Der weltweit größte unabhängige Kitereisen-Blog - 240 Kitespots - 784 Reiseberichte

Roadtrip26: Going home

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#793
3006
2026
Di.
21:11
Tag #
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An der Grenze zwischen Bosnien und Kroatien schmelzen wir ein letztes Mal in 36°C eineinhalb Stunden im Stau wartend dahin. Zurück im Königreich des EU-Roamings suchen wir den vorletzten Stop der Reise aus.

Ende Juni drehen fast alle Campingplätze in Kroatien und Slowenien vollkommen durch. 50 bis 100 € am Tag für Zelt, zwei Erwachsene und ein Kind – ohne Auto und Strom – sind der Standard. Ein einziger Platz akzeptiert noch unsere ACSI Card für gemäßigte 25 €. (mehr …)

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Roadtrip26: Im Una Nationalpark

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#792
2806
2026
So.
4:50
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Auf der Reise nach Norden in den Una Nationalpark durchqueren wir das Livno Karstfeld. Es ist mit 65 mal bis zu zehn Kilometer das größte periodisch überschwemmte Karstbecken der Welt. Die Landschaft erinnert stark an die zentrale Ebene der Neuseeländischen Südinsel: unendlich flach, weit und jetzt im Sommer trocken. Nur der alle viertel Stunde entegegenkommende uralter Lada Jeep sagt dir, dass du woanders bist.

Genau hier verlief die hart umkämpfte Frontlinie im Bosnienkrieg von 1991 bis 1995. Das Livno Becken ist kaum bewohnt. Auf vier im Krieg zerstörte oder einfach aufgegebene Häuser kommt ein eventuell noch bewohntes. Die Serben wurden im Krieg fast vollständig vertrieben. (mehr …)

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Roadtrip26: Zur Fussball WM in Mostar

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#791
2506
2026
Do.
22:21
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Bosnien-Herzegowina gewinnt in der Fussball-WM mit 3:1 gegen Katar. Damit erreichen sie eventuell das Achtelfinale. Die Folge? Bengalos. Feuerwerk und dicke Bölller. Freudentränen. Autokorsos mir drei Meter grossen Flaggen. Als Deutschland das Halbfinale im Sommermärchen 2006 erreichte war der Jubel deutlich bescheidener.

Wir Deutschen haben die Freude schon lange verloren. Dabei können wir noch immer so viel: Pünktlich. Zuverlässig. Innovativ. Betrachte ich Deutschland 2026, dann erscheint es mir exakt wie das negative Spiegelbild der Bosnischen Fussball-Freude. Wir mosern, jammern, streiten – und vergessen darüber vollkommen, wofür wir stehen. (mehr …)

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Roadtrip26: Geflashed von Tale

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#790
2306
2026
Di.
21:21
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Was ich am Reisen so sehr liebe? Die Überraschungen. Die guten wie die schlechten. Das unerwartete. Alles, was man nicht planen kann. Kreuzfahrer und Dauercamper sind – mit eenigen Ausnahmen – mein natürlicher Todfeind. Es lebe der Roadtrip!

Im einen Moment hast du einfach die Schnauze gestrichen voll. Und im nächsten kannst du dein Glück kaum fassen. Über den Bergen vor Tirana bildet sich eine Superzelle. Es blitzt durch einen Wolkenbruch. Aber wir biegen von der totalen Pleite in Dürres kommend einfach nach links ab. (mehr …)

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Roadtrip26: Tiefpunkt im Osumi Canyon

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#789
2206
2026
Mo.
23:04
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Der Osumi Canyon ist nicht der tiefste Canyon Europas. Einen Tag vor unserer Abreise aus Griechenland setzen wir ihn auf unsere Rückreise-Route. Im wirklich hintersten Bergland Albaniens gelegen steht schon die Anreise zum Osumi Canyon unter überhaupt keinem guten Stern.

Google Maps sagt „ab Meteora mit Maut fünfeinhalb Stunden plus Grenzkontrolle“. Dann schreibt uns die Gastwirtin an: „Anreise via Përmet geht derzeit nur mit Jeep“. Genau das wäre jedoch unsere Route gewesen. Der Umweg schlägt nochmal satte 150 km und zweieinhalb Stunden auf die ohnehin schon lange Reisezeit oben drauf. Zweieinhalb Stunden für 150 km? (mehr …)

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Roadtrip26: Meteora

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#788
1906
2026
Fr.
23:11
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Von Olympia geht es weiter über kleine Straßen im Landesinneren der Peloponnes nach Patras. Die Roro-Fähren nach Andirrio sind recht schnell be- und entladen. Wir erwischen diesemal leider die „rückwärts rauf“ Fähre. Hier dauert alles deutlich länger – bei fünf Zentimetern Abstand zum nächsten LKW.

Unser Weg ist heute sehr weit. Wir nehmen erstmals ein großes Stück Autobahn. Ab Ioannina wird die Autobahn A2 recht spektakulär. Sie besteht hier fast nur noch aus Brücken und Tunneln.  Auf  bis zu 1.050 m Höhe führt sie tief ins Pindos Gebirge. (mehr …)

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Roadtrip26: Zwei Finger bis Olympia

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#787
1806
2026
Do.
22:02
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Weiter geht es über verlassene Straßen und blaue Buchten über die zwei westlichen Finger der Peloponnes. Ein kleines Schild im Nirgendwo bietet bescheiden Kaffee an. Ein selbst Google Maps unbekannter  Feinkostladen direkt an der Landstrasse nordwestlich von Itylo überrascht uns mit seinen über 3.000 lokalen leistbaren Leckereien.

Tagesziel ist Finindouka, ein noch recht ruhiges Dorf am westlichen Finger der Peloponnes. Der Campingplatz liegt direkt am von einem kleinen Fluss durchzogenen Privatstrand mit Sonnenschirmen und Liegen. Nach gut vier Wochen Roadtrip sagen wir hier dem Meer lebewohl. (mehr …)

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Roadtrip26: Gythion Bay

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#786
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2026
So.
23:40
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Der Weg soll weiter unser Ziel sein. Daher wollen wir die Peloponnes auf kleinen Landstraßen von Norden nach Süden duchqueren. Bei Diakopto verlassen wir die Küste und fahren durch die Schlucht von Voraikos steil bergauf ins Landesinnere.

Die Felswände glühen rot in der Morgensonne. Ab der dritten Haarnadelkurve mutiert der Berg zum Gugelhupf. Die Absturzhöhe beträgt wenigstens 50 m. Absicherungen gibt es gar keine – genausowenig wie das erste Mal in Griechenland Verkehrstoten-Gedenkstätten. Vermutlich liegen sie einfach 200 m tiefer im Canyon. (mehr …)

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Roadtrip26: Freakspotting @ Cape Drepano

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#785
1106
2026
Do.
21:51
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Ein Local bat mich, nichts über Cape Drepano zu schreiben. Ich mache es trotzdem, denn keiner der gelesenen Berichte sagte auch nur ansatzweise, wie gefährlich der Spot ist. Für wenigstens 95% aller Kiter ist Cape Drepano definitiv nichts.

Wir reisen früh von Lefkada ab und kommen dank einigen mautfreien Kilometern Autobahn recht zügig nach Süden voran. Den Rest fahren wir die alte Nationalstrasse bis Andirrio. Menschenleere Geisterdörfer neben der Autobahn erzählen vom Verlust aller Einnahmen. (mehr …)

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Roaadtrip26: Absolution @ Lefkada

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#784
0906
2026
Di.
23:05
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Hinter der Griechischen Grenze geht es weiter auf kleinen Landstraßen durch die tiefe Kalamas Schlucht im steilen Pindos Gebirge. Ein invasiver Pilz verwandelt hier gerade die teilweise mehrere hundert Jahre alten Platanen in gespenstisch anmutende Baum-Zombies. Einzelne Dörfer liegen verlassen in der Mittagshitze.

Die Geschwindigkeit in Griechenland pendelt sich mit „20 drüber“ fast schon auf Europäische Maßstäbe ein ein. Die Frequenz der Verkehrstoten-Schreine bleibt extrem hoch und das Überholen 100% regelbefreit. Bis auf wenige Kilometer rund um Split und den Tunnel durch den Ambrakischen Golf bei Preveza sind wir die gut 2.600 km hierher komplett mautfrei gefahren. Das erste Pita Gyros in Preveza ist verdient. Der Schlumpf ist hellauf begeistert. (mehr …)

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Roadtrip26: Albanien gegen Trump

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#783
0706
2026
So.
22:17
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Die Einreise von Montenegro nach Albanien geht eigentlich recht schnell. Eigentlich. Man muss nur aufpassen, nach maximal fünf Sekunden nachzurücken. Sonst schiebt sich einer vor. Da sich zusätzlich auch noch massig Biker vordrängen dauert es dann doch fast eineinhalb Stunden. Auf den letzten 100 m vor der Grenze kommen auf jeden abgefertigten zwei Vordrängler. Lautes Pöbeln steigert sich fast zu einer Schlägerei. Dann öffnet die zweite Spur.

In Nordalbanien sind die Straßen ganz wunderbar Kacke. Tiefe Schlaglöcher, Staus und idiotischste Geschwindigkeitsbeschränkungen ziehen an Unmengen von Verkehrstoten-Schreinen in Größe vollwertiger Mausoleen vorbei. Zwei Italienische Hells Angels schaufeln uns den Weg durch einige Polizeikontrollen frei. Montenegrinos Fahne ist Rot. Rot ist Gebot. „60“ bedeutet „mindestens 60 km/h“. Der Fahrstil ist hier noch einen Tick herber als in Montenegro. Wir sind im Wilden Osten. (mehr …)

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Roadtrip26: Armes, reiches Montenegro!

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#782
0306
2026
Mi.
22:54
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Von meiner letzten Reise nach Montenegro weiss ich ehrlich gesagt nicht mehr viel. Die wilde Hamburg-Hilde holte mich mit dem Auto zuhause ab. Wir knüppelten im Schichtbetrieb 24h nonstop über Feldwege und Ziegenweiden runter bis nach Ulcinj. Da der Wind zwei Wochen mehr als mau blieb wurden die Nächte ein einziger Sturm.

Heute ist gut zehn Jahre später. An der südlichen Grenze Kroatiens warten wir zweieinhalb Stunden auf die Einreise. Die 190 km bis Ulcinj sind eine einzige Baustelle. Den Meerbusen bei Kotar kürzen wir mit einer kurzen Autofähre ab. Das bis dato unbekannte Gefährt wird für den kleinen Schlumpf zum Piratenschiff. Direkt darauf treffen wir auf echte Piraten. Sie stehen hinter dem Tresen vom Burger King und fordern deutlich mehr Gold denn in deutschen Gefilden. (mehr …)

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Roadtrip26: Kroatien

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#781
3105
2026
So.
21:20
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Von Grado aus geht es über Triest und Slowenien auf kleinen Landstraßen bis nach Nin ins Herz Kroatiens. Die Kleine geniesst die Reise in vollen Zügen. Nin wird häufig als der windigste Kitespot Kroatiens bezeichnet. Zu unserem Besuch ist er das leider überhaupt nicht der Fall.

Lange Flaute ist egal, denn unser schöner kleiner Campingplatz in Zlaton hat einen Pool. Der Schlumpf ist überglücklich, die Nachbarn gut und das Bier kalt. Wenige Meter runter zum Meer versinkt die Sonne im Feuerwerk zum Sundowner. (mehr …)

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Roadtrip26: Österreich, Slowenien & Italien

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#780
2405
2026
So.
22:30
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Unsere Elternzeit-Reise startet auf kleinen Straßen durch Bayerns Süden nach Salzburg. In Obertauern fordert der kleine Schlumpf mit den letzten Resten des Winters eine Schneeballschlacht. Über den steilen Karawankenpass geht es mautfrei bis zum ersten Stop nahe Villach auf einen kleinen Bauernhof. Die Berliner Wirtin hat ihre Heimat und Berufung gefunden. Ein kleiner Mensche freut sich über Trampolin, Baumhaus, Ziegen, Pferde und ein Bomben Frühstück.

Früh am nächsten Morgen geht es weiter über den Wurzenpass nach Slowenien. Im ersten Weltkrieg starben genau hier mehr Menschen an Hunger und Kälte als an den erbitterten Kämpfen. Heute haben wir schon lange Frieden. Heute schätzt man den Frieden wohl nicht mehr sonderlich hoch ein. Bergauf kämpfen sich ganze Schwadrone von Rennradfahrern in 25°C reichlich Schweiss blutend zur Passhöhe. Bergab hält einer bei 80 km/h lange Zeit durch enge Kurven Kontakt zu unserer hinteren Stoßstange. Anders als seine Vorfahren erreicht er Slowenien jedoch lebendig. (mehr …)

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Quo Vadis, Germania?

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#768
1709
2025
Mi.
9:12
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Nie war das Abreisen schwerer. Unser fast vierjähriger kleiner Mensch hat Ecken und Kanten entwickelt, zeigt nun Stärken und Schwächen. Mit allen könnte sie nicht besser sein. So sehr sie mich auch im letzten Jahr immer wieder an meine Limits brachte: ich werde sie während meines Monats im Sinai unendlich vermissen.

Ich reise ab aus einem zerfallenden Land. Nie war die wirtschaftliche Lage angespannter. Nie gab es weniger Zusammenhalt. Als „Deutscher“ hab ich mich nie identifiziert. Doch schon am Bahnhof vermisse ich die zuhause vergessene Heimat: meinen Donautaler, das beste Brot der Welt, mit Butter, Schnittlauch und Fleur du sel. (mehr …)

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Schafft die festen Schulferien ab!

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#767
2708
2025
Mi.
11:54
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Was kommt eigentlich nach einem Leben voller Reisen? Kleine Reisen? Heimreisen? Gar nicht reisen? Eine Eiszeit? Oder einfach weiter reisen? Auf einer kleinen Reise zu einem guten alten Kiter-Freund hinter der Schwäbischen Alb bemerke ich, dass ich das gesamte Jahr gerade mal 1:40h Kitesurfen war. Das ist der niedrigste Wert seit einem Viertel Jahrhundert – und deutlich zu wenig für ein gutes Leben sowie eine gesunde Körperspannung.

Doch mein Vater ermahnt zur Übernahme von Verantwortung. Also machen wir vier Tage Familien-Kurzurlaub mit Zelt in Baden-Württemberg statt einer Solo-Flugreise mit den Kites. Die kleine jubiliert mit den drei Kindern unserer Freunde. Wir eruieren in kurzen und trotzdem viel zu langen Nächten gemeinsam mit den Freunden, was an familientauglichen Kiterzielen zur Ferienzeit noch leistbar übrigbleibt. (mehr …)

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Guns’n’Roses @ Rock for people 2025

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#765
1806
2025
Mi.
10:40
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Mit Axl Rose hatte ich 33 Jahre lang noch ein Hühnchen zu rupfen. Kurz vor dem Abitur zogen wir im Hochsommer 1992 auf die „Use Your Illusion“ Tour unserer Jugendhelden nach Würzburg. Das Ticket dazu hatte ich schon lange vor dem Gips am Bein.

Wir überlebten Faith No More ganz weit vorne. Dann wären Guns’n’Roses dran gewesen. Wären. Doch Axl Rosette war damals eine echte Diva. So auch in Würzburg. Er liess uns mehr als zwei Stunden bei über 30° in strahlender Sonne warten. Die Mädels kippten in Massen und schon lang vor seinem Erscheinen um. Sanitäter pfiffen „Civil War“ im Akkord. Ordner kühlten uns mit Wasserschläuchen. (mehr …)

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Im Warpo Sardo nach Cagliari

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#763
1305
2025
Di.
22:36
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Sardische Tempolimits kannst du nicht begreifen. Du kannst sie nur ignorieren. Auf der langen Fahrt zurück in den Süden zum letzten Stop unserer gut zweiwöchigen Reise über 1.850 km wird das mal wieder fast schmerzhaft deutlich.

Sardische Tempolimits sind Dadaismus in seiner reinsten Form: komplett sinnbefreit. Eine höhere Macht hat sie der Legislative aus großer Höhe direkt ins Hirn geschissen. Dazwischen lag ein Gewitterzelle. Die Kacke gefror darin. Durch ihre nunmehr härtere Konsistenz wurden im Hirn der sardischen Legislative beim Einschlag leider irreparable Schäden im Gefahrenzentrum verursacht. (mehr …)

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Die Burgherren von Galtelli & gute alte Freunden in La Caletta

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#762
1105
2025
So.
22:25
Tag #
6547
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Die Erlösung vom Verlust aller 18 Jahre Reisegeschichten kommt erst am nächsten Morgen. Nach einer Nacht fast ohne Schlaf bin ich unendlich groggy. Aber auch voll der Hoffnung, als mein guter Hoster Vautron schreibt, dass sie aus mehreren inkrementiellen Datenbank-Backups meine 750 Reiseberichte wiederherstellen und auch dort vorhandene Datenbankfehler beheben konnten.

Ohne Überprüfung brechen wir ans nächste Ziel der Reise auf. Galtelli liegt im bergigen Hinterland nahe der berühmten Cala Gonone im Osten. Das altehrwürdige Dorf schläft tief und fest. Der Checkin läuft wie so viele andere zuvor komplett online. Unsere Unterkunft für die nächsten Tage ist  eine echte Burg, das Castello Malicas. Direkt vor der Burg liegt ein uraltes Felsengrab, drumherum der große grüne Gemeindepark und dahinter der 806 m hohe felsige Monte Tuttavista. (mehr …)

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Ich bin dann mal weg…

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#761
0805
2025
Do.
23:17
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6544
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Spoiler: dieser Reisebericht hat rein gar nichts mit Hape Kerkeling, dem Jakobsweg oder Selbstfindung zu tun. Aber verdammt viel mit Selbstdefinition.

Die bunten mittelalterlichen Häuser von Bosa bezaubern ganz ohne behördliche Verbote von Klosteinfarben. Vermutlich haben sogar blinde Italiener bei der Farbwahl ihrer Häuser einen verlässlicheren guten Geschmack denn Deutsche   bei Schuhen im allgmeinen.

Das am Weg liegende Castelsardo hat sich seit meinem letzten Besuch vor ein paar Jahren ganz schön verhipstert. Die  Öl-auf-Holz-Werke im „Kunstmuseum“ der Burg kommentiert die Kleine bezaubernd  kurz und treffend mit „bäh“. (mehr …)

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Sardiniens wilder Westen

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#760
0605
2025
Di.
23:08
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6542
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Die Reise führt uns weiter über Sardiniens wilden Westen nach Norden. In der Region Iglesias verwandelten über 2.000 Jahre Bergbau-Geschichte die Landschaft in einen Schweizer Käse. Ähnlich dem Ruhrgebiet fängt man gerade erst an, Geschichte in neue Arbeitsplätze zu konvertieren.

Unter rostbraunen Gebirgshängen besichtigen wir die Mine von Nebida. Danach geht es weiter nach Porto Flavia, ein beeindruckendes Stück Bergbaus unter belgischer Führung aus der Spätphase um 1920. Unser Schlumpf trollt sich mit uns begeistert durch tiefe dunkle Stollen. Die Galeria Henri in Buggeru ist leider geschlossen. (mehr …)

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Sant’Antioco, Chia & Punta Trettu

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#759
0305
2025
Sa.
21:00
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6539
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Unser beider letzter Besuch auf Sardinien ist viel zu viele Jahre her. Den Norden kennen wir gut. Diesesmal konzentrieren wir uns auf den Süden. Vom Flughafen Cagliari geht’s mit dem Mietwagen gut eine Stunde über 80 km auf die südwestlich vorgelagerte kleine Insel Sant’Antioco. Unsere Unterkunft liegt direkt am höchsten Punkt der schönen Altstadt neben der Basilika. In den umliegenden Lagunen speisen die Flamingos zum Sonnenuntergang.

Auch nach Ostern ist Sardinien alles andere als schon erwacht. Alles ist leer, stressfrei und gemütlich. 25 bis 30° sind deutlich angenehmer als die permanenten 13° an Regen wie bei meinem letzten Besuch zur gleichen Jahrezeit. Du darfst noch an fast jedem spätestens ab Juni gesperrten Strand kiten und wild campen ist noch ein Massensport. (mehr …)

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1.400 km Roadtrip durch Kreta

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#755
1904
2024
Fr.
13:36
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6160
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Wir reisen zwei Wochen mit der Kleinen durch ganz Kreta. Dem Sturm an der Westküste ausweichend landen wir zuerst in Platanias. Fast alles ist vor dem griechisch-orthodoxen Ostern noch geschlossen.

Das Meer kocht mit 13°C Wasser an 17°C Luft in grossen Wellen. Unser kleines Apartment liegt direkt dahinter. Doch der Wind luscht etwas zu sehr dafür,    um mich ohne Neo in eine frostige zweite Kite-Session zu schleudern. (mehr …)

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Micro Magic Glückseeligkite @ Elafonisi

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#754
0804
2024
Mo.
18:44
Tag #
6149
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Elafonisi beschreibt schon unser 20 Jahre alter Reiseführer als das „verlorene Paradies“. Auf unsere Liste bringt es Elafonisi nur, weil es ein paar wenige Hinweise darauf gibt, dass man in der türkisblauen Paradies-Lagune wohl ab und an auch kiten könnte. Generell sind die Infos zum Kitesurfen auf Kreta im Internet mehr als spärlich. Aber es gibt Spots, an denen man kiten darf. Finden kann man die nur mit Locals-Hilfe.

Die Forecast für Elafonisi ist einen Tag ganz gut. Von Guaves bis an die Südwest-Ecke von Kreta ist man nette dreieinhalb Stunden unterwegs. Die oft einspurige Straße führt zunächst über einen kurvigen Pass bis hoch über einen spektakulären Canyon. Dutzende Stände verkaufen Bio Honig, Oliven und Raki. Danach führt die Sraße fast genauso steil nach unten durch ein idyllisches Tal ans Meer. (mehr …)

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Walross-wälzen im wilden Ost-Kreta

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#753
0604
2024
Sa.
20:33
Tag #
6147
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Kreta ist meine achte und mit Abstand größte aller besuchten griechischen Inseln. Die Familie reist mit einem Stopover im Wiener Schmäh an. Eine schier endlose Konkurrenz an Vermietern knüppelt die Mietwagenpreise selbst zu Ostern unter den Preis von Rollern in Entwicklungsländern.

Unser gebuchtes einfaches Hotel leidet unter Bauverzögerung. Wir werden umgebucht auf das 5 Sterne All Inclusive Guaves Waterpark Resort. Die kleine geniesst gigantische Kinderpools und Papa unlimitiertes Pita Gyros an einigen Cocktails. (mehr …)

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