Flag Beach veranstaltet ein Barbecue. Die Nacht danach ist lang, schräg und ungesund. Am Samstag kommt endlich der Wind, aber ich den ganzen Tag nicht aus dem Bett. Sonntag passt der Name endlich: Fuerteventura @ Flag Beach. Der Wind hat endlich gedreht und weht bockig mit 15-30 Knoten sideshore aus Süd.
Viele bleiben heute am Strand. Falsche Kitegrößen oder Angst vor den Böen. Sollte man alle mal auf Kur an den Brombachsee schicken. Die Böen sind recht derb, aber im Vergleich zum Brombachsee immernoch schnuckelig. Meine 12er fahre ich trotzdem zeitweise am letzten Ende der Depower hängend. (mehr …)
Kitesurfen in Sotavento
Der Morgen danach ist schlimm, Frühstück undenkbar. Ein windsuchender Italiener von gestern meldet guten Wind. Wir fahren nochmal 120km nach Sotavento und sind am Mittag mit die ersten auf dem Wasser. Die nächsten sechs Stunden sind ein Traum. In anfangs 15 Knoten Sideshore nehmen wir recht große Kites und kämpfen uns durch das Schlachtfeld poppender Kite-Schüler.
Alles ist perfekt. Dominiks erstes Ozean-Kiten. Hohe Sprünge, laminarer Wind, 200m breiter Strand, Platz bis zum umfallen. Fast perfekt. Dominik wird’s irgendwann ob der letzten Nachtschicht schlecht. Oder wegen McFrüchstück. Er gibt auf jeden fall den Tipp, daß man sich doch besser nicht im Luv des eigenen Kites übergeben sollte. Lee wäre da viel angebrachter. (mehr …)
Offshore und Motorschaden
An der Bushaltestelle überrascht uns ein ordentlicher Platzregen. Einer vor drei Regentagen im November auf Fuerteventura ist damit abgehakt. Der Bus zum Flag Beach ist günstig, aber einen Kilometer weit laufen mit 30kg Material muss man trotzdem. Sport vor dem Sport ist ertragbar, Sport nach dem Sport absolut Mist.
Es gibt Dinge, die sind zusammen einfach nie gut: Fönen in der Badewanne. Blind Kuh auf der Autobahn. Ungeschützter Sex in Südafrika. Der Wind bläst hier nur 10% der Zeit aus Osten, also voll offshore. Heute ist 10%. Wäre alleine nicht schlimm. Aber zusammen mit einem Motorschaden am einzigen Rescueboat weit und breit ist das die Hölle im Himmel. (mehr …)
Rhodos zum Zweiten
Sotos braucht meine Dienste als Webdesigner für seine Kitesurf-Schule in Griechenland. Wir brechen aus dem erbärmlichsten deutschen Sommer aller Zeiten auf nach Rhodos. Starker Wind begrüßt uns am Flughafen. Nach kurzem Transfer kommen wir am Hotel Delfini in Fanes an.
Schon vor drei Monaten hat uns das Hotel auf der Durchreise gefallen, aber erst wenn man hier mal eine Woche bleibt, merkt man was wirklich alles passt: Ein grüner Garten voller Kunstwerke. Blumen blühen schwankend im Wind. Schmetterlinge und Vögel fliegen ums Gebüsch. Türkise Geckos glänzen mit dem Meer um die Wette. Das Essen ist hervorragend, die Drinks an der Beachbar kühl. (mehr …)
Kitesurfen auf Rügen
Auf geht’s nach Rügen! Der Wind war wochenlang tot, und der gesamte Sommer sowieso inexistent. In unserer ersten Nacht auf einem Bauernhof erleben wir eine kleine Ernte-Apokalypse. Riesige Mähdrescher machen bis vier Uhr morgens alle Felder im Umkreis von einem Kilometer platt. War wohl auch die erste regenfreie Nacht auf Rügen in diesem „Sommer“.
Am nächsten Morgen regnet es schon wieder in Strömen. Die Kreidefelsen verschwinden im Grau. Danach kommt endlich der Wind an. Am Wieker Boden ist er zu heftig und auflandig. Wir setzen über nach Ummanz und gehen am Suhrendorfer Strand raus. (mehr …)
Kitesurf-Kurs Rhodos
Du suchst einen guten und günstigen Kitesurf-Kurs auf Rhodos an einem wirklich guten Spot? Ich kite seit zehn Jahren und hab mir in den letzten zwei Wochen knapp 20 Spots und Kiteschulen auf Rhodos angeschaut. Die beste ist eindeutig die Kitesurf-Schule vor dem Delfini Hotel in Fanes, Nordküste Rhodos.
In Fanes weht der Wind gut side-onshore auf den bis zu 40 Meter breiten und ca. 300m langen Sandstrand. Den Kitesurf-Lehrer Sotos habe ich vor zwei Jahren auf Fiji kennengelernt. Er schult geduldig, sicher und ausdauernd in kleinen Gruppen von maximal zwei Schülern. Kites und Boards sind komplett neu von F1. Ein 10-Stunden Kitesurf-Kurs kostet 250 Euro inclusive Material. Bester Preis auf Rhodos. (mehr …)
El Yaque Kite Killers
Die letzten vier Tage in EL Yaque standen unter keinem guten Stern. Für niemanden. Ich habe noch nie binnen so kurzer Zeit so viele Kite Killer gesehen. Man nehme: Vier Tage Dauerhack, Tag und Nacht. Absolutes Minimum waren mal 10 Knoten, Mitte 25, Spitzen bis zu 38 Knoten. Gemessen am Strand.
Vorgestern ging ich bei Mitte 30 Knoten mit dem 10er raus. Nach 500m klappt mein 5-Leiner zusammen (frag mich einer wie das geht…), poppt wieder auf und reisst mich erst durch die Luft und dann unter Wasser. Als ich wieder oben ist er schon auf’s Wasser geknallt. Dass eine Verbindungsnaht von Strut zu Fronttube geplatzt ist schnalle ich erst einen Tag später beim Versuch eine Tube zu flicken. (mehr …)
Kitesurfing Coche bei 30 Knoten
Mein Soundtrack für heute: Riders on the storm. Highway to hell. I will survive. We lift you up where we belong. Bad Religion. Nine Inch Nails. Perfect day. Früh morgens setzen wir nach einer harten Nacht über auf die Nachbarinsel Coche. Schon am Morgen gibt’s auf der Isla Margarita massig fliegenden Sand.
Coche. Weisser Sand, Palmen, ein paar Hotels. 30 Kiter auf einer strandnahen Turnierplatz-ähnlichen Flachwasserpiste von 100m Breite. Der Wind hackt mit am Strand gemessenen 10-Minuten-Werten von 22-30 Knoten. Kites: alles zwischen 5 und 9 m². Meiner hat 10. Meine Knie zittern. Ich war noch nie bei so bösem Wind draussen. (mehr …)
I believe I can fly
Die Tage auf El Yaque vergehen wie im Flug. Morgens etwas arbeiten, ab Mittag raus zum Kiten. Ich steigere die Kite-Dosis auf drei Stunden täglich, teils auch deutlich mehr. Abends ein Bier im Sonnenuntergang am Kitebeach. Gutes Tunfischsteak, gute Leute und gute Cocktails.
Der Segelmacher braucht eine ganze Woche zum reparieren meines Kites. Vor mir kamen noch 20 andere. Ist aber nicht schlimm. Der Wind hackt die ganze Woche mit 20 bis 30 Knoten. Sprich: der 10er Blade Vertigo ist gerade perfekt. Danke für’s ausleihen, Jörg! (mehr …)
Traurigkite
Nach zwei Tagen am Zimmer wegen Sonnenbrand und Arbeit kommt wieder mächtig Wind. Nachmittags geh ich raus aufs Wasser. Ich bin der einzige Kiter am Strand vor dem El Yaque Motion. In böigen 18 Knoten starte ich den Kite und geh raus. Nach einer halben Stunde habe ich durch eine Armada von Surfern einen halben Kilometer aufgekreuzt bis zum Kitebeach.
Ich lasse mich nochmal durch die Armada abfallen. Vor meinem Strand wird der Wind immer stärker und sehr ruppig. Dann passiert’s. Bei einem hohen Sprung packt mich eine Böe. Anstatt den Kite wieder nach vorne zu lenken verreiß ich ihn nach hinten. Er macht einen Stall und fällt drucklos aus dem Himmel. (mehr …)
Heiterkite auf El Yaque
Noch am ersten Tag tret ich beim zweiten Kiteversuch auf einen Seeigel. Um mir dämlich aussehendes Hinken zu ersparen, entschließe ich mich zwei Minuten später, mit dem anderen Fuss auf einen zweiten Seeigel zu treten. Jetzt ist alles wieder sauber symmetrisch.
Es ist unglaublich, wie berühmt manche kleine Orte sind. Der Kitebeach von El Yaque ist gerade mal 50 Meter lang und weltberühmt. Heute sind nur 30 Kiter da. Der Kitebeach liegt voll in der Leezone eines kleine Hügels, der blöde Wirbel macht. Praktisch jeder Kite klappt beim starten wenigstens einmal ein. Auch meiner. (mehr …)
Snowkiten in und um Regensburg
Kitesurfen auf Teneriffa
Regenkite in El Medano
Nach drei Tagen Flaute kommt endlich der Wind auf Teneriffa an. Am Morgen seh ich kurz aufeinander folgend satte fünf Regenbogen vom Balkon aus und weiss: heute passiert was. Ich packe mein Zeug und beame mich nach El Medano – die Ausfahrt hab ich wieder nicht gefunden.
Kitesurfen auf Boa Vista
Kitesurfen auf den Kapverden
Vom ersten Kitesurfen auf den Kapverden war ich recht enttäuscht. Die Kapverden liegen mitten im Atlantik – also nicht ganz aber doch ein nettes Stück vor der Sahara. Man sollte meinen, der Wind wäre laminar. Ist er aber überhaupt nicht. Er ist extrem böig, jetzt im November ständig von 10 bis 17 Uhr im Sekundentakt wechselnd zwischen 12 und 28 Knoten. Unabhängig, an welcher Küste.
Ein Tauchlehrer am Strand von Estoril hat einen Zodiac für die Recue. Die ist dringend nötig: Maximal 5 Kiter auf 10km, Wind 75 Grad ablandig. Es gibt zwar noch eine kleine vorgelagerte Insel in Windrichtung. Ansonsten lautet der nächste Stop aber Brasilien. (mehr …)
Herbst-Kite am Brombachsee
Der Herbst ist da. Die Freisitze machen dicht. Man trifft niemanden mehr zufällig beim Kaffeetrinken. Ich mag den Herbst nicht, vor allem nicht nach einem sowieso recht ereignislosen und kalten Sommer. Nix bewegt sich, ich langweile mich. Das einzig geile am Herbst ist der Wind.
Heute kommt er mit voller Macht am Brombachsee an. Die Locals haben recht: ja, an guten Wochenenden ist der See ganz schön voll. Aber erstens im Vergleich zu den meisten anderen guten Spots immernoch erträglich. Zweitens störts mich überhaupt nicht wenns noch voller wird so wie manche Platzhirsche ihre Lichtung verteidigen. (mehr …)
Oben ohne im Ramadan
Sharm el Sheikh liegt im Bermudadreieck zwischen Las Vegas, dem gelobten Land und Geisterstadt. Welche Ecke die nächste ist entscheide jeder individuell. Vor 2000 Jahren führte Moses sein Volk auf der Suche nach dem gelobten Land durch den Sinai. Heute jagen jeden Morgen um zwei Völkerscharen auf den Mosesberg. Zu finden gibt es nichts außer der eigenen Klaustrophobie mitten in der Wüste.
Wir wollten selber hin, alleine. Doch Mubarak verkauft sein Land als Märchen aus Tausend und einer Nacht. Räuber heißen heute Islamisten und warten direkt hinter dem letzten Checkpoint auf ungläubige Individualtouristen. Folge: Es gibt kaum Mietwagen, den Dornbusch vor dem Katharinenkloster werde ich nicht anzünden, und niemand wirft den ersten Stein. (mehr …)
Kitesurf-Schule Sharm el Sheikh
Erst am dritten Tag komme ich endlich zum Kiten in Sharm el Sheikh. In der Naama Bay weht praktisch nie Wind, und wenn einer geht stehen immer noch Schirme und Schlümpfe dicht an dicht, gefolgt von etlichen Booten. Zum Kiten fährt man in Sharm el Sheikh 20km gen Norde nach Nabq. Das kostet mit dem blauen Minibus ca. 1,30 € und dauert 20 bis 30 Minuten.
Sucht man im Internet nach Kitesurf Sharm el Sheikh spuckt Google nur eine Seite aus: Colona Watersports, gerade übernommen von Kitejunkies. Sie liegen am Strand vor dem Regency Plaza in Nabq. Am Tag eins komme ich an und stelle fest: Flaute. Zum ersten mal seit einer Woche. Wieder nach Naama. (mehr …)
Schlümpfe im Urlaub
Sinai. 41 Grad. Perfekter Halt. Drei-Wetter Taft. Genau so wäre der Spruch, hätte eine heimtückische Friseuse der Lady aus der 80er-Jahre-Werbung nicht irgendwann in den 90ern still und heimlich eine Überdosis Gard gesetzt. Hitze und starker Wind empfangen uns auf der Treppe aus dem Flugzeug in Sharm el Sheikh. Ich strahle mitten in der Nacht.
An unserem Hotel in der Nama Bay angekommen ist diese Freude leider schon wieder verflogen. Nur 10 km südlich herrscht absolute Flaute. Wir wollen noch schnell ins Meer hüpfen, aber die Hotelstrände sind abgriegelt, und die Wächter des öffentlichen haben massiv was gegen Nachtbaden einzuwenden. Drei Uhr. Ab ins Bett. (mehr …)
Kitesurfen an Korsikas Ostküste
Jeder sagt Kitesurfen an Korsikas Ostküste geht nicht. Nie Wind und wenn dann zu wenig und wenn genug, dann voll ablandig. Stimmt alles nicht. Ich war jetzt 10 Tage im Juli hier. An vier Tagen war ich mehrere Stunden draußen. Ich hatte einen 12er und einen 19er Kite dabei. Gebraucht habe ich nur letzteren. Aber es geht.
Mein Kitesurf-Spot liegt ca. 15km nördlich von Aleria. Breiter Sandstrand, keine Bäume, aber auch keinerlei Buchten. Keine Steine, und massig Platz. Die Windvorhersagen von Windfinder.com stimmen praktisch nie. Es gibt keine festen Zeiten, der Wind kann zu jeder Tageszeit und aus jeder Richtung kommen. (mehr …)
Corsicana
Mir fällt auf, dass ich auf meiner großen Reise eigentlich keinen einzigen Tag – oder wenigstens einen halben – nur am Strand gelegen bin. Es musste immer eine Höhle erforscht, ein Berg bestiegen oder eine Lagune erkundet werden. Selbstverständlich nur solange der Wind nicht zum Kiten reichte. Hier ist das anders und gut.
Manchmal gibts Wind, aber die Vorhersagen stimmen praktisch nie. Auf jeden Fall gibt’s auch auf der Ostseite Corsicas mehr Wind als erwartet, meist Side-Onshore. An vier von sieben Tagen war ich kurz draußen mit dem 19er Assault. Etwas Spaß am Wasser in der untergehenden Sonne. Danach noch Volleyball, und schon beginnt der Abend mit Grillen, Wein und Strandfeuer. (mehr …)
Neusiedler Kite-Kriege
Wir fahren an den Neusiedler See. Um überhaupt an der Schule nachfragen zu können, ob Sabine einen Aufbau-Kitekurs machen kann müsste man eigentlich 4 Euro Strandbenutzungsgebühr zahlen. Es gibt keinen Kurs. Weiter an den Nord-Nord-Strand. Toll: dieses Jahr kostets nur noch 5,50 €. Mist: die Drehtür hat jetzt sogar einen Wächter.
Der Strand ist proppevoll mit lauter superfeschen Hosen-über-Neoprenträgern. Wir bauen auf. Als der einzig gute Bursche am Strand Sabines Kite startet pass ich nicht auf. Er drehte ihn Richtung Powerzone. Sabine wird 20m durch Gras gerissen. Wäre ihre Harness nicht gerissen, als wir uns auf sie stürzten, hätte sie zwei Meter weiter der Zaun geschnitzelt. (mehr …)
Riders on the storm
Ich geh mit einigen Leuten vom Kurs los auf eine wilde Nacht. Viele Bars werden’s nicht. Wir bleiben bis drei Uhr in der gleichen wunderschönen Marmalade Bar hängen. In Barcelona lernt man ohne weiteres pro Stunde 10 Leute aus 20 Nationen kennen. Alles ist bunt gemischt, es gibt Geschichten aus der ganzen Welt.
Am nächsten Morgen wackelt die Welt. Klar, war ja ne heftige Nacht denke ich. Aber das ist es nicht. Das Haus wackelt wirklich. Der angekündigte Sturm ist mit Spitzen weit über 100km/h in Barcelona eingefallen. Morgennachrichten: vier Menschen starben, drei wurden ins Meer gerissen, hunderte Notfälle, Chaos. Ich geh auf die Straße. Der Sturm spielt Roller-Domino. Die längste Reihe, die ich gesehen hab bestand aus sieben umgefallenen Rollern. (mehr …)
Barcelona unkitebar
Windfinder hatte recht. Heute kommt der Wind. Kaum ist der Kurs aus, packe ich mein Brett und Kite und stürze mich in die nächste Ubahn zum Strand. Die Barcelonesen schauen mich alle etwas dümmlich an. Was ist los? Wir haben 17 Grad, das ist warm, ihr dürft eure Polarmäntel ausziehen!
Am Strand komme ich keine Sekunde ins zweifeln. Der Wind ist voll ablandig, durch ganz Barcelona massig verwirbelt und wechselt im 5-Sekunden-Rythmus von 0 auf 50km/h. Auf der Wasseroberfläche sieht man ihn tanzen, links, rechts, vor, zurück. Dann wieder Sandstrahlung ins Gesicht und eine Böe senkrecht von oben. Kiten ist das schönste Ding von Welt. Vor allem wenn man sich danach drüber freuen kann. Ich bleibe an Land. (mehr …)















































Frank Woelky, Jahrgang ’73. Kitesurfer seit 1998. Seit 2006 bringe ich Kitesurfen und Webdesign auf mehrmonatigen Reisen abseits ausgetretener Pfade unter einen Hut.