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Windy @ Wellington

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#487
0301
2013
Do
22:30
Tag
2036
2130 views

Starker Wind verwandelt die Weizenfelder auf dem Weg von Wanganui nach Wellington in wogende grüne Meere. Kurz vor Wellington halten wir in Wakanae. Der Wind ist schwächer, aber einige Kiter sind schon draussen in 15 Knoten voll onshore über einen Meter hohe Wellen. Das alte Jahr endet gut mit einigen sauberen Vollwaschgängen.

Wir sind mit anderen Reisenden im YHA Wellington verabredet. Backpackerfabrik, aber sauber, groß und gut ausgestattet. Ein viergängiges Menu ist eine saubere Grundlage für das Silvester-Gelage, in dessen Verlauf ich Uli verliere, wegen Sturm kein Feuerwerk zu sehen bekomme und letztendlich sehr müde vom Reisen schon um halb zwei im Bett lande. (mehr …)

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Mount Taranaki

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#486
3012
2012
So
23:51
Tag
2032
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Ich bitte alle um Verzeihung, die mir einen guten Rutsch wünschten. Ich musste ihn erst mal ablehnen. Zwei Tage vor Silvester kaufen wir in New Plymouth ein für die Besteigung des zweithöchsten Vulkans Neuseelands, Mount Taranaki. Wir leihen uns die nötigen Eispickel und Steigeisen für den noch schneebedeckten steilen Gipfel und machen uns im Regen auf den Weg.

Im DOC Visitor Center North Egmont beginnt der Aufstieg zum Gipfel auf 2.550 m. Unser erstes Tagesziel liegt auf 1.500 m Höhe. Die Tahurangi Hut des Taranaki Alpine Club erreichen wir nach knapp zwei Stunden und 600 Höhenmetern völlig duchnässt mit jeweils mehr als 15kg Gepäck für die zwei Tage am Berg. Die Sicht geht gegen Null, der Wind bläst stark. (mehr …)

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Whanganui River

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#485
2712
2012
Do
23:29
Tag
2029
2335 views

Der Whanganui River ist der abgelegenste aller Neuseeländischen Nationalparks. Er hat noch nicht mal einen Namen, die Schildern sagen einfach nur „National Park“. Mitten drin liegt die DOC Campsite Whakohoro hinter 42km Schotterpiste bis zum nächsten Dorf. Dazwischen gibt es nur Schafe, Regenwald und „No mobile coverage“ Warnschilder.

Wir sind am Ende des schönsten Endes der Welt. Die Wiese ist reichlich garniert mit Schaf-, Pferde-, Gänse- und Hasenmist – und bietet damit deutlich mehr Vielfalt als Hobbiton. Barfuss reintreten ist unvermeidbar, aber auch nicht schlimm. Die Wettervorhersage stimmt heute endlich mal. Es regnet den ganzen Tag heftig, gefolgt von Sonnenschein im halbstunden-Takt. (mehr …)

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Frohe Weihnachtskite!

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#484
2512
2012
Di
21:26
Tag
2027
2206 views

12 Tage Flaute und einige deswegen nicht gekitete Traumspots können verdammt hart sein. Doch heute ist Weihnachten, und mein Wunsch geht in Erfüllung: Der Schwanz eines Zyklons schiebt ordentlich Wind an den Lake Taupo. Es bläst mit schön bockigen 15-30 Knoten aus Nordost. Der einzige kitebare Strand im weiten Umkreis liegt 5km südlich Taupo am Ostufer.

Der Strand ist voller Menschen. Wegen der Buchtform ist er aber die einzige auch für mich sichere Startzone. Hinter einer 200m langen Landzunge kommen nur noch 20km offener See mit unlandbaren und unbewohnten Küsten in Ost und West. Der 13er ist viel zu groß, der 9er teilweise etwas zu klein. Erst beim zweiten Start erwische ich eine gute Böe, die mich vom Strand wegbringt. (mehr …)

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Weihnachten in Taupo

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#483
2412
2012
Mo
10:52
Tag
2026
2038 views

Mitten in der Hochsaison ist Neuseeland 2012 ziemlich leer. Hostels muss man praktisch nie vorbuchen, sie sind selten gut belegt. Dafür gönnen sie sich massig globetrottende Tagelöhner. Die Arbeit, die einst einen Reisesklaven zum rotieren brachte, teilen sich jetzt ganz gemütlich vier junge Reisende. Manche Hostels beherbergen mehr Helfer als zahlende Gäste. Auch die Städte sind wie ausgestorben, Restaurants und Kneipen verlassen.

Es gibt anscheinend nur noch zwei Arten von Reisenden. Der eine Typ gönnt sich nach der Schule erst mal einen unbefristeten Ausstieg vor dem Arbeitsbeginn, Dauer ab ein Jahr. Der andere Typ kommt spät Heilig Abend im Hostel an, ordnet dann 3h die einer Marsexpedition würdige Ausrüstung am Zimmer und besteigt nach 4h Schlaf am nächsten Morgen den Tongariro. (mehr …)

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Rockin Rotorua

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#482
2312
2012
So
10:01
Tag
2025
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Rotorua ist das vulkanische Zentrum Neuseelands. Es liegt mitten in der Spalte, die sich von White Island im Norden bis hin zu Mount Taranaki im Osten der Nordinsel erstreckt. Wir spazieren durch eine Maori-Siedlung direkt am See. Heizung oder Herd braucht hier keiner. In den Vorgärten dampfen kleine Geysire.

Geysire, Schlammpools und heisse Schwefelquellen locken seit über 150 Jahren Reisende aus der ganzen Welt an. Auch heute schleudern Dampf und allgegenwärtiger Schwefelgeruch Rotorua neben Auckland und Queenstown direkt auf den dritten Platz der beliebtesten Reiseziele. Greepeace verleiht Ehrenmedaillien für’s Furzen, denn das verbessert den Geruch lokal begrenzt mehr oder weniger stark spürbar. (mehr …)

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75$ Schafkacke

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#481
2012
2012
Do
22:44
Tag
2022
2256 views

Mea Culpa. Ich bin immernoch Deutsch, und wir alle im Jahre sieben nach „Geiz ist geil“ dank Saturn endgültig die neuen Schotten Europas. Lederhosen und Laptop war mal, nach dem morgigen Weltuntergang gibt’s nur noch karierte Röcke und stromsparende Ipads. Ich darf also ein letztes Mal über den Wahnwitz neuseeländischer Preisgestaltung witzeln.

500$ für 4h Fähre? Fein! 13$ für ein Müsli? Mustergültig! 15$ für einen schriftlich neben der Straße feilgebotenen „bag horsepoo“? Düngt laut Uli gut, super! 45$ für alte Bücher ohne historischen Wert? Astrein! 50$ für Geisir-geiern? Geil! Doch was wir heute sehen, schiesst dem Fass endgültig den Boden gen Nirvana zwischen Größenwahnsinn und bedingungsloser Folgsamkeit aus. (mehr …)

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Regen und Reggae in Raglan

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#480
1912
2012
Mi
23:25
Tag
2021
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Raglan ist die Surfer-Hauptstadt Neuseelands. Gerade mal zwei Stunden südlich von Auckland gelegen ist es doch eine ganz andere Welt. Unsere Unterkunft ist ein alter Eisenbahnwagen im Öko-Backpacker Camp von www.solscape.co.nz. An den Hängen des erloschenen Vulkans Mount Karioi gelegen überblickt es den Surf-Beach.

Irgendwann in den sechziger Jahren wurde hier der legendäre Surfer-Film „Endless Summer“ gedreht. Kennt allerdings keiner hier, und auch der lokale Ableger von United Video hat ihn nicht im Angebot. Erster Abend, Reggae-Party im einzigen Pub des Dorfes. Jeder hat blond gebleichte Locken, blaue Augen, Flip-Flops und Boardshorts. Selbst Schlümpfe gibt’s in mehr Varianten. (mehr …)

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Verloren im Reich der Kauri-Riesen

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#479
1512
2012
Sa
11:02
Tag
2017
2058 views

Tane Mahuta stemmte Himmel und Erde auseinander und schuf somit Platz für alles Leben. Die Maoris verehren den vermutlich 2000 Jahre alten größten aller Kauri-Bäume, vor denen wir jetzt staunend im Waipoua Forest stehen, als den Erschaffer alles Lebens. Die Legenden der Maori sind Elementar-Epik: einleuchtend bis selbstverständlich, klar und phantasievoll. Unsere Märchen sind dagegen der reinste Groschenromane.

Ich liebe diese einfache Direktheit. Sie zeigt sich auch in vielen anderen Sachen in Neuseeland: Wir: Franz-Josef-Strauß-Flughafen. Kiwi: Auckland International Airport. Wir: Hildegard-von-Bingen-Allee. Kiwi: Ocean View Road. Wir: Sind Sie versichert? Kiwi: No worries, I help ya. (mehr …)

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Autowäsche, Northland & Surferparty

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#478
1312
2012
Do
21:28
Tag
2015
2168 views

Ich bin oft offroad gefahren. Gerade in Neuseeland mit seinen ca. 40 % Schotterpisten-Anteil ist es oft unumgänglich. Auch auf Sand ist man laut Mietwagenvertrag nicht versichert. Kitelehrer Leslie meinte am Vortag noch, die Gezeiten würden ein Befahren des 90 Mile Beach zwischen 8 und 18 Uhr erlauben. Wir packen unser Camp ein und fahren um 10 Uhr los.

Die Flut steht recht hoch, der Strand ist nur noch 20 m breit. Dass diese 20 m auch schon komplett mit Wasser vollgesaugt sind, merke ich leider erst, als wir feststecken. Wir steigen aus und erkennen gleich an den 20 cm tief im sehr matschigen Sand eingesunkenen Reifen, dass da erst mal nicht an Weiterkommen zu denken ist. Heute gelernt: Trau niemals einem Kitelehrer mit den Gezeiten! (mehr …)

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Reisekite @ 90 Mile Beach

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#477
1212
2012
Mi
22:55
Tag
2014
2343 views

Einer meiner großen Pläner für diese Reise war, den 90 Mile Beach im Norden Neuseelands zu kiten. Aber die Windvorhersage war seit Tagen und für unsere gesamte Reisezeit im Northland mehr als mau. In Kaitaia, dem letzten größeren Ort vor der Wildnis im Norden tanken wir Futter und Benzin. Dann geht es in Ahipara mit dem Auto auf den Strand.

Der 90 Mile Beaach ist in allen neuseeländischen Straßenkarten als offizieller Highway gekennzeichnet. Das letzte mal schafften wir 153km/h ohne Probleme. Dieses Mal kommt es nicht so weit. Nach zwei kleinen Flussdurchquerungen erspähe ich einen Kite am Beach. Sofort raus, Kitelehrer Leslie meint der Wind wäre bei Sonne hier immer stärker als angekündigt. Er hat recht. (mehr …)

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Bay of islands

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#476
1112
2012
Di
22:25
Tag
2013
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Auf der anderen Seite der Bay of Islands gegenüber Paihia liegt Russel. Einst war der Walfänger-Ort verschrien als das Höllenloch des Pazifik: Huren, Alkohol, Glücksspiel und Mord. Heute ist es genau das Gegenteil: alte viktorianische Holzvillen, auf’s beste renoviert, ruhig, sicher, sauber. Ein kleine Fähre bringt uns mit Fahrrädern über die Bay of Islands.

Zurück im Hostel wartet noch etwas Arbeit, die ich vor der Abreise nicht mehr schaffte. Sehr viele Hostels hier haben jetzt Zenbu Router. Man bekommt als Gast in der Regel nur 50MB am Tag frei, was das Arbeiten an Shops mit 5GB Daten etwas erschwert. Nach zwei Tagen Arbeit und Erholung sind wir bereit für das Northland.

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Into the Wildezaun

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#475
1012
2012
Mo
23:40
Tag
2012
2339 views

Ein lieber Belgier schliesst sich uns für die Reise ins Northland an. Durch die Waiketere Ranges fahren wir nach Piha Beach und und Karekare. Passt leider beides nicht zu unserem Plan „Into The Wild“ campen. Überall Verbotsschilder und viele Touris. Wir beschliessen einen Seitenwechsel auf die Ostküste nördlich Auckland.

Auf dem Weg halten wir in Puhoi, berühmt für seinen Käse und die kleinste Bücherei der Welt. Den Ziegen-Käse zu 8€ für 100 Gramm sparen wir uns. Ein paar Enten watscheln über die Straße. Unmengen an Ferraris, Porsches und Hotrods bremsen, nur der eine richtig böse unter den zahlreichen Harley Davidson Bikern fährt weiter. In Neuseeland gibt’s jetzt mehr Nobelkarossen als am Genfer See. (mehr …)

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Sprachlose Schönheit…

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#474
0812
2012
Sa
7:15
Tag
2010
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Eigentlich suchten wir in den letzten Ausläufern des dreitägigen Sturmes nur nach einem passenden Kitespot östlich von Auckland. Aber heute ist der Sommer mit aller Macht in Neuseeland ausgebrochen. Die Sonne knallt, der Wind flaut ab. Endorphine tanzen in meinem Kopf, einzig ausgelöst von der Schönheit dieses Ortes.

Vor mir liegt die wilde Tasman See. Möwen kreisen am Himmel, ein paar Angler stehen auf Felsen in der harten Brandung. Ein kühler Bach schlängelt sich über den in der Hitze flimmernden schwarzen Lavasand-Strand von Whatipu. Die Sonne blitzt in 1000 Kristallen. Hinter mir die Waikere Ranges mit ihren farnbewachsenen Urwald-Hängen. (mehr …)

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Must Wash Hands! Everytime!

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#473
0612
2012
Do
21:30
Tag
2008
2153 views

Die alte asiatische Dame des Hauses hat im gesamten Anwesen Schilder aufgehängt. Am Eingang wird darauf hingewiesen, dass Kurzzeitgäste nicht mehr erwünscht sind. In der Küche hängt ein Putzbefehl mit Verweigerungskommentaren darunter. Das Highlight ist jedoch ein Schild mit der reizenden chinenglischen Aufschrift „Must wash your hands! Everytime!“.

Es hängt einfach überall: am Ofen, im Wohnzimmer, in der Dusche und am Klo. Ich füge mich und wasche meine Hände. Komisch. Hier hängt kein Schild. In eine fast schon Psycho-artige Starre gelullt drehe mich um – und schreie laut auf. Fixdreck! Da hängt’s doch wieder. Das erst Schild, vor dem ich erschrocken bin. (mehr …)

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Bye bye, Bayern!

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#472
0312
2012
Mo
21:23
Tag
2005
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Oans sog i eich: Da Jason daad se dascheissn, wenna wissn darad, auf wöiche Fliaga etz sei Bourne-Fuimdln laffa. Mia hocka im Bomber vo Minga auf Auckland. Vorm Stoart der Qatar-Airways Maschin gibts erst amoi a Gebets-Ansong auf Farsi. Wos meina de? „Herrgott, lass mei Hend niad zittan!“? Es gibt koa Ibasetzung, owa’s fialt se iangdweia komisch o.

Uli denkt se des anscheinads a. Se schloft no vorm Liftoff ei und wacht a bis Qatar nea amoi kuaz fia an romantischn Fuim af. Dabei is da Fluag doch so spannand! Seit Zwoadausndundoans moant ja wenigstns de naive Höiftn da Menschheit, dass’d Araber de bestn Pilotn ham. Zumindast recht zuisicha soins sa. (mehr …)

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Leben wie Gott in Frankreich?

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#468
1808
2012
Sa
12:45
Tag
1898
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Manche Weisheiten sind einfach zu begreifen. Andere muss man überleben, um sie ansatzweise zu verstehen. „Leben wie Gott in Frankreich“ gehört zu den letzteren. Das Ziel: Die Provence. Die Zeit: höchste Hochsaison, Sommerferienbeginn in Bayern und Frankreich.

Präsident Hollande rief sein Volk im Angesicht der Wirtschaftskrise dazu auf, im eigenen Land Urlaub zu machen. Es gehorcht in Massen. Ich wundere mich noch, dass wir es abends in nur 3,5h nach Mulhouse, Frankreich schaffen. Der Stau kommt erst nach der durchfahrenen Nacht vor der Abfahrt ins Rhone-Tal bei Montélimar. Ab da geht alles sehr langsam. Alle 10 km haben die Franzosen Opferaltare für Mercurius aufgebaut. Sie blitzen in der Nacht. (mehr …)

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Salamat! Danke!

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#463
0802
2012
Mi
16:08
Tag
1706
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Meine Kite-Odyssee über die Philippinen bot alles was, was das Reisen gut macht: gute Menschen, gute Orte und gute Wege. Vielen Dank an alle die dabei waren: Uli, Dave, Miri, Max, Chris, Jules, Joanna, Maou, Bente, Davide, Marc, Cynthia, Michael, Marina, Charlhs, Harold, Goran, Vanisi, Björn. Salamat an alle guten Philippinos auf dem Weg, die immer halfen wo’s nur ging.

Am letzten Tag geht’s zu Metzel-Movies im Bus von Batangas nach Manila zurück. Das Hostel hat meine Reservierung vergessen. Egal. Sechs verlorene Sonnenbrillen am Markt nachkaufen. Was bleibt? Schwere Arme, viele Blasen, 10.000 Bilder und gute Geschichten. Auf meinen alten Schuhen steht „Frank faster“. Das hier sind die besten von fast 100 Geschichten: (mehr …)

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Puerto Galeras Dauerstecher

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#462
0802
2012
Mi
7:36
Tag
-2747
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Wir schwingen uns in den Minivan nach Roxas und verabschieden uns am Pier. Max schifft zurück nach Boracay. Ich fahre weiter Richtung Manila. In Calapan schmeisst mich der zweite Minivan raus. Trike zum Markt und mit den Jeepney nach Puerto Galera. Dort zockt mich das letzte Mal ein Trike-Pirat ab. Fünf Euro für fünf Kilometer. Ich verabschiede ihn mit den Worten „Thanks for ripping me off, fucker.“ Er schaut blöd, mir tut’s gut.

Für die 210 Kilometer von Bulalacao nach Sabang / Puerto Galera benötige ich nur drei Trikes, zwei Minivans, einen Jeepney und sieben Stunden. Die Wartezeit war nie mehr als zehn Minuten. Man sollte den ganzen Vorstand der Deutschen Bahn auf Bildungsurlaub hierher schicken. In Punkto Koordination könnten sie viel lernen. In Punkto Geschwindigkeit weniger. (mehr …)

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Religion und Videoke

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#461
0702
2012
Di
12:33
Tag
1705
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Wenn Religion Opium für das Volk ist, dann ist Videoke Crack für die Philippinos. Kein Droge macht schneller süchtig, wirkt stärker und produziert krassere Filme. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben? Pah! Auch die tiefe Gläubigkeit der Philippinos kennt ihre Grenzen. Sie heisst Videoke. Dafür lassen sie alles liegen und stehen.

Die Videoke-Anlage ist in jedem guten Philippinischen Haushalt wichtiger als Klo oder Herd, sie ist in etwa dem indischen Hausaltar gleichzusetzen. Ich sah primitivste Bambushütten mitten im Dschungel – mit dicksten Videokeanlagen. An solchen Plätzen wird häufig sehr gut gesungen. Sobald die Anlage an einem öffentlichen Ort steht sinkt das Niveau in der Regel drei Meter unter bodenlos. (mehr …)

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Kitesurf-Finale Philippinen

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#460
0602
2012
Mo
9:02
Tag
1704
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In den letzten drei Monaten bin ich an zehn verschiedenen Spots der Philippinen gekitet. Hört sich erst mal nicht viel an. Aber jeder Philippino sagte „Dieses Jahr spinnt das Wetter. La nina.“. Der sonst ab Mitte November einsetzende Nordostwind Amihad kam erstmals am 30.12.. Bis dahin hatte ich abgesehen von einer kleinen Session in El Nido auf Palawan sieben Wochen Flaute.

Wer auf den Philippinen Flauten nicht übersteht, muss Reisen hassen. Die Philippinen bieten viel mehr als nur Wind: unglaublich freundliche und interessierte Menschen, grandiose Landschaften, gutes Essen, hartes Trecking, entspanntes Inselhoppen und guten Rum. Videoke lasse ich bewusst aussen vor. Auch wenn man lacht ist’s irgendwann nicht mehr lustig. (mehr …)

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Eine fast tödliche Kitesafari

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#459
0502
2012
So
12:31
Tag
1703
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Bipin kommt morgens vorbei. Er hat ein Bangka für eine Kitesafari auf die Inseln ganz im Südosten Mindoros organisiert. Die Überfahrt dauert fast eineinhalb Stunden und ist sehr rauh. Wir erwarten starken und beständigen weil über offenes Meer ankommenden Wind an verlassenen tropischen Traumspots, an denen noch nie jemand gekitet hat. Erster Stopp ist die äusserste Insel Masin.

Auf der Westseite liegt ein Fischerdorf an einem Korallenstrand, davor Seegrasplantagen. Die Menschen sind freundlich. Sie haben noch nie Langnasen gesehen. Der Nordost-Wind wird durch die Insel abgeblockt. Wir gehen auf die andere Seite. Der Wind hackt. Shorebreak gut ein Meter auf große spitze Felsen. Es gibt Kiter, die gehen an solchen Spots raus. Wir nicht. (mehr …)

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„I mag’s gern a bissle überbauerd“

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#458
0402
2012
Sa
12:00
Tag
1702
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Das ist der Satz des Tages. Max trägt ihn dezent angeschwäbelt vor. Wir stehen am Pier. Messen den Wind. 15-25 Knoten. Die letzte Nacht war wieder lang und gut, der Hangover genauso. Gegen Mitternacht spielte ich eine Runde Schach gegen einen Philippino. Auf einmal beugt er sich über die Bank und kotzt wie ein Wasserspeier. Bis dahin dachte ich, ich hätte gut gespielt.

Mein Zustand sagt Neuner-Kite, aber selbst den lasse ich erst mal eine Stunde am Strand liegen. Max ist sofort mit dem Siebener draußen. Dann kommt er zurück mit dem Satz des Tages und baut den Zwölfer auf. Ich komme mit 20kg mehr Gewicht und dem Neuner schon in den dritten Stock, stehe gut im Saft. Ihm ist’s nie genug. (mehr …)

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Bulalacao Big Air

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#457
0302
2012
Fr
14:20
Tag
1701
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Wir wachen recht angeschlagen auf. Ein Eimer Wasser. Wach. Zum Frühstück gibt’s totgegrillten Tunfisch mit Spiegeleiern. Die liebe Tucke kümmert sich rührend – obwohl selbst gut angeschlagen. Der Wind ist noch nicht da. Aber die Vorhersage auf Windguru lag fast immer richtig bisher. Für Bulalacao gibt sie seit einer Woche für heute und die nächsten Tage Hackwind.

Ich verliere eine Partie Schach gegen Max. Ein kleiner Regenschauer zieht durch. Danach kommt der Wind. In der Felipa Lodge II spürt man fast gar nichts. Ich gehe ein Stück nach Norden. Ein verlassenes Pier. Das Wasser in der zwei mal vier Kilometer großen Bucht von Bulalacao ist niedrig – doch gekrönt von weissen Wellen. Der Wind hackt jetzt mit brachial bockigen 10-30+ Knoten. (mehr …)

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Die letzte Passage

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#456
0202
2012
Do
22:10
Tag
1700
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Unsere letzte gemeinsame Passage auf den Philippinen ist wie das Reisen hier immer war: anstrengend und abenteuerlich. Früh morgens fahren wir mit dem Trike durch strömenden Regen zum Magdiwan Pier. Die 50 m lange RoRo-Fähre der Montenegro Lines wird in schwerem Seegang von großen Brechern erschüttert. Die Gischt spritzt bis auf’s Promenadendeck in fünf Metern Höhe. Das Gehen erinnert an Oktoberfest nach vier Maß.

Max hat zwei Tage am Guting-Guiting nichts ordentliches gegessen. Im Romblon Deli ordert er gleich zwei Pizze zu 45 cm. Danach ein billiges Zimmer und ausschlafen. Heute geht’s nicht mehr weiter. Abends verdrücken wir den Rest der Pizza und schlürfen den letzten Gin-Tonic auf Romblon. Wir haben seit Tagen keinen einzigen Reisenden gesehen, Touristen sowieso nicht. (mehr …)

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