Der größte unabhängige deutsche Kitereisen-Blog - 270 Kitepots - 704 Reiseberichte.

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Kitesurfing auf den Southern Lakes

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#156
0601
2008
So
22:47
Tag
212
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Vergesst Queenstown zum Kiten! Vollkommen überfüllter Strand, fast nie genug Wind. Ein Boot nach dem anderen. Und die abgelegeneren Uferpromenaden: alle 10m dicke Bäume und überall schöne große Felsen auf 5m breiter Startzone. Ich bin schon echt stinksauer, dass mir irgendjemand ernsthaft den „Tipp“ gegeben hat, hierher zum Kitesurfen zu kommen. Dann miete ich ein Auto.

Ich fahre am anliegenden Lake Wakatipu 45km nach Norden. Die white chops auf dem See werden immer mehr. Wind!!! Ich komme!!! In Glenorchy ist das Seeende erreicht. Isengart stand hier mal, und der Routeburn Track fängt immer noch hier an. Mir das einzig wichtige: Der Wind hackt mit bis zu 30 Knoten. Sehr böig, teils nur 5, aber er bläst. Kite auf die Kiesbank und los geht’s. (mehr …)

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Goldrausch & Jetboat im Skippers Canyon

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#155
0401
2008
Fr
21:21
Tag
210
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Georg und Arnulf machen eine Tagestour in den Milford Sound, ich buche einen Jetboat Trip in einem alten Goldgräber-Canyon in den Bergen nördlich von Queenstown. Erst geht’s zu den Skigebieten rauf, dann auf einer Goldgräber-Schotterpiste durch spektakuläre Hochgebirgslandschaft. Neben der Piste sind die Fusswege der Goldgräber von 1862 zu sehen. Der Goldrauch dauerte nur 7 Jahre, dann war alles vorbei. Die 7km lange Piste wurde nach 7 Jahren zum Ende des Goldrausches fertig. Unmengen an Ausrüstung wurde die steilen Hänge hochgezogen. Wenn sie nicht auf dem Weg verloren, beim Transport abgestürzt oder von der ersten Flutwelle nach 2 Wochen Einsatz weggespült wurde, war jedes Stück trotzdem nach spätestens 3 Jahren umsonst. Gold. Jeder tut alles dafür. (mehr …)

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Burnout in Queenstown

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#154
0301
2008
Do
19:20
Tag
209
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Unsere letzte gemeinsame Station ist Queenstown, die Hauptstadt des Adrenalins. Der erste Bungeesprung der Welt fand wenige Kilometer entfernt statt. Jetboat durch enge Schluchten, Paragliding, Kunstflug. Downhill-Mountainbiken, Speed-Luging, Windsurfen, Segeln, Wasserski, Klettern, Canyoning, Rafting. Man wähle sich die Farbe, in der man ein langweiliges Leben spannend zu pinseln gedenkt!

Auf 16000 Einwohner kommen doppelt so viele Touristen und dreimal so viele Bars. Queenstown ist trotzdem schön klein, und immer noch viel ruhiger wie Zell am See zur Hauptsaison. Das Wetter ist absolut unvorhersagbar: Morgens Regen, Nachmittag Sonne, Abends Sturm. Für Selbigen habe ich leider keinen einzigen guten Kitespot gefunden. Welcher Teufel hatte mit Queenstown zum Kitesurfen empfohlen? (mehr …)

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Durch die Neuseeländischen Alpen

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#153
0201
2008
Mi
18:32
Tag
208
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Wir fahren weiter nach Süden. Die Berge werden höher, die Täler tiefer, die Wiesen grüner und der Sprit am teuersten. Es gibt nur noch wenige Ortschaften, und die sind klein. Die Straßen sehen aus, als wären sie ausschließlich für die sommerlichen Touristenströme angelegt. Man könnte einfach nichts als Panoramastraße ausweisen. Sonst wäre schon die nächste Straße stinkig.

Mein Schädel nach der Silvesterfeier ist grandios, mein Magen genauso. Ich freue mich über jede einzelne Kurve auf den 300km nach Lake Wanaka. Davon gibt es unzählige. Kurz vor Wanaka machen wir Halt am Lake Hawea, ein thermisch sehr aktiver Gebirgssee. Der Wind reicht leider nicht zum Kiten. Weiter nach Lake Wanaka. Hier bläst der Wind ordentlich. (mehr …)

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Silvester auf Neuseelands Gletschern

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#152
0101
2008
Di
21:23
Tag
207
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Wir fahren weiter nach Süden zu Neuseelands höchsten Gipfeln. Unser Quartier liegt direkt am Franz Josef Glacier. Wir machen eine kurze Tour zum Gletscherbruch. Im Tal liegen überall bis zu 1m große Eisbrocken. Ein DOC-Ranger versucht die Massen davon abzuhalten, bis zur letzten Absperrung vor dem Bruch zu gehen. Die Brocken kamen alle gestern in einer großen Welle herunter.

Der Abend ist ruhig in Franz Josef Village. Tags darauf geht’s weiter zum benachbarten Fox Glacier. Weniger überlaufen. Wir haben eine Tour über die Gletscherzunge gebucht. Der Aufstieg geht zuerst durchs Tal, dann neben dem Gletscherbruch in einer Steilwand 200m nach oben. Nach einer Stunde erreichen wir den Ausgangspunkt für alle Gletschertouren. Wir erhalten Steigeisen und Eisstöcke, dann geht’s los. (mehr …)

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Grade 5 Heli-Rafting bei Mt. Cook

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#151
2912
2007
Sa
22:27
Tag
204
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Kaum aufgestanden holt uns Captain Josh von EcoRafting ab. Im VW-Bus geht’s südlich zum Mount Cook. Zahlreiche Flüsse ergießen sich in endlos breiten Kiesbetten in die Tasman See. Gegen neun erreichen wir den Hubschrauber-Landeplatz an einem einsamen Gebirgstal nahe den Neuseeländischen Gletschern. Wir werden mit dem Hubschrauber den Whataroa River rauffliegen, dann mit dem Raft 10km über Grade 5 Wildwasser zurück gen Meer.

Wir erhalten dicke Neopren-Anzüge für das eiskalte Gletscherwasser. Thermo-Laiberln und Jacken, dicke Schwimmwesten und Helme. Zwei Rafting-Boote, ein Kajak und das restliche Material werden in einem großen Netz verstaut. Dann kommt der Hubschrauber, und das Netz wird unten eingehängt. (mehr …)

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Clubbing in Nelson

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#150
2812
2007
Fr
16:18
Tag
203
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Ich trampe von der Golden Bay zurück nach Nelson. Auf der Südinsel geht das deutlich besser. Für 160km brauch ich gute vier Stunden und nette Fahrer aus Jena, Israel und Holland. In Nelson komme ich genau fünf Minuten vor Georg und Arnulf an. Georg kenn ich noch von Fiji, die nächsten paar Tage werden wir zusammen über die Südinsel touren.

Wir nehmen ein anderes Hostel direkt am Strand, deutlich weniger Kinder hier. Georg und Arnulf sind beide 26, was für Weltreisende alt ist und für mich ein wahrer Segen – so gern ich auch mit jüngeren reise. Wir hängen etwas am Strand ab und Pokern. Dann gehen die beiden auch für einen Tag in den Abel Tasman National Park. Ich tigere derweil durch Nelson. (mehr …)

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Weihnachten in der Golden Bay

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#149
2512
2007
Di
20:20
Tag
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Tags darauf bin ich immer noch angeschlagen. Ich trampe von Pahara nach Takaka, stell dort beim einsetzenden Regen fest, dass ich meine Regenjacke im Hostel vergessen habe. Trampe zurück. Nichts. Nochmal nach Takaka. Ah ja, war die ganze Zeit im Rucksack.

Takaka ist eine nette kleine Hippie-Stadt in der Golden Bay. Es gibt drei Bekleidungsgeschäfte. Alle verkaufen Hippie-Wear. Ein paar Fair-Trade und Organic Products-Shops. Das war’s dann auch schon. Eine Gezodelte gibt mir den ersten Lift nach Collingwood, ein junges deutsches Pärchen den zweiten. Das Sommerset Hostel ist eine alte Sonntagsschule, oberhalb der Kirche aus dem 19. Jahrhundert. (mehr …)

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Abel Tasman Coastal Track XL

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#148
2312
2007
So
18:12
Tag
198
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Um 9 Uhr Morgens geht’s los. Der Abel Tasman Coastal Track schlängelt sich die ganze Zeit durch die Hügel an der Küste entlang. Links ist immer dichter Dschungel oder Wald, rechts das azurblaue Meer und goldgelber Strand. Massig Boote und Kajaks touren umher. Immer wieder laufen wilde Hühner über den Weg, manchmal mit Küken. Der südliche Teil ist eher unspektakulär. War ich vorher in Fiji? Hab ich die schönsten Strände der Welt schon gesehen?

Am Vorabend hab ich zwecks Gewichtsreduktion sogar nicht mehr benötigte Kartenteile abgerissen. Mein Rucksack ist trotzdem zu schwer. Die Schultern verspannen sich ordentlich, mein Bauchgurt kann ich zwecks falscher Schnalle nicht zuziehen. Volle 17kg sind ein großer Unterschied zum gewohnten Daypack. (mehr …)

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Vor der großen Wanderung

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#147
2012
2007
Do
21:31
Tag
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Ich fahre mit dem Bus zum Abel Tasman National Park. Etliche Male fliegt das gleiche Schild am Straßenrand vorüber: „Home Kills“. Das bedeutet soviel wie „Hofschlachtung“. Ich muss grinsen. Man könnte es auch anders übersetzen.

Mein letzter Halt vor der großen Wanderung ist wirklich das allerletzte Hostel vor dem Abel Tasman Nationalpark. The Barn, eine kleine Farm, Campingplatz und Dorm. Der letzte Ort ist schon 15km hinter mir. Ein Glockenspiel und Blumen wehen im Wind. Vögel zwitschern, Bienen summen. An der Wand steht ein Spruch: „Life does not consist of the number of breathes we take, but of the places and moments that take our breath away.“ (mehr …)

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Die Betonwelle & ein Richtungswechsel

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#146
1912
2007
Mi
18:49
Tag
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Der dritte Tag in Nelson bringt endlich alle meine Träume: bis zu 60 km/h Wind, side-onshore und sehr stabil. Die Wellen sind bis zu 1,5 m hoch und manchmal genauso nahe beieinander. Ich war noch nie bei solchen Bedingungen draußen. Etliche Male nehme ich Wellen im falschen Winkel zum falschen Zeitpunkt und werde ordentlich gewaschen. Der Rest ist Springen, Springen, Springen.

Nach über zwei Stunden auf dem Wasser wird der Wind noch stärker. Ich spüre meine Knie kaum mehr, hab aber immernoch Spass. Dann schätze ich eine große Welle falsch ein. Ich knalle in sie fast frontal und mit hoher Geschwindigkeit rein – genau als sie sich bricht. Das Gefühl ist, wie gegen eine Betonmauer zu fahren. Kurz darauf merke ich, dass bei der Aktion mein Trapez gerissen ist. (mehr …)

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Advents-Kite in Nelson

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#145
1612
2007
So
20:52
Tag
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Die Überfahrt auf die Südinsel ist happig. Erstens fehlten mir noch drei lokale Biersorten in der Nacht zuvor, zweitens war die Nacht wegen dem Konzert wieder nur vier Stunden kurz. Die See war vergleichsweise ruhig. Das Schiff schaukelte trotzdem ordentlich, und hinter jedem Sitz hängen nette weiße Tüten. Nach 1,5h sehe ich zum ersten mal die Südinsel.

Die Einfahrt erfolgt in einen langen Fjord. Rechts geht der Queen Charlotte Track entlang. Vereinzelte Fischerhäuser klammern sich an die steilen Hänge. Die Sonne ist endlich wieder da. Wegen einem Sprung in der Windschutzscheibe sollen wir in Picton das Auto wechseln. Der lokale Inder hat keine Ahnung, was tun, wer ist etc. Nach 15 Minuten rate ich ihm, die Hotline seiner Firma anzurufen, dann geht was vorwärts. (mehr …)

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Hohe Wellen in Wellington

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#144
1412
2007
Fr
23:55
Tag
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Die Wellen schlagen hoch in Wellington, drei ganze Nächte. In der ersten geh ich in einen kleinen Indie-Club. Musik gut, aber zu wenig Leute. Wieder raus in die Nacht, und nach fünf Minuten gehen ist klar warum: Es gibt alle 50 Meter einen Club, in dem irgendwas live dargeboten wird. Wellington ist kaum größer als Regenburg, aber hat bestimmt 10 mal so viele Clubs. Das dünnt das Publikum etwas aus.

Im zweiten Club spielt eine krachige Rockband, eine Mischung aus Hives und Black Crowes. Heftiges Gehüpfe bis um eins, dann steh ich auf einmal neben einer ganz wüsten Punkerin. Ich zieh mit ihr noch durch ein paar Clubs, dann frag ich nach ihren Eltern. „Mein Stiefvater ist im Knast“, sagt sie. „Ich hab ihn reingebracht.“ Ich frag warum, dann folgt erst mal langes Schweigen. (mehr …)

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Ab nach Süden

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#143
1312
2007
Do
12:28
Tag
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Auf der Reise nach Wellington machen wir noch einen Tag halt in Palmerston North. Die Stimmung ist etwas gereizt. Es passiert recht wenig, daher philosophiere ich jetzt einfach mal über einen Spruch, der mir auf der Reise täglich begegnet. Man findet ihn vornehmlich als Slogan für Hostels und Bars. Der Spruch lautet: „Your home away from home.“. Ich grüble.

Warum ist der Spruch so erfolgreich? Was ist Heimat, und wie viele Bars dürfen behaupten, selbige zu sein? Müssen Reisende aus fernen Ländern mehr Bier trinken, um nach Hause zu kommen? Sind Deutsche auch in Irish Pubs zuhause? Was ist der Unterschied zu „Du kommst als Fremder und gehst als Freund.“? Der Spruch steht nämlich in meiner Heimat am Eingang des Palais d’Amour. (mehr …)

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Napier: Art Déco und Wein

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#142
1012
2007
Mo
18:27
Tag
185
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Von Gisborne geht’s an der Ostküste entlang nach Süden. Kurz vor Napier halten wir in Bay View. Die Mädels lassen mich Kiten. Endlich guter Wind, voll onshore mit 15 Knoten. Problem: Der Lavakies-Strand fällt steil ab. 1,5m hohe Wellen brechen direkt am Strand. Ich werde drei Mal so heftig gewaschen, dass ich Kies in meinem Wetsuit noch über den Knien finde. Dann geb ich auf. Nicht mein Tag.

In Napier bot uns Ilka Unterkunft an. Wir werden lieb willkommen geheißen und machen gleich zum ersten Abendessen ein nettes kleines Spargelfest. Die Zitronen für die Hollondaise kommen vom Baum aus dem Backyard. Nachts fährt uns Quentin in die Stadt, zum feiern des Halbjährigen. Einige Bars, etwas 80s, dann wieder heim. Passiert nicht viel, kann halt nicht immer. (mehr …)

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Halbzeit

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#141
0712
2007
Fr
23:55
Tag
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Heute ist genau Halbzeit meiner Weltreise. 182 Tage. Es regnet, aber das ist egal. Ich lass mich von den Mädels von Gisborne nach Napier kutschieren. Verschnaufen. Ein halbes Jahr des Reisens ist vorbei. Ich bin aufgebrochen, um etwas zu finden. Ich weiß nicht genau was. Ich weiß nur, dass ich es noch nicht gefunden hab. Aber auf dem Weg bin. Und es erkennen werde, wenn es da ist.

Reisen bedeutet mir: von allem etwas, das Schlechte und das Gute. Von beidem deutlich mehr als daheim. Aus allen Richtungen. Ich kann mir überhaupt nicht mehr vorstellen, wie das gehen sollte: an einem Ort leben. Was gäb’s da zu erleben? Wie sollte ich die Langweile erschlagen? Wie konnte ich nur so lange in meiner Stammkneipe so still sitzen? Werte schreiende Rastlosigkeit… (mehr …)

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Go east, life is peaceful there

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#140
0612
2007
Do
13:12
Tag
181
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Das East Cape ist die einsamste und ruhigste Ecke der ganzen Nordinsel Neuseelands. Eine Broschüre weist auf alle touristischen Attraktionen hin. Unglaublich: An den Stränden hier kann man schwimmen, picknicken und fischen. Aha. Es gibt Flüsse, auf denen man Jetboat fahren kann. Wenn man eines hat. Ach ja, und Pferde reiten kann man. Das war’s dann auch schon.

Die Landschaft ist wild, direkt hinter der Küste steigt das Land steil an. Das Meer bricht hart auf Lavafelsen. Die einzige Tankstelle auf 100km ist fast unsichtbar, eine Zapfsäule in der Mitte vom Nirgendwo. Direkt danach: Pferde, Schafe, Kühe. Auf der Straße und daneben. Der Himmel hängt tief in den Küstenbergen. Das Geräusch eines nahenden Autos erschreckt mich. (mehr …)

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Advent in der Piratenbucht

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#139
0412
2007
Di
23:24
Tag
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Am nächsten Morgen gehen wir im letzten großen Supermarkt vor der Einsamkeit einkaufen. Neben dem Eingang steht ein singender Weihnachtsmann. Ich tanze mit ihm, aber Weihnachsstimmung kommt bei 24 Grad einfach nicht auf. draußen stehen Palmen, und neben dem Fleischregal wirds mir barfuß und in kurzen Hosen glatt etwas kalt.

Irgendwie sind Kiwis ganz anders, aber eben immer nur halb. Sie fahren auf der falschen Seite, haben aber trotzdem rechts vor links. Weihnachten ist im Hochsommer, aber anstatt „Let the sun shine“ spielen sie zum Adventsshopping „I’m dreaming of a white Christmas“. Ich schwebe an Lebkuchen und Weihnachtsbier vorbei nach draußen in die gleißende Sonne. (mehr …)

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Trampen in Neuseeland

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#138
0312
2007
Mo
22:55
Tag
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Wieder zwei Tage im Yaping House in Auckland. Freies WiFi und jede Menge Arbeit. Einige alte Bekannte sind auch noch da. Ich schnall zum Glück noch am Sonntag, dass ich mein Auto nicht erst am Montag abgeben muss. Für die eine Stunde Verspätung hätte die Autovermietung 100$ abkassieren können. Tut sie aber nicht. Eine verlorene Radkappe wird auch übersehen, genauso der Sand vom 90-Mile-Beach, der beim Türöffnen nach draußen rieselt.

Früh am nächsten Morgen mach ich mich auf den Weg zurück nach Tauranga. Ich will was ausprobieren. Jeder sagte: Trampen wäre super einfach in Neuseeland. Ich glaube, diese Vorstellung ist leider etwas veraltet. (mehr …)

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Lausigkite & Taupo Hot Tubs

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#137
2911
2007
Do
23:14
Tag
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Hab ein paar Tage frei gemacht für Arbeit. Die Mädels wollen den Tongariro-Crossing machen. Also ziehen wir nach Turangi am südlichen Ende vom Lake Taupo. Die Strasse geht mitten durchs Kernland der Nordinsel. Über lange Strecken Schotterpiste. Nennen tut sie sich „The Forgotten World Highway“. Könnte mir keinen passenderen Namen vorstellen.

Früh morgens bring ich die Mädels zum Start vom Tongariro-Crossing rauf in den Nationalpark. Binnen nur zwei Wochen ist ordentlich Schnee geschmolzen auf dem Vulkan, auch das Wetter ist deutlich besser. Schon vom Start aus sieht man Mount Taranaki 150km weiter an der Küste. Die Besuchermassen werden auch mehr. Heute sind bestimmt schon 200 Leute vor 8 Uhr am Start. (mehr …)

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Mount Taranaki

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#136
2511
2007
So
23:55
Tag
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Irgendwie entwickle ich allmählich ein gewisses Faible für schwere körperliche Ertüchtigung nach kurzen heftigen Nächten. Diese Nacht war wieder sehr kurz, der Schädel recht trübe am Morgen. Wir checken aus dem Hostel aus und machen uns gegen 10 Uhr auf den Weg zum nahen Mount Taranaki / Mount Egmont. 2500m Vulkan steigen direkt aus dem Meer in den Himmel.

Schon die Anfahrt ist ehrfurchtgebietend. Nach einer halben Umrundung kommen wir gegen Mittag auf dem obersten Parkplatz auf knapp 1000m an. Wir sind leider etwas zu spät für einen Komplettaufstieg. Dazu braucht man ab 2000m hochalpine Ausrüstung, weil das Ding ganz oben immernoch vergletschert ist. Auf wackeligen Beinen machen wir uns auf den Weg. (mehr …)

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Waitomo Caves & eine wilde Party

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#135
2411
2007
Sa
23:04
Tag
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Der gute Wind kam leider nicht mehr. Am letzten Tag fällt mein Kite einfach aus dem Himmel. Soll wohl weiter. Auf dem Weg nach New Plymouth machen wir Halt in Waitomo. In den größten Höhlen Neuseelands warten Glühwürmer auf uns. Unser Guide Tim schildert eindrücklich und blutig, wie man sich besser nicht abseilen sollte. Dann geht’s 30m senkrecht nach unten.

Wir gehen einen unterirdischen Fluss entlang. Einige hundert Meter vom Eingang schalten wir unsere Lampen aus. Alle Wände strahlen grün im Licht von Millionen Glühwürmern. Eine gefangene Fliege lässt den Hintern der Glühwürmer drei Monate leuchten. Wär ziemlich cool, wenn der Mensch das auch könnte: nach dem Essen mit dem Hintern leuchten statt stinken… (mehr …)

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Kitesurfen in Neuseeland: Raglan

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#134
2211
2007
Do
16:27
Tag
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Wir brechen früh auf. Die Mädels ziehen weiter nach Coromandel, ich bringe Cédric noch nach Hamilton und lasse ihn an der Straße nach Rotorua raus. Sein Herz hat ihn dorthin gerufen. Mein nächstes Ziel ist Raglan, Surf- und Kitesurf-Mekka der Nordinsel Neuseeland. Ich komme erst am Abend an. Wir haben auf dem Weg wieder keine kleine Straße ausgelassen.

Wie schon so oft: Das erste Hostel ist schön, direkt am Strand. Und sie verbieten mir, meinen Laptop zu benutzen. Webdesign in Neuseeland ist für mich deutlich schwerer als auf der hinterletzten kleinen Insel in Fiji. Ich bin wieder mal auf 180. Stinksauer heize ich 8km an er Küste entlang. Als ich zur Landung ansetze ist mein Zorn verflogen. (mehr …)

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Baumgiganten und wildes Meer

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#133
1911
2007
Mo
20:23
Tag
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Irgendwas will uns grad belohnen. Wenn’s gut ist, wird’s einfach noch besser. Nach unten gibt’s nicht, nur nach oben. Wir verlassen die kleine Farm und machen uns wieder auf den Weg nach Süden. Es wird Zeit für den Rest der Nordinsel. Es geht durch alte Kauri-Wälder. In einem kleinen Restaurant, das wie Grüne Tomaten ausschaut machen wir Mittag am Meer.

Dann setzen wir mit der Fähre über einen Meeresarm, der meinte, uns den Weg versperren zu können. Keine Chance, und weiter nach Omapere. Auf einem Landarm vor der Küste türmen sich gigantische Sanddünen auf. Noch größer, als die, welche wir Vorgestern geritten haben. Hier könnte man bis direkt ins Meer sandreiten. Wir klettern an der Steilküste bis runter ans Meer. (mehr …)

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155km/h am 90 Mile Beach

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#132
1811
2007
So
22:06
Tag
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Auf einen tollen Tag muss ein schlechter folgen. Aber wer hält sich schon an Regeln hier? Wir brechen früh auf, mit einem Auto. Zuerst etwas nach Norden, und dann über herzlich gut versteckte und vergatterte Pfade nach Westen zum 90-Mile-Beach. Maoris weisen uns den Weg. Die letzten Meter gehen durch knöcheltiefen Sand und einen kleinen Fluss. Jeep? Pah, Toyota Starlet!

Der Ninety-Mile-Beach ist nicht so lang wie sein Name vermuten lässt. Aber unendlich breit, jetzt bei Ebbe. Der Sand ist fest und sehr eben. Irgendwann hatte ein Kiwi hier einige Jahre lang den Hochgeschwindigkeits-Weltrekord mit 264km/h inne. Ein paar Maoris gurken mit dicken Jeeps und hundert Angeln rum. Wir haben anderes vor. (mehr …)

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