besitzerin hat in den letzten Jahren ein Programm für Freiwilligenhelfer in den Townships aufgebaut. Derzeit sind in Hostel und nahen Häusern satte 70 Freiwillige untergebracht.

Unser Zimmer ist zum Glück überbucht. Das gibt uns die Möglichkeit, unsere Zeit in Blouberg deutlich zu verkürzen. Die Wellen sind mir zu herb, das Wasser mit ca. 13 Grad wirklich kalt und mehr als 25 Knoten Wind brauche ich auch nicht. Blouberg ist ein weisses Luxusghetto ohne Charme. Die Volunteers träumen vom Weltfrieden, die Kiter von den Wellen und der Rest von Sicherheit. (mehr …)

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Blouberg & King Of The Air

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#600
0502
2017
So
22:01
Tag
3530
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Jeder Kiter weiss, daß der größte Big-Air Wettbewerb der Kiter-Welt in Kapstadt stattfindet. Was wir nicht wussten war, daß er gerade mal zwei Kilometer entfernt von unserer neuen Unterkunft am Blouberg Kite Beach stattfindet – und zwar genau an dem Tag, an dem wir umziehen.

Die Wellen am Blouberg-Strand sind an unserem Ankunftstag mit gut einem Meter noch recht gemütlich. Der Wind knattert mit gut 20 bis 25 Knoten sideon an den breiten weissen Strand mit Traumpanorama auf den Tafelberg und Kapstadt. Wir zählen über 200 Kiter auf dem Wasser. Der Strand ist zehn Kilometer lang – aber bei den Bedingungen sind mir schon die 15 Kiter auf „meinen“ 200 Metern zuviel. Nach einer knappen Stunde Angsthasen-Kiten am Neuner hab ich genug. (mehr …)

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Witsand

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#598
2501
2017
Mi
9:44
Tag
3519
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Südafrika ist riesig. Unser Weg führt gute fünf Stunden vorbei an Kapstadt Richtung Osten auf der Garden Route. Auch auf der Indischen Seite ist das Land sehr trocken. Es hat seit Monaten keinen Tropfen geregnet. Auf dem Sir Lowrys Pass gehen Affen dem Mundraub nach. Der Staudamm dahinter ist auf 40% Füllstand gesunken. In 80 bis 90 Tagen geht Kapstadt das Wasser aus.

Nach gut 400km durch unendliche Weiten abgeernteter Weizenfelder folgen wir dem Schild nach Witsand. Die letzten 50 km führen über eine an beiden Seiten von Straussenfarmen gesäumte Highspeed-Schotterpiste. Das kleine Dorf Witsand liegt sehr idyllisch an der Flussmündung des Breede River, einer der größten Flüsse Südafrikas. Die 300m breite Mündung zaubert hinter großen Dünen einen der schönsten Flachwasser-Kiteposts weltweit. (mehr …)

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