Der größte unabhängige deutsche Kitereisen-Blog - 274 Kitepots - 709 Reiseberichte.

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Weihnachtskite auf Mindoro

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#713
2512
2019
Mi
2:03
Tag
4583
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Die Tourist Info Coron bekommt es binnen meinen vier Tagen im Secret Kite Camp nicht gebacken das Fährticket zurück nach Mindoro zu buchen. Am Abend ist das letzte Schiff vor Weihnachten ausgebucht. Es reicht! Ich lüge die Küstenwache an: ich bräuchte dringed Medizin von Mindoro. Das schleudert mich nach ganz vorne auf der mehrseitigen Warteliste. Blitzblank gewienerte Lackschuhe überwachen die ordnungsgemäße Überladung der Fähre. 250 Passagier kommen auf 146 reguläre Plätze.

Nach neun Stunden stehen komme ich in San Jose an. Ich springe in einen der kurz vor Weihnachten noch mehr als sonst vollgestopften Minivans. Nach einer weiteren Stunde bin ich wieder in Bulalacao. In der Felipa Lodge jaulen wieder die Hunde. Auch acht Jahre nach meinem ersten Besuch treffen die Philippinos auf der gleichen uralten Videoke Maschine keinen einzigen Ton oder Takt. (mehr …)

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Wikingair @ Secret Kite Camp

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#712
1912
2019
Do
11:48
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Mein Urgroßvater mütterlicherseits war Däne. Er braute Bier, irgendwo im Süden. Ich weiss nicht wo. Ich weiss noch nicht mal wie er hiess. Ich spreche kein Wort Dänisch. Aber der lustige Dänische Captain Kim spricht Englisch. Er läd mich ein, vier Tage lang sein Secret Kite Camp AmazingPhilippines.dk am Ende der Welt zu bereiten. Ich nehme dankend an.

Die zweistündige Überfahrt ab Coron ist ein Abenteuer. Für mich. Captain Kim nennt die guten zwei Meter Seegang auf seinem acht Meter langen Speedboat ab der zweiten Halbzeit „gemütlich“. Die harten Schläge nach hohen Wellen lassen mich den Laptop lieber stehend im wasserdichten Sack schultern. Out of my warm life hands. Recht gut geduscht landen wir nach zwei Stunden im karibisch-türkisen Flachwasserkanal zwischen den Inseln Nangalao und Secret Island. (mehr …)

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King Of Cuyo

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#711
1312
2019
Fr
15:37
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Der zweite Taifun kostet uns eine ganze Woche. Sonntag Abend läuft die Milagrosa endlich aus Iloilo aus. Jeder freut sich masslos. Zusammen mit einem Cuyo-Polizisten vom letzten Besuch leeren wir auf Deck einige Red Horse. Er bestätigt alle meine Vorurteile gegenüber Cuyo. Pro 24 Stunden Schicht haben bis zu sechs Polizisten bis zu sechs Vorkommnisse. Bis. Zu.

Die Roten Rösser sind der Treibstoff für meine Meisterprüfung in Seefestigkeit. Im Laufe der Nacht frischt der Wind auf bis zu 35 Knoten auf. Mit ihm kommt der heftigste Seegang meiner fünf Überquerungen der berüchtigten Sulu See. Die stabile Seitenlage wird reichlich instabil. Schlafen geht einzig – und wenig – auf dem Rücken. Abwärts summe ich Tom Petty, aufwärts Joe Cocker. Brecher von bis zu fünf Meter Höhe fliegen über den Bug und erschüttern den Rumpf der 40 m langen Milagrosa J5. (mehr …)

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PKA Kite Championship Bulalacao

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#708
0212
2019
Mo
7:13
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Bulalacao ist das Philippinische Wort für Meteor. Der Name ist Programm. In der Bucht des kleinen Dorfes im Süden Mindoros ballert der Wind wirklich kometenhaft über das Wasser. Die PKA veranstaltet hier drei Tage lang die Philippinische Kitesurf-Meisterschaft in Race, Hangtime, Freestyle und Foil. Mehr als 50 internationale Fahrer messen sich unter wirklich harten Bedingungen.

Unsere kleine Gruppe mit lokalem Kiter Buddy Cocoy und Expat Jens kommt spät nachts in einem Truck voll Spaß beladen von der Fähre. Die Insel schläft. Schon früh am nächsten Morgen steht der Wind in der Felipa Lodge nahe dem Hafen sehr gut an. Bis Mittag nimmt er noch deutlich zu. Die Forecast der nächsten Tage bietet ein bockiges All You Can Eat Menü zwischen 15 und 40 Knoten. Sie soll recht behalten. (mehr …)

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Odiongan, Tablas

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#707
2711
2019
Mi
8:03
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Nur vier Stunden und eine etwas verspätete 2Go Fähre weiter ist Tablas endlich wieder das was ich an den Philippinen liebe: Stille, Friede und einfaches reines Leben. Mein lokaler Kiter Buddy Cocoy holt mich direkt vom Hafen in Odiongan ab und bringt mich zum nahen Hiland Resort direkt am kitebaren Strand. Ich stromere durch Hahnenkämpfe und Nachtmarkt, schaue ein Basketballmatch an und feiere mit den Locals die Eröffnung des ersten Jollibee der Insel.

Die kleine internationale lokale Kitercommunity von Tablas schaut am nächsten Morgen vorbei. Nach 25 Tagen Reisen mit gerade einem kitebaren Tag freue ich mich unendlich über die milden 17 Knoten und 50 cm Ramps in der Bucht von Odiongan. Der Amihan kommt endlich in Gang. Bei Nordwind steht er voll onshore an. Dreht er auf Amihan-typische Richtung Nordost kommt er wegen der Berge im Hinterland bockiger an – dann weicht man besser an die Ostküste aus, z.B. ins Aglicay Beach Resort. (mehr …)

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Die Kinder von Cuyo

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#704
1511
2019
Fr
20:34
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Die erste post-Taifun Überfahrt von Puerto Princesa nach Cuyo ist überraschend mild. Der Captain der „Blessed Sea Journey“ ist ein echter Spatz: die Klimaanlage der Eisfach-Touristclass regelt er nach Anblick der in voller Wintermontur zitternden Freundin soweit herunter, dass bis zum nächsten Morgen vermutlich 17 Philippinos an Hitzschlag sterben. Milde Wellen schaukeln uns in den Schlaf.

Manche magischen Orte bringen dich bei der Abreisen zum heulen. Cuyo schafft das sogar bei der Anreise. Früh am nächsten Morgen grüßt mich die Wirtin von Nikis Pension  nach fast einem Jahr beim Namen. Alle Kinder winken. Jedes zweite will Steffis Locken befummeln und ein Beweisfoto von auf den Philippinen völlig unbekannter Lockenpracht schiessen. (mehr …)

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Stürmische Banka-Tour @ Port Barton

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#703
0911
2019
Sa
5:55
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Da uns der Taifun den weiteren Weg nach Coron versperrt fahren wir mit dem Minivan wieder dreineinhalb Stunden nach Süden. Kurz hinter Roxas steigen wir auf ein Trike um. Es bringt uns eine Stunde weit durch die Nebelschwaden-verhangenen Regenwald-Berge auf die Westseite Palawans in den kleinen Küstenort Port Barton. Irgendwann meint der Trikefahrer „Oh oh, the road is in bad condition.“. Ein Euphenismus par Excellence.

Die Straße ist am Ende eine einzige 15 cm tiefe Schlammpiste mit tiefen Furchen und großen Tümpeln. Unserer Fahrer rockt alle und bekommt einen dicken Tipp. Rein in die Unterkunft direkt am Strand und zu Fuss ein paar Minuten rüber ins „Zentrum“. Port Barton ist der erste Ort dieser Reise, der sich wirklich Philippinisch anfühlt. Bankas in der Bucht, nicht zuviel und nicht zu wenig Leute. Gute günstige Restaurants direkt unter den Palmen am gemütlichen Sandstrand bremsen uns gut runter. (mehr …)

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Taifun Slow Down @ Palawan

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#702
0711
2019
Do
13:09
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Die heftigsten drei Arbeitsmonate aus 20 Jahren Webdesign liegen 10.000 km hinter mir. Ebenso die allumfassende Pornobeschallung Marke Esoteriksauna Eching am Flughafen Kuwait. Nach 28 Stunden Anreise zerfliessen sogar die Gesprächsthemen des parmagackernden Terrortösen-Quartetts im fünfstündigen Speedvan von Puerto Princessa nach El Nido im Nichts.

Vor sieben Jahren steckten wir auf der mehr als eintägigen Reise in die andere Richtung mit dem Jeepney irgendwann in 40 cm tiefen Schlamm auf einer Dschungelpiste in den Bergen fest. Heute regieren Asphalt und darauf schlafende Hunde. Ich schaue aus dem Fenster durch den schweren Regen. Wasserbüffel grasen in Reisfeldern. Reiher geiern im Tag Team um sie herum nach aufgeschreckten Spekulatius. (mehr …)

Taifun Palawan
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Mindoro, Bislig Beach

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#698
0503
2019
Di
10:36
Tag
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Ich war super skeptisch vor meinem letzten Kitespot. So viel gute Berichte im Web findet man in der Regel nur wenn jemand massiv für Promo zahlt. Aber kitesuf-mindoro.com am Bislig Beach nahe Bulalacao ist wirklich das absolute Kiter-Paradies. Ich beschließe sofort meine ganze letzte Woche hier zu bleiben.

Die Unterkünfte in fünf Meter durchmessenden Safarizelten oder Bungalows am Strand ist ein Traum unter im Wind raschelnden Palmen. Die türkis strahlende 300 m breite Bucht am Bislig Beach weist genau Richtung Amihan und reicht gerade mal für 20 Kiter. Da das kleine Resort ohnehin auf weichen Tourismus und Nachhaltigkeit nebst Beteiligung des lokalen Magayan Stammes ausgerichtet wird es hier trotzdem nicht eng. (mehr …)

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Libagau & Nabagat

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#697
0103
2019
Fr
23:24
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15 Kiter fahren vom Camp Kitesurf Mindoro mit dem Minivan ins Dorf und nehmen eine Banka auf die eine Stunde vor Mindoro gelegene Insel Libagau. Die Gischt schwappt aus knackigem Seegang erfrischend über das Deck. Vor der Insel ziehen wir die Banka zu Fuss über einige Seeigel-Nester hinweg durch die Untiefen der heute niedrigen Ebbe richtung Strand. Seesterne leuchten RGB im kristallklaren Wasser.

Die Insel Libagau schaut aus wie das ultimative Kiter Paradies: türkises Wasser, weisser Strand, blauer Himmel, grüne Bäume. Der Wind bläst mit guten 18 bis 22 Knoten sideoff über den nicht ungefährlichen Spot. Bei Ebbe ist das Wasser in der recht kabbeligen Bucht hinter der Sandbank im Südwesten der Insel sehr niedrig. Es gibt einige Felsen und Seeigel. Auch am Strand liegen ein paar scharfe Korallenstücke. (mehr …)

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Pagudpud

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#695
2402
2019
So
8:13
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Der windigste Spots Asiens liegt ganz im Nordwesten der Philippinischen Hauptinsel Luzon. Pagudpud ist wieder eine ganz andere Welt. Das Markos Regime schickte in den 70ern zahlreiche Menschen hier zur Devisenbeschaffung nach Hawaii. Heute sind sie ein gutes Stück reicher als der Rest der Philippinen. Die Häuser sind massiv gebaut, manche richtige Schlösser und vor vielen stehen recht dicke Autos.

Ich quartiere mich in einem günstigen Homestay ein. Meere aus grünen Reisfeldern erstrecken sich vom Dorf bis zu den hohen Bergen im Süden. Der Saud Beach ist so ziemlich der idyllischste Tropenstrand, den ich jemals sah. Zum Amihan liegt er leider voll in der Windabdeckung der Küstenlinie. (mehr …)

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PKA Kite Championship Lakawon

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#693
1702
2019
So
23:47
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Lakawon hatte ich schon zuhause auf meine Spotliste gesetzt. Ein recht luxuriöses Resort belegt eine kleine Paradiesinsel voller Palmen umgeben von türkisem Flachwasser. Mit der Banka geht es von Sicogon nach Estancia, mit dem Minivan nach Concepción und dann mit zwei weiteren großen Bankas zwei Stunden rüber ins nächste Kiter-Paradies fünf Kilometer nördlich von Negros.

Die nächsten vier Tage finden hier die Philippinischen Kitesurf-Meisterschaften in Airstyle, Hangtime und Race statt. Mehr als 50 Kiter aus aller Herren Länder kämpfen um den Thron. Das eigentlich verbotene Importbier und etliche Flaschen Rum werden professionell mit dem Traktor auf die Zimmer verteilt. Der Phillippinische Howard Hughes schmeisst eine lustige Runde „Wer hat Angst vor Duterte?“ nach der anderen. (mehr …)

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PKA @ Sicogon

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#692
1302
2019
Mi
4:58
Tag
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Vor einigen Wochen schlugen mir die guten Leute von Hangin Kite auf Boracay vor, die Philippinische Kitesurf-Meisterschaft auf Sicogon zu besuchen. Dank gerade mal acht Stunden Verspätung der Fähre von Cuyo zurück nach Antique geht der Plan auf. Mit einem Spanischen Lehrer und einer Hamburger Wettkampfteilnehmerin rase ich im Speedvan zweieinhalb Stunden von Iloilo nach Estancia.

Am nächsten Nachmittag geht es mit einer Banka voller Wettkämpfer eine dreiviertel Stunde rüber nach Sicogon. Austragungsort ist das noble Huni Resort. Der Infinity Pool fliesst direkt in den endlosen weissblauen Horizont über dem Spot. Dank Zimmern jenseits der 100 € Grenze quartieren wir uns im etwas günstigeren Balay Kogon ein. Der Pfad dorthin ist momentan noch so schmal, daß dich nur Motorräder über zwei Kilometer dorthin bringen können. (mehr …)

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Cuyohuuuuu!

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#691
0602
2019
Mi
16:51
Tag
4261
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Manchmal erscheint es, als ob Ziele umso wertvoller würden, je schwerer sie zu erreichen sind. Cuyo gehört voll in diese Kategorie. Gerade mal 100 km Luftlinie von meinem zweiten Kitespot Malalison entfernt in der Palawan See gelegen dauert die Anreise nette 27 Stunden. Banka aufs Festland, Trike, sechs Stunden Backfisch-Bus ohne Klima durch zahlreiche von der letzten Regenzeit noch nicht behobene Bergrutsche hinter San Jose nach Iloilo.

Da niemand zuverlässig sagen konnte, wann die Fähre nach Cuyo ausläuft komme ich vorsichtshalber sechs Stunden früher an. Sie läuft fast pünktlich aus und kommt dank genug Farbe auf 40 Jahre altem Stahl auch durch drei Meter Seegang nach 14 Stunden in einem Stück auf Cuyo an. Gemessen an den 29 Stunden Seekrankheit durch einen Sturm zweier Schweden für den eigentlich acht Stunden dauernden Trip von der anderen Seite aus war mein Schiff das reinste Speedboat. (mehr …)

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Malalison

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#690
3001
2019
Mi
9:27
Tag
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Nach neun Tagen hab ich genug vom überlaufenen Chinesen-Malle Boracay. Die Magie der Philippinen liegt ganz woanders. Durch im Wind wogende grüne Reisfeld-Meere und am Straßenrand trocknende Ernte geht es mit dem Bus zwei Stunden nach Süden. In Culasi nehme ich eine Banka auf die nahe der Küste Antiques gelegen kleine Fischerinsel Malalison.

Die Satellitenbilder versprachen Welle vor und Flachwasser hinter einer kleinen Sandbank direkt vor meiner Nipa Hütte am Strand. Der Rezeptionist meiner Unterkunft Casa Preta lieferte mir über Tage via Facebook gute Infos.    Bei der Ankunft entpuppt er sich dazu als der anscheinend auf den Philippinen gesetzlich vorgeschriebene warme Pol der Dorfgemeinschaft. (mehr …)

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Re:racay oder Borawhy?

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#689
2701
2019
So
2:16
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Boracay ist seit meinem letzten Besuch vor sieben Jahren kaum wiederzuerkennen. Das einzige was bleibt ist die Dichte der Bebauung und der Menschenmassen – obwohl ca. 25% aller Gebäude als illegal deklariert und abgerissen wurden. Boracay hat gerade mal drei Monate nach der Wiedereröffnung noch bei weitem nicht die Buchungszahlen von zuvor erreicht.

Als der Philippinische Präsident Duterte Boracay 2018 besuchte nannte er die Insel eine „Kloake“. Damit lag er gar nicht so falsch. 2012 kiteten wir am Bulabog nach jedem mittleren Regenguss Slalom zwischen schwimmender Kacke und Kondomen. Weite Teile der Insel rochen wie Misthaufen. Mit der halbjährigen Komplettsperrung und Generalsanierung ist zumindest das heute passé. (mehr …)

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Kitesurf-Finale Philippinen

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#466
0602
2012
Mo
9:02
Tag
1704
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In den letzten drei Monaten bin ich an zehn verschiedenen Spots der Philippinen gekitet. Hört sich erst mal nicht viel an. Aber jeder Philippino sagte „Dieses Jahr spinnt das Wetter. La nina.“. Der sonst ab Mitte November einsetzende Nordostwind Amihad kam erstmals am 30.12.. Bis dahin hatte ich abgesehen von einer kleinen Session in El Nido auf Palawan sieben Wochen Flaute.

Wer auf den Philippinen Flauten nicht übersteht, muss Reisen hassen. Die Philippinen bieten viel mehr als nur Wind: unglaublich freundliche und interessierte Menschen, grandiose Landschaften, gutes Essen, hartes Trecking, entspanntes Inselhoppen und guten Rum. Videoke lasse ich bewusst aussen vor. Auch wenn man lacht ist’s irgendwann nicht mehr lustig. (mehr …)

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Eine fast tödliche Kitesafari

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#465
0502
2012
So
12:31
Tag
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Bipin kommt morgens vorbei. Er hat ein Bangka für eine Kitesafari auf die Inseln ganz im Südosten Mindoros organisiert. Die Überfahrt dauert fast eineinhalb Stunden und ist sehr rauh. Wir erwarten starken und beständigen weil über offenes Meer ankommenden Wind an verlassenen tropischen Traumspots, an denen noch nie jemand gekitet hat. Erster Stopp ist die äusserste Insel Masin.

Auf der Westseite liegt ein Fischerdorf an einem Korallenstrand, davor Seegrasplantagen. Die Menschen sind freundlich. Sie haben noch nie Langnasen gesehen. Der Nordost-Wind wird durch die Insel abgeblockt. Wir gehen auf die andere Seite. Der Wind hackt. Shorebreak gut ein Meter auf große spitze Felsen. Es gibt Kiter, die gehen an solchen Spots raus. Wir nicht. (mehr …)

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„I mag’s gern a bissle überbauerd“

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#464
0402
2012
Sa
12:00
Tag
1702
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Das ist der Satz des Tages. Max trägt ihn dezent angeschwäbelt vor. Wir stehen am Pier. Messen den Wind. 15-25 Knoten. Die letzte Nacht war wieder lang und gut, der Hangover genauso. Gegen Mitternacht spielte ich eine Runde Schach gegen einen Philippino. Auf einmal beugt er sich über die Bank und kotzt wie ein Wasserspeier. Bis dahin dachte ich, ich hätte gut gespielt.

Mein Zustand sagt Neuner-Kite, aber selbst den lasse ich erst mal eine Stunde am Strand liegen. Max ist sofort mit dem Siebener draußen. Dann kommt er zurück mit dem Satz des Tages und baut den Zwölfer auf. Ich komme mit 20kg mehr Gewicht und dem Neuner schon in den dritten Stock, stehe gut im Saft. Ihm ist’s nie genug. (mehr …)

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Bulalacao Big Air

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#463
0302
2012
Fr
14:20
Tag
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Wir wachen recht angeschlagen auf. Ein Eimer Wasser. Wach. Zum Frühstück gibt’s totgegrillten Tunfisch mit Spiegeleiern. Die liebe Tucke kümmert sich rührend – obwohl selbst gut angeschlagen. Der Wind ist noch nicht da. Aber die Vorhersage auf Windguru lag fast immer richtig bisher. Für Bulalacao gibt sie seit einer Woche für heute und die nächsten Tage Hackwind.

Ich verliere eine Partie Schach gegen Max. Ein kleiner Regenschauer zieht durch. Danach kommt der Wind. In der Felipa Lodge II spürt man fast gar nichts. Ich gehe ein Stück nach Norden. Ein verlassenes Pier. Das Wasser in der zwei mal vier Kilometer großen Bucht von Bulalacao ist niedrig – doch gekrönt von weissen Wellen. Der Wind hackt jetzt mit brachial bockigen 10-30+ Knoten. (mehr …)

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Das Baumhaus am Magdiwan Beach

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#459
3001
2012
Mo
14:02
Tag
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Aus Schlechtem wächst immer Gutes. Erstens bissige Texte über blöde Menschen, direkt darauf dann etwas Gutes. Zuerst zweifle ich an dieser Regel. Das Bike von Soder-Schedl musste ich gestern reparieren lassen. Aber: eine Australische Filippina bekam beim Vermieter mein Klagen mit. Sie bietet mir das Baumhaus ihrer Sommerresidenz an, direkt am Strand von Magdiwan.

Ihre Angestellten sind nett bis zum Umfallen. Das Baumhaus ist ein Traum und kostet fast nix. Die Dusche ist im Freien am nach Norden ausgerichteten Strand. Da ich noch am Morgen auf der Rückreise vom Sa Agoho in heftigen Regengüsse einige Flüsse duchqueren bzw. entlangfahren musste, ist klar was als nächstes kommt, oder? Nach Regen kommt hier immer guter Wind! (mehr …)

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Breaking the waves

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#455
2601
2012
Do
19:39
Tag
1693
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In der Nacht regnet es kurz, dann wird der Wind immer stärker. Böen fegen durch’s offene Fenster. Um sieben klingelt der Wecker. Ich schaue auf’s Meer. Die Ebbe hat ihren Tiefststand erreicht. Zusammen mit der Mondphase ist der Wasserstand in der Bucht jetzt viel zu niedrig. Erst um zehn Uhr ist er akzeptabel. Ich baue den Neuner auf und gehe raus.

Sogar in der Bucht sind die Wellen jetzt bis zu 1,5 m hoch. Der Wind ist brachial bockig und sehr stark. Gegen Mittag messe ich am Stand Low 15 Knoten, Mitte 20, Böen 30. Traummaße für jeden Kiter – aber es gibt keinerlei Sicherheit mehr. Nach nur 50 Minuten am Wasser mit gigantischen Sprüngen und heftigem Wellen-Rodeo krieche ich fix und alle an Land. (mehr …)

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Kaiserkiten zum Zweiten

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#454
2501
2012
Mi
23:34
Tag
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Der besoffene Portugiesische Vorarbeiter von 5000 Mann auf einer Baustelle in Hongkong bringt uns am letzten Abend in Charlhs Bar Freidrinks ein. Anscheinend will der Keeper ihn nicht mehr – wie zwei Abende zuvor – das Mikrofon des Sängers klauen lassen. Wir erfahren nicht mehr, ob sein Plan aufgeht. Drei Wochen auf Boracay waren einfach genug. Wir landen halbwegs zeitig im Bett.

Früh am Morgen brechen wir nach Tablas auf. Sogar zum Verlassen Boracays wird eine satte Ökosteuer erhoben. Kacke im Meer verrotten lassen ist einfach oberöko. Wir fahren ein letztes Mal vorbei am Bulabog. Von draussen schaut er noch voller aus. Ich bin unendlich froh, endlich wegzukommen. Sitze in zwei Meter Dünung am Sonnendeck auf meinem Kitebag und halte Ausschau. (mehr …)

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…und das Beste zum Schluss

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#453
2401
2012
Di
12:49
Tag
1691
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Der beste Wind auf Boracay war oft unter Wolken – oder gleich im strömenden Regen. Wir sind wasserfest. Aber in der Sonne kiten ist trotzdem geiler. An unserem letzten Tag auf Boracay scheint sie wieder – und der Wind bläst konstant mit knackigen 18 bis 25 Knoten. Als ich mich um elf auf den Weg zum Bulabog mache, ist Max schon einige Zeit mit seinem Siebener draußen.

Vier Tage in Folge Vollgaskiten war viel. 20 Blasen an den Händen. Steifer Nacken von den vielen Wellen bei hoher Geschwindigkeit. Die Arme sind lang von den vielen Sprüngen und im rechten Handgelenk eine Sehnenscheidenentzündung. Ich setze mich hin, Frühstücke und genieße das Schauspiel auf dem Wasser. Einige Kiter legen heute derbste Sprünge hin, Kiteloop Doublebackflip mit Grab in 10m Höhe. (mehr …)

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Heizwasser!

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#452
2301
2012
Mo
13:49
Tag
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Dank der Mondphase ist die Ebbe heute richtig niedrig am Bulabog. Zehn Meter Strand sind Rekord. Zusätzlich kommen keinerlei Wellen über’s Riff. Das Wasser stinkt noch übler als sonst, aber es ist absolut flach. Heizwasser für 140 Kiter bei 14-20 Knoten. Wir kiten nonstop vom Frühstück bis zum Abendessen.

Hört sich gut an, oder? Frühstück war allerdings wegen meinem zweiten Silvester auf Boracay die Nacht zuvor erst um drei Uhr. Max macht hinter dem Riff eine ca. sechs Kilometer weite Kitereise bis nach Panay über’s offene Meer. Ich heiz mich in der Bucht bis zur Glückseeligkeit. Die Sonne geht hinter Boracay unter. Panoramakiten. Max kommt erst in der Dunkelheit wieder an Land.

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