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Roadtrip26: Zwei Finger bis Olympia

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2026
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Weiter geht es über verlassene Straßen und blaue Buchten über die zwei westlichen Finger der Peloponnes. Ein kleines Schild im Nirgendwo bietet bescheiden Kaffee an. Ein selbst Google Maps unbekannter  Feinkostladen direkt an der Landstrasse nordwestlich von Itylo überrascht uns mit seinen über 3.000 lokalen leistbaren Leckereien.

Tagesziel ist Finindouka, ein noch recht ruhiges Dorf am westlichen Finger der Peloponnes. Der Campingplatz liegt direkt am von einem kleinen Fluss durchzogenen Privatstrand mit Sonnenschirmen und Liegen. Nach gut vier Wochen Roadtrip sagen wir hier dem Meer lebewohl.

Die verwinkelte Altstadt bietet schöne kleine Tavernen mit gutem Essen. In der Umgebung liegt das steile Pylos und die Navarino Bucht. Der Wind frischt leider nicht mehr genug auf zum kiten. Die Strände der Navarino Bucht sind im Norden ganz nett und leer. Den Westen der Bucht versaut auf fast einem Kilometer Privatstrand ein Luxusresort mit Heliport und Golfplatz.

Die Voidivokilia Bucht soll einer der schönsten Strände Griechenlands sein. Sie steht unter strengem Naturschutz. Zwei Yachten liegen in ihr vor Anker. Den eigentlich hier und jetzt ihre Eier ablegenden Seeschildkröten ist der Trubel anscheinend zu viel. Wir sehen kein einziges Nest am vollen Strand.

Absolutes Highlight unseres Besuches hier ist der nahe der Navarino Bucht gelegene wunderschöne Wasserfall von Kalamaris. Die Anreise geht zwar ohne Allrad, doch die Piste gehört schon zu den härteren. Am Ende wandert man 20 Minuten durch Olivenhaine, einen schattigen Bambuswald und durch den Bach zum Wasserfall.

Auch im Hochsommer stürzt reichlich Wasser den gut 20 m hohen Kalamaris Wasserfall hinab. Am späten Vormittag ist der Sonnenstand am besten. Wenig Besucher lassen oft freien Blick zu. Ab Mittag wird es voller.

Am nächsten Morgen verlassen wir die Südküste. Auf Landstraßen geht es weiter durch die Obstplantagen der Westküste. Im Hafen von Kyparissia führen Beifang von Fischern und Reste einer Taverne dazu, dass man oft Seeschildkröten sichten kann. Der Schlumpf ist happy. Wir auch. Etwas weiter im Norden liegt der auch heute noch recht einsame und türkisblaue Strand von Elia. Hier legen die Schildkröten noch ihre Eier ab, in hunderte von Nestern.

Tagesziel ist Olympia. Ein Gewitter kühlt die Luft willkommen von über 30 Grad runter. Der Eintrittspreis ins Gelände mit seinen zwei Museen lag vor wenigen Jahren noch bei kommoden sechs Euro. Jetzt liegt er bei stolzen 20 €. Kurz und knapp mit den Worten des Schlumpfes: „Langweilig! Hier ist alles kaputt.“.

Das einzige, was nach zwei schweren Erdbeben im dritten und sechsten Jahrhundert noch teilweise steht sind die überall von den Römern aufgepflanzten Thermen. Sie waren es übrigens auch, welche den antiken Olympischen Spiele den Garaus machten, indem sie diese zum „Heidenkult“ ernannten. Könnten wir uns auch mal überlegen. Natürlich etwas trendiger. Schlage „Terrorismus“ vor…

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