Der weltweit größte unabhängige Kitereisen-Blog - 240 Kitespots - 784 Reiseberichte

Whanganui River

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#515
2712
2012
Do.
23:29
Tag #
2029
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Der Whanganui River ist der abgelegenste aller Neuseeländischen Nationalparks. Er hat noch nicht mal einen Namen, die Schildern sagen einfach nur „National Park“. Mitten drin liegt die DOC Campsite Whakohoro hinter 42km Schotterpiste bis zum nächsten Dorf. Dazwischen gibt es nur Schafe, Regenwald und „No mobile coverage“ Warnschilder.

Wir sind am Ende des schönsten Endes der Welt. Die Wiese ist reichlich garniert mit Schaf-, Pferde-, Gänse- und Hasenmist – und bietet damit deutlich mehr Vielfalt als Hobbiton. Barfuss reintreten ist unvermeidbar, aber auch nicht schlimm. Die Wettervorhersage stimmt heute endlich mal. Es regnet den ganzen Tag heftig, gefolgt von Sonnenschein im halbstunden-Takt. (mehr …)

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Frohe Weihnachtskite!

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#514
2512
2012
Di.
21:26
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2027
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12 Tage Flaute und einige deswegen nicht gekitete Traumspots können verdammt hart sein. Doch heute ist Weihnachten, und mein Wunsch geht in Erfüllung: Der Schwanz eines Zyklons schiebt ordentlich Wind an den Lake Taupo. Es bläst mit schön bockigen 15-30 Knoten aus Nordost. Der einzige kitebare Strand im weiten Umkreis liegt 5km südlich Taupo am Ostufer.

Der Strand ist voller Menschen. Wegen der Buchtform ist er aber die einzige auch für mich sichere Startzone. Hinter einer 200m langen Landzunge kommen nur noch 20km offener See mit unlandbaren und unbewohnten Küsten in Ost und West. Der 13er ist viel zu groß, der 9er teilweise etwas zu klein. Erst beim zweiten Start erwische ich eine gute Böe, die mich vom Strand wegbringt. (mehr …)

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Weihnachten in Taupo

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#513
2412
2012
Mo.
10:52
Tag #
2026
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Mitten in der Hochsaison ist Neuseeland 2012 ziemlich leer. Hostels muss man praktisch nie vorbuchen, sie sind selten gut belegt. Dafür gönnen sie sich massig globetrottende Tagelöhner. Die Arbeit, die einst einen Reisesklaven zum rotieren brachte, teilen sich jetzt ganz gemütlich vier junge Reisende. Manche Hostels beherbergen mehr Helfer als zahlende Gäste. Auch die Städte sind wie ausgestorben, Restaurants und Kneipen verlassen.

Es gibt anscheinend nur noch zwei Arten von Reisenden. Der eine Typ gönnt sich nach der Schule erst mal einen unbefristeten Ausstieg vor dem Arbeitsbeginn, Dauer ab ein Jahr. Der andere Typ kommt spät Heilig Abend im Hostel an, ordnet dann 3h die einer Marsexpedition würdige Ausrüstung am Zimmer und besteigt nach 4h Schlaf am nächsten Morgen den Tongariro. (mehr …)

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Rockin Rotorua

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#512
2312
2012
So.
10:01
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2025
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Rotorua ist das vulkanische Zentrum Neuseelands. Es liegt mitten in der Spalte, die sich von White Island im Norden bis hin zu Mount Taranaki im Osten der Nordinsel erstreckt. Wir spazieren durch eine Maori-Siedlung direkt am See. Heizung oder Herd braucht hier keiner. In den Vorgärten dampfen kleine Geysire.

Geysire, Schlammpools und heisse Schwefelquellen locken seit über 150 Jahren Reisende aus der ganzen Welt an. Auch heute schleudern Dampf und allgegenwärtiger Schwefelgeruch Rotorua neben Auckland und Queenstown direkt auf den dritten Platz der beliebtesten Reiseziele. Greepeace verleiht Ehrenmedaillien für’s Furzen, denn das verbessert den Geruch lokal begrenzt mehr oder weniger stark spürbar. (mehr …)

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75$ Schafkacke

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#511
2012
2012
Do.
22:44
Tag #
2022
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Mea Culpa. Ich bin immernoch Deutsch, und wir alle im Jahre sieben nach „Geiz ist geil“ dank Saturn endgültig die neuen Schotten Europas. Lederhosen und Laptop war mal, nach dem morgigen Weltuntergang gibt’s nur noch karierte Röcke und stromsparende Ipads. Ich darf also ein letztes Mal über den Wahnwitz neuseeländischer Preisgestaltung witzeln.

500$ für 4h Fähre? Fein! 13$ für ein Müsli? Mustergültig! 15$ für einen schriftlich neben der Straße feilgebotenen „bag horsepoo“? Düngt laut Uli gut, super! 45$ für alte Bücher ohne historischen Wert? Astrein! 50$ für Geisir-geiern? Geil! Doch was wir heute sehen, schiesst dem Fass endgültig den Boden gen Nirvana zwischen Größenwahnsinn und bedingungsloser Folgsamkeit aus. (mehr …)

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Regen und Reggae in Raglan

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#510
1912
2012
Mi.
23:25
Tag #
2021
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Raglan ist die Surfer-Hauptstadt Neuseelands. Gerade mal zwei Stunden südlich von Auckland gelegen ist es doch eine ganz andere Welt. Unsere Unterkunft ist ein alter Eisenbahnwagen im Öko-Backpacker Camp von www.solscape.co.nz. An den Hängen des erloschenen Vulkans Mount Karioi gelegen überblickt es den Surf-Beach.

Irgendwann in den sechziger Jahren wurde hier der legendäre Surfer-Film „Endless Summer“ gedreht. Kennt allerdings keiner hier, und auch der lokale Ableger von United Video hat ihn nicht im Angebot. Erster Abend, Reggae-Party im einzigen Pub des Dorfes. Jeder hat blond gebleichte Locken, blaue Augen, Flip-Flops und Boardshorts. Selbst Schlümpfe gibt’s in mehr Varianten. (mehr …)

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Verloren im Reich der Kauri-Riesen

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#509
1512
2012
Sa.
11:02
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2017
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Tane Mahuta stemmte Himmel und Erde auseinander und schuf somit Platz für alles Leben. Die Maoris verehren den vermutlich 2000 Jahre alten größten aller Kauri-Bäume, vor denen wir jetzt staunend im Waipoua Forest stehen, als den Erschaffer alles Lebens. Die Legenden der Maori sind Elementar-Epik: einleuchtend bis selbstverständlich, klar und phantasievoll. Unsere Märchen sind dagegen der reinste Groschenromane.

Ich liebe diese einfache Direktheit. Sie zeigt sich auch in vielen anderen Sachen in Neuseeland: Wir: Franz-Josef-Strauß-Flughafen. Kiwi: Auckland International Airport. Wir: Hildegard-von-Bingen-Allee. Kiwi: Ocean View Road. Wir: Sind Sie versichert? Kiwi: No worries, I help ya. (mehr …)

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Autowäsche, Northland & Surferparty

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#508
1312
2012
Do.
21:28
Tag #
2015
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Ich bin oft offroad gefahren. Gerade in Neuseeland mit seinen ca. 40 % Schotterpisten-Anteil ist es oft unumgänglich. Auch auf Sand ist man laut Mietwagenvertrag nicht versichert. Kitelehrer Leslie meinte am Vortag noch, die Gezeiten würden ein Befahren des 90 Mile Beach zwischen 8 und 18 Uhr erlauben. Wir packen unser Camp ein und fahren um 10 Uhr los.

Die Flut steht recht hoch, der Strand ist nur noch 20 m breit. Dass diese 20 m auch schon komplett mit Wasser vollgesaugt sind, merke ich leider erst, als wir feststecken. Wir steigen aus und erkennen gleich an den 20 cm tief im sehr matschigen Sand eingesunkenen Reifen, dass da erst mal nicht an Weiterkommen zu denken ist. Heute gelernt: Trau niemals einem Kitelehrer mit den Gezeiten! (mehr …)

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Reisekite @ 90 Mile Beach

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#507
1212
2012
Mi.
22:55
Tag #
2014
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Einer meiner großen Pläner für diese Reise war, den 90 Mile Beach im Norden Neuseelands zu kiten. Aber die Windvorhersage war seit Tagen und für unsere gesamte Reisezeit im Northland mehr als mau. In Kaitaia, dem letzten größeren Ort vor der Wildnis im Norden tanken wir Futter und Benzin. Dann geht es in Ahipara mit dem Auto auf den Strand.

Der 90 Mile Beaach ist in allen neuseeländischen Straßenkarten als offizieller Highway gekennzeichnet. Das letzte mal schafften wir 153km/h ohne Probleme. Dieses Mal kommt es nicht so weit. Nach zwei kleinen Flussdurchquerungen erspähe ich einen Kite am Beach. Sofort raus, Kitelehrer Leslie meint der Wind wäre bei Sonne hier immer stärker als angekündigt. Er hat recht. (mehr …)

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Bay of islands

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#506
1112
2012
Di.
22:25
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2013
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Auf der anderen Seite der Bay of Islands gegenüber Paihia liegt Russel. Einst war der Walfänger-Ort verschrien als das Höllenloch des Pazifik: Huren, Alkohol, Glücksspiel und Mord. Heute ist es genau das Gegenteil: alte viktorianische Holzvillen, auf’s beste renoviert, ruhig, sicher, sauber. Ein kleine Fähre bringt uns mit Fahrrädern über die Bay of Islands.

Zurück im Hostel wartet noch etwas Arbeit, die ich vor der Abreise nicht mehr schaffte. Sehr viele Hostels hier haben jetzt Zenbu Router. Man bekommt als Gast in der Regel nur 50MB am Tag frei, was das Arbeiten an Shops mit 5GB Daten etwas erschwert. Nach zwei Tagen Arbeit und Erholung sind wir bereit für das Northland.

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Into the Wildezaun

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#505
1012
2012
Mo.
23:40
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2012
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Ein lieber Belgier schliesst sich uns für die Reise ins Northland an. Durch die Waiketere Ranges fahren wir nach Piha Beach und und Karekare. Passt leider beides nicht zu unserem Plan „Into The Wild“ campen. Überall Verbotsschilder und viele Touris. Wir beschliessen einen Seitenwechsel auf die Ostküste nördlich Auckland.

Auf dem Weg halten wir in Puhoi, berühmt für seinen Käse und die kleinste Bücherei der Welt. Den Ziegen-Käse zu 8€ für 100 Gramm sparen wir uns. Ein paar Enten watscheln über die Straße. Unmengen an Ferraris, Porsches und Hotrods bremsen, nur der eine richtig böse unter den zahlreichen Harley Davidson Bikern fährt weiter. In Neuseeland gibt’s jetzt mehr Nobelkarossen als am Genfer See. (mehr …)

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Sprachlose Schönheit…

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#504
0812
2012
Sa.
7:15
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2010
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Eigentlich suchten wir in den letzten Ausläufern des dreitägigen Sturmes nur nach einem passenden Kitespot östlich von Auckland. Aber heute ist der Sommer mit aller Macht in Neuseeland ausgebrochen. Die Sonne knallt, der Wind flaut ab. Endorphine tanzen in meinem Kopf, einzig ausgelöst von der Schönheit dieses Ortes.

Vor mir liegt die wilde Tasman See. Möwen kreisen am Himmel, ein paar Angler stehen auf Felsen in der harten Brandung. Ein kühler Bach schlängelt sich über den in der Hitze flimmernden schwarzen Lavasand-Strand von Whatipu. Die Sonne blitzt in 1000 Kristallen. Hinter mir die Waikere Ranges mit ihren farnbewachsenen Urwald-Hängen. (mehr …)

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Must Wash Hands! Everytime!

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#503
0612
2012
Do.
21:30
Tag #
2008
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Die alte asiatische Dame des Hauses hat im gesamten Anwesen Schilder aufgehängt. Am Eingang wird darauf hingewiesen, dass Kurzzeitgäste nicht mehr erwünscht sind. In der Küche hängt ein Putzbefehl mit Verweigerungskommentaren darunter. Das Highlight ist jedoch ein Schild mit der reizenden chinenglischen Aufschrift „Must wash your hands! Everytime!“.

Es hängt einfach überall: am Ofen, im Wohnzimmer, in der Dusche und am Klo. Ich füge mich und wasche meine Hände. Komisch. Hier hängt kein Schild. In eine fast schon Psycho-artige Starre gelullt drehe mich um – und schreie laut auf. Fixdreck! Da hängt’s doch wieder. Das erst Schild, vor dem ich erschrocken bin. (mehr …)

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Badbye Australia!

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#200
3003
2008
So.
0:10
Tag #
296
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Ich freu mich das erste Mal, ein Land zu verlassen. Alle Länder waren wunderschön. Sogar USA trotz Bush. Australien war von wenigen Orten abgesehen Mist. Schweineteuer, langweilig, zu groß, zu versoffen, zu touristisch und massig Regen. Plus ein verrecktes Auto, 2 Kameras, ein Laptopscharnier und DVD-Drive. Kosten für 8 Wochen: knapp 6000€.

Klar, war viel Geld einfach für Pech. Doch auch das Geld, das ich sparsam zum Reisen nutzte floss in Strömen durch meine Hände. Nur selten gab’s dafür zumindest erfüllte Minimalerwartungen. Eine aktuelle Studie gibt Sydney Platz eins vor Tokio als teuerste Stadt der Welt. Hätten sie Tourismus mit einkalkuliert wär’s wahrscheinlich die teuerste Stadt südlich vom Andromeda-Nebel. (mehr …)

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Impressionen aus Kings Cross

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#199
2803
2008
Fr.
16:18
Tag #
294
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Ich bin wieder in Kings Cross. Gegen Kakerlaken hab ich nix. Nur wenn sie am Morgen tot auf meinem Kopfkissen liegen. Deswegen ist Evas Backpackers die einzige Wahl. Ich sitze auf der Dachterrasse. Fledermäuse fliegen im Sonnenuntergang über der Skyline von Sydney. Der Abend beginnt. Das einzige Backpackerbudget-kompatible Getränk ist Wein aus dem Karton.

Davon haben wir viel, bevor es noch ein letztes mal zur Mutter aller Bars geht. Die World Bar war magisch vor zwei Monaten. Magie ist nicht planbar, vielleicht nicht mal wiederholbar. Ich weiß es, aber will’s nie glauben. Der Abend ist schräg und schwankend. Am Ende setzen sich vier Mädels auf Hen-Night an meinen Tisch. Zwei sind Teufel, zwei Engel. Die Engel sind teuflisch, die Teufel sprechen englisch. (mehr …)

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Ein schöner Tag

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#198
2603
2008
Mi.
23:44
Tag #
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In der Nacht trockne ich meinen platschnassen Kite im Zimmer. Resultat am Morgen: Kite halb trocken, Zimmer und alle Klamotten wie aus dem Regenwald. Ich checke aus und rufe Steve an. Steve ist ein passionierter National League Pokerspieler. Hat einige Runden gegen mich auf Fiji im Regen verloren. Jetzt sitzen wir in der Sonne und besprechen unsere Matchpläne beim Frühstück.

Danach geht’s in den Budawang Nationalpark. Neugierige Papageien beschnüffeln uns. Steve hat nicht zu viel versprochen: Der schönste Strand Australiens. Weisser Sand und strahlend blaues Meer. Delphine spielen in der Brandung. Ein Seeadler kreist über einem Fischschwarm. Wind kommt heute keiner mehr, es bleibt nur die Hoffnung. (mehr …)

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Ostern in Jervis Bay

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#197
2403
2008
Mo.
19:55
Tag #
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Die letzte Nacht war wieder kaum Schlaf. Wach sein war zu wichtig. Den ganzen Tag bis zur Abreise Richtung Sydney am Abend bin ich so aufgedreht übernächtigt, dass wieder nix mit Schlafen ist. Am Nachmittag fahr ich zum Southern Cross Terminal, dann mit dem Nachtbus ab nach Jervis Bay. Kein Aufpreis für’s Kiteboard, leerer Bus und gigantische Sitzabstände. Hinter mir geht die Sonne unter.

Ich schlafe fast die ganze Nacht. Der Transferbus von Nowra nach Huskisson in der Jervis Bay am Morgen ist ein echtes Erlebnis. Komplett leer. Komatöses Steel-Guitar-Country-Gedudel. 30km durch die perfekten Nachbarschaften. Schwitzende Jogger, spielende Kinder, rasenmähende Väter, sauber eingerahmte Blumenbeete. (mehr …)

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Melbourne rockt!

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#196
2203
2008
Sa.
12:32
Tag #
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Nach fünf Tagen im Outback bleibe ich nochmal in Melbourne. Melbourne rockt. Wenn’s in Australien irgendeine Stadt gibt, die ich vermissen werde, dann Melbourne. Gutes Essen, entspannte Leute, viel Grün. Der Strand in St. Kilda, angenehme Temperaturen, schöne Kneipen. Die Parks, die Museen, der Yarra River. Das Gewusel in der Innenstadt und die Ruhe in den direkt angrenzenden Wohngebieten.

Das beeindruckendste in Melbourne ist die Musikszene. Das monatliche Konzert-Blatt hat Umfang und Größe der Süddeutschen Zeitung am Samstag. Binnen zwei Wochen spielen Chemical Brothers, Jack Johnson, Nouvelle Vague, Mo Horizon, Hot Hot Heat, Juliette and the Licks, Black Crowes, Kiss, Alice Cooper. Ich hätte mir 30 Konzerte binnen fünf Tagen anschauen wollen. (mehr …)

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Kata Tjuta und Uluru

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#195
1803
2008
Di.
21:22
Tag #
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Aufbruch am zweiten Tag ist noch vor 5. Wir fahren weiter zu den Olgas, oder Kata Tjuta auf Anangu. Die Kata Tjuta sind eine Formation von über 30 vom Wind rundgeschliffenen Sandsteinmonolithen und den Anangu ein heiliges Gebiet. Die Temperatur liegt wieder um die 40 Grad. Man gewöhnt sich an alles.

Wieder: tote Bäume vor roten Felsen vor blauem Himmel. Stechende Sonne, Fliegen in Tausenden. Nicht neu und trotzdem schön. Wir wandern ca. 7km um eine paar Monolithe herum, es ist unmöglich das Wasser schnell genug zu ersetzen. Zebrafinken in einem Baum. Dann geht es mit dem Bus weiter zum Abschluss der Reise: Uluru oder Ayers Rock. (mehr …)

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Australiens Outback: Kings Canyon

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#194
1603
2008
So.
22:35
Tag #
282
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Ich habe eine dreitägige Tour ins Outback gebucht. Noch vor Morgengrauen geht es in einem mittelgroßen Bus um 5 Uhr los. Die Insassen: 18 Frauen, 6 Männer und ein guter Guide. Zum Glück ist es nicht so heiß wie gestern. Noch. Schon am ersten Tag steht eine Fahrtstrecke von 800km an. Ich bin zu groß, oder der Bus zu klein. Kein Schlaf.

Auf der Reise gibt es einige kurze Stopps. Ein Outback-Roadhouse. Dingo-Dame tätscheln. Ich bestelle einen Kamelburger und verspeise selbigen genüsslich vor seinem Bruder. Die Mitreisenden sind ganz nett, aber richtig warm werde ich nach letzter Nacht bestenfalls zwecks der kontinuierlich steigenden Hitze. Mit jeder Tanke wird der Sprit teurer, steigt auf bis zu 150% des Australien-Durchschnitts. (mehr …)

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Alice Springs

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#193
1403
2008
Fr.
15:03
Tag #
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Die letzte Nacht in Melbourne verbringe ich im Coffee House Backpackers. Ein schönes altes Haus voller erbärmlicher junger Suffkinder. Um 11 liegen alle noch im Bett. Es riecht nach Tod und Verwesung. Ich kaufe mir ein Tagesticket und ziehe noch einmal auf wenig begangenen Pfaden durch ganz Melbourne. Telstra Dome, Docklands, Shoppen, Melbourne Museum.

Die Nacht im Coffee House ist wie erwartet. Eine Sufftöle will auch nach dem zwanzigsten Anruf auf dem Handy ihres Lovers im Dorm nicht wahrhaben, dass er sie nicht will. Um drei klopft sie an die Tür. Ich stürme mit solch bösen Worten und Gesicht nach draußen, dass sie sich danach nicht mal mehr traut, durch die offene Tür zu gehen. (mehr …)

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Vom Partymeer in die Wüste

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#192
1103
2008
Di.
13:28
Tag #
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Eine einzige lange Party. Es gibt keine Tage, nur Nächte. Sie beginnen Mittags hier in St. Kilda. Es ist lustig. Wenn’s irgendwo zu laut oder böse wird gibt’s genug andere Plätze. Das Hotel Esplanade ist die Mutter aller Live-Kneipen. Am Wochenende jeden Tag 30 Konzerte. Ich war auf 5, die Massen tobten. Dazu war gestern Labour Day, sprich ein sehr langes Wochenende.

Die Zeit vergeht wie im Flug. Es gibt so viel zu tun in Melbourne. Kultur, viel Arbeit, Lange Nächte, kaum Schlaf. Gute Menschen, wenn auch nur etwas verschwommen wahrzunehmen. Oder auch unbegreiflich. Ein Abendessen, Konzert einer House-Band in einem Club mit 5€ für das kleine Becks. Wichtige Fragen und der südliche Sternenhimmel. (mehr …)

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12 Apostel & Grampians

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#191
0703
2008
Fr.
23:53
Tag #
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Es geht weiter entlang an der Küste. Ich kapsel mich ab, bin mies drauf. Meinen Laptop kann’s jederzeit endgültig zerlegen. Ein Regenwald, kleine Wanderung, Wasserfälle. Ich hinke stets hinterher oder schleiche voran, Space Night voll aufgedreht im Ohr. Gut wenn man nix hören will. Keine Vögel, keine rauschenden Blätter oder plätscherndes Wasser. Vor allem keine Menschen.

Nächster Stop: Die 12 Apostel, eine Formation von 12 großen Sandsteinfelsen direkt vor der Küste an der Great Ocean Road. Touristenmassen und Hubschrauber nervig wie Moskitos. Wir fahren schnell weiter, als hätte ein Beamter gesagt: „Bitte weitergehen. Hier gibt es nicht zu sehen.“ (mehr …)

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Zerfall auf der Great Ocean Road

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#190
0503
2008
Mi.
22:12
Tag #
271
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Der Tag startet gut. Ich habe einen Rideshare entlang der Great Ocean Road. Zwei Franzosen, eine Irin, alles gute Leute. Wir fahren in die Stadt, bekommen den Mietwagen, fahren los. Die Panik beginnt. Unser französischer Fahrer ist der schlechteste Fahrer, den ich je gesehen habe. Meine Oma fuhr mit 73 deutlich besser und sicherer. Der Start: Die Vermieter zeigen ihm, wie man startet.

Die Hightlights bis zum Abend: Mehrere äußerst knapp ausgelegte Vorfahrtsregelungen. Beinahe abbiegen in eine Einbahnstraße – nur für Trams. Ständiges ruckartiges unangekündigtes Bremsen. Dutzende Folgefahrer regen sich auf. Ein beinahe-Auffahrunfall. Vergessene Handbremse, aufsetzen auf einen Bordstein. Danach schön ruckartig rückwärts, damit es den Spoiler zerreißt. Und ewig: mit 40 über die Landstraße. (mehr …)

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Die Stille von St. Kilda

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#189
0403
2008
Di.
20:44
Tag #
270
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St. Kilda ist der Strand von Melbourne. Gerade mal eine 30 minütige Tramfahrt von Nomads Legehalle entfernt gelegen buche ich mich gleich am ersten Tag länger ein. Ein kleines Hostel, nix besonderes, aber keine Kotze auf den Treppen. Es ist einfach, glücklich zu sein. Der Strand ist gerade mal 400m weit weg. Supermarkt ums Eck, und lauter nette kleine Shops und Ristorantes.

Ich gehe durch die Nachbarschaft. Höre nur noch Vögel zwitschern. Ruhe. Der botanische Garten, Aussies liegen in der Sonne. Am Strand steht eine alte hölzerne Achterbahn von 1912 und ein riesiges Theater, in dem kleine Bands wie Toto aufspielen. Das WiFi läuft, ich arbeite wie blöd für den Konto-Ausgleich. (mehr …)

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