Der weltweit größte unabhängige Kitereisen-Blog - 240 Kitespots - 784 Reiseberichte

Columbus & nach Hause fahren

R
Post
#272
2610
2008
So.
23:01
Tag #
506
3.3 k
views

Columbus hat nahe Cabarete 1492 das erste Fort in der neuen Welt gebaut. War mehr so eine Notlösung, analog „Houston, we got a problem.“. Funk gab’s damals natürlich noch nicht. Da eines seiner drei Schiffe etwas zu beschädigt für die Rückkehr nach Spanien war, mussten ein paar Menschen zurückbleiben. Im Fort Isabela warteten sie auf die Wiederkehr ihres Meisters.

Heute sind wir da, recht weit in der West-Dominikanischen Pampa. Die einzigen Besucher. Es gibt keine Meister mehr, die zurückgelassenen wurden niedergemetzelt. Nicht alle. Diejenigen, die überlebten gaben Columbus bei seiner Wiederkehr einen höllischen Empfang. Dank unserem halbdominikanischen Freund José bekomme ich diesemal die ganze Geschichte, denn der Führer spricht nur Spanisch. (mehr …)

P1010635
P1010621

Dominikanische Republik mit dem Jeep

R
Post
#271
2510
2008
Sa.
21:29
Tag #
505
3.7 k
views

Wir mieten uns für zwei Tage einen Jeep. Am ersten Tag begleiten uns drei junge Franzosen aus Martinique. Unser erster Stopp ist der Playa Grande, einer der schönsten Strände der Dominikanischen Republik. Unser Frühstück wird direkt am Strand serviert: Gegrillter Red Snapper mit frittierten Bananen, Reis und Salat. Wir schauen den Surfern in den großen Wellen zu. Die netten Köche kassieren perverse Preise.

Ich bin während meinen vier Besuchen in der Dominikanischen Republik bestimmt 2000 km Motorrad gefahren. Schlecht waren die Straßen schon immer. Alle fuhren wie die Deppen, siehe „Verkehrt in der Dominikanischen Republik„. Aber so schlecht wie jetzt waren die Straßen noch nie. (mehr …)

P1000522
P1000520

Abtauchen im Terrouristen-Camp

R
Post
#270
2310
2008
Do.
20:53
Tag #
503
3.7 k
views

Kein Mensch kann ständig nur Kitesurfen. Nach fünf Tagen auf dem Wasser wollen wir heute mal drunter. Wir buchen einen Tauchgang in Sosua. Die Einführung findet im Pool eines Terrouristen-Camps statt. Es gibt wirklich Menschen, die um die halbe Welt fliegen, um sich einsperren zu lassen. Nicht nur in Guantanamo.

Das Terrouristen-Camp liegt ein gutes Stück vor Cabarete. Damit die Terrouristen auch ja nicht auf die Idee kommen, in irgendeine Form des Kontakts mit den Ureinwohnern zu treten. Die Strandverkäufer mit Cocosnüssen mal ausgenommen. Und die Reanimatösen mit lustigen Spielchen wie Hufeisenwerfen. Der typische Terrourist ist meist fett und träge. Er nuckelt schon um elf Uhr Vormittags am Cuba Libre. Unalkoholisiert kann man die Schlagertechno-Bedröhnung auch nicht ertragen. (mehr …)

P1010608
P1010599

Kitesurfen in der Karibik

K
Post
#269
2210
2008
Mi.
2:09
Tag #
502
3.8 k
views

Sabine Infektion springt auf mich über. Der Wind bläst vier Tage am Stück mit perfekten 15-20 Knoten laminar side onshore. Wenn ich jetzt ein waschechter Deutscher wäre, müsste ich darüber mosern, dass es Seegras im Wasser gibt. Aber sonst würde mir auch schon nichts weiteres einfallen. Alles ist perfekt, die Sonne strahlt, der Wind bläst, und Cuba wird jeden Abend ordentlich befreit.

Jeden Mittag gehts mit dem Shuttle von Alis Camp zum Kiteclub. Sabine hat schon davor immer einen unruhigen Magen, vor lauter freudiger Erwartunfg gemischt mit etwas Angst. Diese Mischung macht höllisch lebendig. An manchen Tagen steh ich am Strand und frag mich, ob ich den Wind noch meistern kann. Aber der XBow bügelt einfach jede Böe platt. (mehr …)

P1010582
P1010536

Eine schwere Infektion

K
Post
#268
1810
2008
Sa.
22:13
Tag #
498
4.1 k
views

Mein teuflischer Plan wird von einer schweren Infektion durchgkreuzt. Sabine hat am Strand so ein längliches Ding angefasst. Noch kurz vor dem Aufbruch hatte ihre Mama sie davor gewarnt. Aber Sabine ist antiautoritär erzogen worden. Noch in der gleichen Sekunde des Erstkontakts springt der Virus auf sie über. Schon am Abend Nummer eins hat sie ganz eigenartige Gesichtszüge.

Der kleine Trainerkite macht ihr Spaß. An Tag zwei geht sie mit dem Lehrer gleich an den 8m² Bowkite. Ihr Grinsen sieht man 300m gegen den Wind. Es bleibt bis zum Abend windig. An Tag drei verschlimmert sich die Infektion, sie lernt die Kraft des Windes kennen, übt den Wasserstart an Land und das Laufen im Wasser. (mehr …)

P1010450
P1010478

Von Moppeds, Bergblumen & Terrouristen

R
Post
#267
1710
2008
Fr.
20:06
Tag #
497
3.4 k
views

Am Abend des dritten Tages macht der Regen endlich Pause. Wir mieten einen Roller und brechen in die Cordillera Central auf. In Sabaneta de Yasica hat gerade ein Swat Team mit Pumpguns und Maschinengewehren zugeschlagen. Die Dominikanischen Dorfbewohner stehen umher wie die Verwandten gerade gerissener Erdmännchen. Das Hinterland von Cabarete ist bergig. Palmen, Esel, Flüsse und Benzin aus Rumflaschen.

Am nächsten Morgen fahren wir durch die Hölle ins Paradies. Vor vier Jahren war’s schlimm. Die Straßen hatten mehr Löcher als Teer. Das ist jetzt anders. Dafür gibts noch mehr massige Stinkertrucks auf dem Weg nach Puerto Plata. Das letzte Mal dachte ich: „Scheisse, die fahren wie die Deppen“. Jetzt halte ich sie alle für Engel. Bin 1000km in Vietnam Motorrad gefahren. (mehr …)

P1010409
P1010425

Condor nach Cabarete

K
Post
#266
1610
2008
Do.
14:15
Tag #
496
3.7 k
views

Endlich weg aus dem Deutschen Herbst! Mit der Bahn geht’s nach einer fast schlaflosen Nacht nach Frankfurt. Die Bahn ist pünktlich, der Flieger nicht. Am Flughafen wuseln ganz viele meiner Lieblings-Menschen umher: Deutsche Urlauber. Sie erwarten nur das Beste, wissen viel, sehen wenig, beschweren sich gerne und halten das erlebte prinzipiell nie für das Gelbe vom Ei.

Es geht vor durch die ganzen Checks (Wie lange dauert’s denn noch?), ab zum Gate, wieder raus (Warum müssen wir so lange stehen?), wieder rein (Könn Sie misch die Ticket geben?) und endlich in den Condor nach Cabarete. Meine Knie stoßen zum ersten Mal seit 20 Flügen nicht am Vordersitz an. Nach 16h auf Reise geht die Sonnen blutrot über den Karibischen Wolken unter. (mehr …)

P1010333
P1010324

Endlich Kitesurfen in Hawaii

K
Post
#88
0309
2007
Mo.
22:16
Tag #
87
4.6 k
views

Ein weiterer windloser Tag vergeht. Ich bastel an einem Dankeschön-Poster für alle meine Hosts. Das Haus und ich, allein. Abends fahr ich wieder zum Strand. Umsonst, wie erwartet. Bei einem guten Mexikaner geb ich mir die Keule, festofftechnisch und flüssig. Wieder heim. Mein surfen in Hawaii spielte sich bisher nur im Internet ab. Trostlosigkite wiegt mich in unruhigen Schlaf.

Am nächsten Morgen weckt mich das ungewohnte Geräusch sich bewegender Blätter. Nur kurz, dann vorbei. Ich schlafe nochmal ein. Kurz vor Mittag ist klar: heute kommt endlich Wind. Nicht viel, grade genug. Einmal mehr als die Vorhersage, bisher waren’s immer 5 Meilen weniger in Kailua. Mein letzter Tag auf Hawaii. Endlich Kitesurfen. (mehr …)

CIMG2947
z2

Wind-warten in Windward Oahu

K
Post
#87
3108
2007
Fr.
20:05
Tag #
84
3.8 k
views

Meine neue Bleibe liegt gerade mal 2 km neben einer großen Army Base. Die riesigen Galaxy-Transportflugzeuge kommen im Fünf-Minuten-Takt rein. Flankiert werden sie von kleinen Sicherheits-Cessnas oder Chinook-Hubschraubern. Das nenn ich Angst im eigenen Land. Kann man den Soldaten nicht übel nehmen. Wäre nicht das erste Mal hier, dass ein Präsident 2000 Soldaten für einen Kriegsgrund grillen lässt.

Trotz der Nähe zur Base ist es wunderbar ruhig hier. Im Vergleich zu Waikiki ist aber selbst ein Presslufthammer ruhig. Ich checke den Wind auf der anderen Buchtseite im Internet und ziehe nach 11 Wochen fast ohne Kitesurfen endlich zum Mekka der Kitesurfer, auf Oahu, Kailua. (mehr …)

CIMG2898
CIMG2895

North Shore & Umzug nach Kailua

R
Post
#86
2908
2007
Mi.
20:49
Tag #
82
3.4 k
views

Nach einer letzten halbwegs ungesunden und ereignislosen Nacht besorge ich mit Ingmar, einem weiteren deutschen Austauschstudenten am nächsten Morgen einen Mietwagen. Meine besoffenen englischen Springbreak-Kinder haben mein Handtuch entwendet. Den Rest packe ich schnell zusammen und hau alles ins Auto. Nix wie weg.

Nach einer halben Stunde kommen wir in Kailua auf der anderen Seite von Hawaii an. Die Region fungiert unter dem Namen „Windward“. Heute ist davon nix zu spüren. Es regnet. Egal. Hauptsache weg aus Honolulu. Mein Zimmer sah im Internet gut aus. In echt ist das Haus ein absoluter Traum. Hängematte auf der großen Terrasse. Fünf Gehminuten zum Strand. Großes Bad. Riesen Wohnzimmer und Küche. (mehr …)

CIMG2885
CIMG2876

No nolulu, no cry.

R
Post
#85
2808
2007
Di.
18:06
Tag #
81
3.2 k
views

Die nächsten Tage verlaufen alle gleich. Aufstehen, Frühstücken, den Tag irgendwie bis zum Abend verhängen und in der Nacht wieder feiern bis zum Umfallen. Es erreignen sich kulturelle Highlights wie „Waterfall“ (jeder in einer 20er-Runde muss solange trinken, bis der Vormann aufhört) und Suff-Fußball am nächtlichen Strand. Ich kann mir keinen Namen merken. Nichts passiert. Arbeite viel, und das fällt leicht.

Am Montag ziehe ich mit dem Bus ins größte Shoppingcenter Hawaiis, Ala Moana. Unglaublich. Höhere Luxusdichte als auf der 5th Avenue New York. Die Top50 der Designer in einer nicht enden wollenden Reihe. Nur ein paar stinknormale Wanderschuhe finde ich nirgends, und am Vorabend hat mir eine unholde Maid meine FlipFlops entwendet. (mehr …)

CIMG2870
CIMG2866

Kreuzzug zur Sinnlosigkeit

R
Post
#84
2608
2007
So.
3:02
Tag #
79
3.7 k
views

Die Tage kommen und gehen. Nichts und niemand, was man sich merken müsste. Nichts passiert. Das Hostel ist voll mit Deutschen, die sich hier zum Beginn eines Auslandssemesters auf Hawaii getroffen haben. Ich fahr mit einigen einen Tag im Mietauto über Oahu. Wir bekommen ein Mustang Cabrio angeboten, weil mal wieder der passende Kleinwagen fehlt. Dummerweise passend für vier, wir sind fünf. Umsonst die Motorhaube geleckt. Mir ist schlecht vom Vorabend. Ein Amerikanischer Soldat hatte zulange mit mir am Strand über Bush uind Irak gelästert.

Oahu ist eine kleine Welt, kleiner als gedacht. Schöne Strände am Northshore, etwas schnorcheln. Wir verlieren unseren Weg auf dem Weg zum Strand aus „Lost“. (mehr …)

CIMG2844
CIMG2834

Welcome to Springbreak Central Honolulu!

R
Post
#83
2408
2007
Fr.
15:36
Tag #
77
71.4 k
views

Mal etwas snobig: Der Flug nach Hawaii mit American Airlines war einer der erbärmlichsten meines Lebens. Miese Movies, keine Essen binnen 5h, kaum zu trinken, keine Zeitungen, modrige Sitze. Egal. Bin jetzt in Hawaii. Mit dem Shuttle geht’s zum Waikiki Beachside Hostel im Süden von Honolulu. 200m vom Strand entfernt liegt Springbreak Central. Circa 200 Weltreisende verwandeln das Hostel in ein Tollhaus der Exzesse.

Das Hostel bietet Käfighaltung mit wöchentlicher Säuberung für 25$ täglich. Morgenfütterung ist inklusive, für Korn am Abend sorgt ein jedes Huhn selbst. Jeweils acht Hühner teilen sich eine eigene Küche, Bad, und, wichtig: TV. In der Lobby gibt’s freies WiFi und 3 1,5m-Plasma-Bildschirme. Meine Roommates sind aus England, very British. Lobsterrot und schon um acht sturzbesoffen. (mehr …)

CIMG2816
CIMG2821

Dere, Unvereinigte Staaten von Amerika!

R
Post
#82
2208
2007
Mi.
13:38
Tag #
75
3.3 k
views

Heute ist’s so weit. Teil eins der Weltreise geht zu ende. 10 Wochen quer durch die Unvereinigten Staaten von Amerika. Viel gesehen, vielleicht sogar zuviel. Ich sitz am Flughafen in LA und warte auf meinen Flieger nach Honolulu. Werte jetzt mal einfach Hawaii als nicht-USA. Franzosen sprechen ja zum Glück heute auch kein Italienisch.

Schön war’s, anstrengend, überraschend und teils auch ganz schön öde. Amerika ist nicht ein Land. Amerika sind 50 einzelne Länder. Jedes ist anders, manche vollkommen anders. In einem Land zahlt man 100$ für eine Meile zuviel, im nächsten nichts für 10. Im einen Land gibt’s keine Kurven, im anderen keine Geraden. (mehr …)

CIMG2801
1

Santa Monica, Venice Beach & Viper Room

R
Post
#81
2008
2007
Mo.
23:48
Tag #
73
3.8 k
views

Ich fahr mit dem Bus nach Santa Monica. Stimmt nicht, was alle sagen: geht ganz gut ohne Auto in LA. Nach einer dreiviertel Stunde bin ich zum ersten Mal am Strand. Okay, der Folgebus gen Norden bleibt unauffindbar. Egal. Ich laufe erst bis hinters nördliche Ende der Palisades, dann am Strand unter der Santa Monica Pier durch bis zum südlichen Ende von Venice Beach. David Hasselhoff ist weg. Surft wohl gerade wieder besoffen auf Hamburgern rum. Über den Venice Beach Boulevard geht’s zurück zum Santa Monica Pier. Die Häuser sind interessant. Wie Taschen: American Homes, Best of Volume II. An einer Bushaltestelle grölt ein Besoffener zwei Blondinen hinterher. Als ich ihm seinen verlorenen Kopfhörer reiche, greift er nach meinem Busticket. (mehr …)

d
CIMG2792

Getty Center, Luxusshops & Beverly Hills

R
Post
#80
1908
2007
So.
21:18
Tag #
72
3.4 k
views

Ich hab’s in zwei Tagen nicht geschafft, einen Busplan von LA zu bekommen. Das macht die Navigation etwas schwierig. Bevor ich zum Getty Center losziehe, lad ich mir extra noch den Plan als PDF runter und nehm den Laptop mit. Auf dem Weg komm ich durch die UCLA Uni. Die Häuser der Studentenvebrindungen schauen zum Teil aus wie Schlösser.

Nach dem ersten Bus bin ich trotz Karte verloren. Nirgends ist der angegebene Stop. Ich lauf ein paar Kilometer im Kreis und geh dann zu Fuß zum Getty Center. Im Luftkissenzug geht’s rauf in die Santa Monica Mountains. Alles umsonst. Faszinierend, was man mit nur 10 Milliarden Dollar so alles machen kann. (mehr …)

CIMG2747
CIMG2724

Hollywood

R
Post
#79
1808
2007
Sa.
22:38
Tag #
71
3.3 k
views

Das Auto hab ich in einer halben Stunde am Flughafen. Abgeben läuft problemlos. Wenn sie den Tankdeckel aufmachen, wird Sand rausfallen. Mit dem Bus und der Metro zurück dauert’s 1,5h. Die Stationen sind alle leer, in der Metro regiert das Echo. Ich lauf den Sunset Boulevard entlang. Nein, das ist definitiv nicht das berühmte Stück. Ich will mich aber amüsieren.

Vor einem riesigen Komplex steht ein Schild: Free Stress Test. Interessant. Mein erster Kontakt mit Scientology. Nach einer halben Stunde bin ich erleuchtet: alle unsere Untaten sind Resultat nicht aufgearbeiteter Vergangenheit. Aha. And the Oscar goes to dem schwarzen Mann mit der komischen Brille da. (mehr …)

CIMG2704
CIMG2712

Salt Lake City & Monstertour nach LA

R
Post
#78
1708
2007
Fr.
23:47
Tag #
70
3.6 k
views

Die Fahrt nach Salt Lake City läuft reibungslos. Wieder ein paarmal rauf auf über 2500 m, runter in Täler. Ein Cowboy-Almabtrieb bringt einen längeren Stop. In Salt Lake City angekommen finde ich das Haus meines neuen Hosts Julie recht schnell.

Meine Autoversicherung ist gut. Ich möchte Pete-Cruiser pökeln. Einmal über weiße Salzwüste mit einem schwarzen Auto heizen, wär schon was. Nach 50 Meilen entlang des Salt Lake geb ich auf. Die Wüste ist zu weit weg, um an einem Nachmittag bezwungen zu werden. Was bleibt ist das Wissen, dass nicht weit entfernt der Geschwindigkeits-Weltrekord aufgestellt wurde. Auf dem Rückweg ist guter Wind. Doch auf 50 Meilen gibt’s keinen einzigen Zugang zum Salt Lake. Ich fahr genervt zurück, kaufe ein und koche den zwei Mädels was. (mehr …)

CIMG2637
CIMG2678

Im Navajo-Land & Arches National Park

R
Post
#77
1508
2007
Mi.
7:23
Tag #
68
4 k
views

In den 80ern hing in jedem zweiten Jugendzimmer diese Indianer-Weisheit: „Erst wenn der letzte Baum gerodet…werdet ihr begreifen, dass man Geld nicht essen kann“. Heute morgen wollte ich den Antilope Canyon bei Page besuchen. Extra fast eine Stunde am Eingang gewartet, war zu früh auf. Im Prospekt stand: 6$ Eintritt. Was nicht drin stand: nur mit Führer. Der kostet zusätzlich 20$. Will man den Upper und den Lower Antilope Canyon sehen, verdoppelt sich das ganze. Für öffentliche Bilder (Blog) kommen dazu nochmal 35$ Fotolizenz.

Werte Monstertruck-fahrende Navajos! Erst wenn ihr den letzten Dollar gefressen habt, werdet ihr feststellen, dass man auch mit Holz Feuer machen kann. Ich fahr sauer mit quietschenden Reifen ab. (mehr …)

CIMG2385
CIMG2451

Grand Canyon & Lake Powell

K
Post
#76
1408
2007
Di.
20:30
Tag #
67
4.6 k
views

Den Betreiber des Hostels in Flagstaff hielt ich für einen Irischen Alkoholiker. Also einen Iren mein ich. Beim Abschied sagt er noch deutsche Worte. Wie bitte? Ach so. Gebürtiger Nordbayer aus Hof. Die Welt schrumpft wieder. Ich muss weiter, um sie groß zu machen.

Durch die Steppe Arizonas geht es nach Norden. Mit offenem Verdeck erheitert mich Boss Hoss, Jesus built my hotrod. Die Nebencanyons des großen schauen viel besser aus. Irre Farben und viel besseres Licht heute. Ständige Polizeikontrollen nerven mich. Bestimmt 10 mal häufiger als in Deutschland. (mehr …)

CIMG2322
CIMG2323

Gewitter über dem Grand Canyon

R
Post
#75
1308
2007
Mo.
17:02
Tag #
66
3.4 k
views

Das Du Beau International Hostel in Flagstaff ist äußerst empfehlenswert. Abgesehen von der nahen Bahnlinie mit ständig vor Angst hupenden Zügen ist es sehr ruhig. Für 19$ pro Nacht ist ein gutes Frühstück inklusive, dazu gibt’s freies WiFi und Billard. Ich finde noch einen zweiten Mitfahrer. Heute wird endlich mal billig und individuell gereist.

Über die alte Route 66 fahren wir nach Norden. Nach einer Stunde kommen wir an den ersten Nebenarmen des Grand Canyon an. Der Eintritt für alle ist mit meiner Jahreskarte geregelt. An den Rand führt nur eine einzige Straße. Von der gehen immerwieder Aussichtspunkte ab. Das war’s auch schon. Ein Gewitter zieht auf. Wir halten einige Male an, schießen ein paar Fotos und erreichen nach einer weiteren Stunde Grand Canyon Village. (mehr …)

CIMG2271
CIMG2254

Leaving Las Vegas

R
Post
#74
1208
2007
So.
22:30
Tag #
65
3.5 k
views

Ich hab hier nix mehr verloren. Feiern tat ich daheim schon genug. Gegen 10 steh ich auf und pack mein Zeug. Peter, ein netter dänischer Designer ist deutlich mehr als ich beschädigt. Ich fahre zu Mac. Hilft immer. Dann weiter zum Hoover Dam. Guter Mittagswind am Lake Mead…öh…wo ist eigentlich mein Kiteboard? Vergessen in Las Vegas. Nach der gestrigen Nacht verzeihbar. Hätte schlimmer kommen können. Wieder zurück an der Rezeption in Las Vegas surft ein verzweifelter mexikanischer Kumpane der letzten Nacht nach Billigtickets. Hat seinen Flieger um sechs Uhr Morgens verschlafen. (mehr …)

CIMG2206
CIMG2219

Death Valley & Las Vegas

R
Post
#73
1108
2007
Sa.
21:01
Tag #
64
3.6 k
views

Obwohl ich meinen Wecker noch vor Acht lange klingeln lass, wacht leider keiner wirklich auf. Hätte ich den Deppen gegönnt. Ich pack mein Zeug langsam und laut zusammen, knall die Tür zu und fahr rüber ins Sin City Hostel direkt am Strip. Besser das, billiger, kleiner, kein Pool und kein laut dröhnender mistiger Fick-Mich-Hiphop bis nach Mitternacht.

Leaving Las Vegas. Über den lost Highway Richtung Reno fahr ich nach Nordwest, zum Hintereingang des Death Valley. Am Weg liegen Gefängnisse, Luftwaffenstützpunkte, ein waschechter Wüstenpuff, Area 51, und ich glaub auch Ground Zero der ersten Atombombe. Sandhosen peitschen durch die Wüste. (mehr …)

CIMG2125
CIMG2084

Durch die Mojave Wüste

R
Post
#72
1008
2007
Fr.
22:18
Tag #
63
3.8 k
views

Die Nacht verbringe ich mit zwei Katzen im Bett. Wenn man mal aufwacht und nicht weiß wo man ist, dann ist so ein Schnurren schon was feines. Am Morgen schau ich selber fast wie eine Katze aus, so voller Haare bin ich. Aber das war’s wert. Zu Greggs Soundselektion auf der lokalen Radiostation KCPR fahre ich ab.

Ich hab immernoch keinerlei Stays für die gesamte Woche. Für Las Vegas hab ich sogar nur zwei Absagen von Hostels. Also am Abend bei der Ankunft organisieren. Ich hasse das. Immer stressig. Ging schon einige Male ordentlich in die Hose, und macht alles meist noch teurer. (mehr …)

CIMG2023
CIMG2037

Wenn „oben ohne“ Leben rettet

R
Post
#71
0908
2007
Do.
19:47
Tag #
62
3.6 k
views

Früh morgens brech ich mit dem Bus zum Alamo City Office auf. Mein Gepäck begräbt mehrfach Fahrgastfüße unter sich. An der Mietwagenstation angekommen meint ein gelangweilter Latino, meine Reservierung wäre am Flughafen. Ich schaue noch mal nach. Nönö, ist genau hier. Flughafen wären +2h mit dem Bus. Widerwillig organisiert er was, motzt dass er kein Auto hat, dass ich den Voucher nicht ausgedruckt habe, dass mein Board in diese Klasse nicht passen würde. Seinen Schein in Kundennähe hat er offensichtlich in einem Terrouristencamp in Afghanistan gemacht. Auf meine nächste Weltreise nehme ich garantiert einen Drucker mit. Der Typ bringt mich auf 180. Bin kurz davor, ihm an die Gurgel zu gehen. Das einzige, was mich davon abhält: Bush würde mir wahrscheinlich ne Medaille dafür verleihen. (mehr …)

CIMG2020
CIMG1978