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Oben ohne im Ramadan

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#313
2908
2009
Sa
21:20
Tag
813
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Sharm el Sheikh liegt im Bermudadreieck zwischen Las Vegas, dem gelobten Land und Geisterstadt. Welche Ecke die nächste ist entscheide jeder individuell. Vor 2000 Jahren führte Moses sein Volk auf der Suche nach dem gelobten Land durch den Sinai. Heute jagen jeden Morgen um zwei Völkerscharen auf den Mosesberg. Zu finden gibt es nichts außer der eigenen Klaustrophobie mitten in der Wüste.

Wir wollten selber hin, alleine. Doch Mubarak verkauft sein Land als Märchen aus Tausend und einer Nacht. Räuber heißen heute Islamisten und warten direkt hinter dem letzten Checkpoint auf ungläubige Individualtouristen. Folge: Es gibt kaum Mietwagen, den Dornbusch vor dem Katharinenkloster werde ich nicht anzünden, und niemand wirft den ersten Stein. (mehr …)

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Kitesurf-Schule Sharm el Sheikh

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#312
2608
2009
Mi
18:20
Tag
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Erst am dritten Tag komme ich endlich zum Kiten in Sharm el Sheikh. In der Naama Bay weht praktisch nie Wind, und wenn einer geht stehen immer noch Schirme und Schlümpfe dicht an dicht, gefolgt von etlichen Booten. Zum Kiten fährt man in Sharm el Sheikh 20km gen Norde nach Nabq. Das kostet mit dem blauen Minibus ca. 1,30 € und dauert 20 bis 30 Minuten.

Sucht man im Internet nach Kitesurf Sharm el Sheikh spuckt Google nur eine Seite aus: Colona Watersports, gerade übernommen von Kitejunkies. Sie liegen am Strand vor dem Regency Plaza in Nabq. Am Tag eins komme ich an und stelle fest: Flaute. Zum ersten mal seit einer Woche. Wieder nach Naama. (mehr …)

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Schlümpfe im Urlaub

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#311
2308
2009
So
21:38
Tag
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Sinai. 41 Grad. Perfekter Halt. Drei-Wetter Taft. Genau so wäre der Spruch, hätte eine heimtückische Friseuse der Lady aus der 80er-Jahre-Werbung nicht irgendwann in den 90ern still und heimlich eine Überdosis Gard gesetzt. Hitze und starker Wind empfangen uns auf der Treppe aus dem Flugzeug in Sharm el Sheikh. Ich strahle mitten in der Nacht.

An unserem Hotel in der Nama Bay angekommen ist diese Freude leider schon wieder verflogen. Nur 10 km südlich herrscht absolute Flaute. Wir wollen noch schnell ins Meer hüpfen, aber die Hotelstrände sind abgriegelt, und die Wächter des öffentlichen haben massiv was gegen Nachtbaden einzuwenden. Drei Uhr. Ab ins Bett. (mehr …)

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Kitesurfen an Korsikas Ostküste

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#310
2407
2009
Fr
15:13
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Jeder sagt Kitesurfen an Korsikas Ostküste geht nicht. Nie Wind und wenn dann zu wenig und wenn genug, dann voll ablandig. Stimmt alles nicht. Ich war jetzt 10 Tage im Juli hier. An vier Tagen war ich mehrere Stunden draußen. Ich hatte einen 12er und einen 19er Kite dabei. Gebraucht habe ich nur letzteren. Aber es geht.

Mein Kitesurf-Spot liegt ca. 15km nördlich von Aleria. Breiter Sandstrand, keine Bäume, aber auch keinerlei Buchten. Keine Steine, und massig Platz. Die Windvorhersagen von Windfinder.com stimmen praktisch nie. Es gibt keine festen Zeiten, der Wind kann zu jeder Tageszeit und aus jeder Richtung kommen. (mehr …)

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Freiheit den Nudisten!

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#309
2307
2009
Do
15:58
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Es wird mal wieder Zeit für eine verbale Breitseite. Meine heutige Zielgruppe: mach ein Nudist. Eigentlich habe ich gar nichts gegen Nudisten. Ich finde das Prinzip leben und leben lassen ganz großartig, die Freiheit ohnehin. Der Grund für die heutige Attacke ist die Tatsache, dass es unter den Nudisten erschreckend viele sehr bedeckte und verklemmte Antikörper gibt.

Die Antikörper zeichnen sich aus durch eine vom Thailändischen TÜV ausgestellte Prüfplakette für geistige Freiheit. Sie sind nackt aus Borniertheit. Sie verachten klassisches Nudisten-Gedankengut wie z.B. „In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist.“ Vielleicht sind die Antikörper ja gerade deswegen so engstirnig. (mehr …)

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Corsicana

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#308
2007
2009
Mo
18:19
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Mir fällt auf, dass ich auf meiner großen Reise eigentlich keinen einzigen Tag – oder wenigstens einen halben – nur am Strand gelegen bin. Es musste immer eine Höhle erforscht, ein Berg bestiegen oder eine Lagune erkundet werden. Selbstverständlich nur solange der Wind nicht zum Kiten reichte. Hier ist das anders und gut.

Manchmal gibts Wind, aber die Vorhersagen stimmen praktisch nie. Auf jeden Fall gibt’s auch auf der Ostseite Corsicas mehr Wind als erwartet, meist Side-Onshore. An vier von sieben Tagen war ich kurz draußen mit dem 19er Assault. Etwas Spaß am Wasser in der untergehenden Sonne. Danach noch Volleyball, und schon beginnt der Abend mit Grillen, Wein und Strandfeuer. (mehr …)

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Florenz am Morgen

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#307
1407
2009
Di
23:47
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Im Nachtzug nach Florenz stehen Weltreisende aller Nationen auf dem Gang. Sie unterhalten sich über wichtige Dinge. Alles ist wichtig. Ich fühl mich noch älter als ich eh schon auf meiner Reise war. Mir ist ziemlich viel egal, seitdem ich wieder da bin. Einige wenige Dinge sind dafür richtig wichtig. Ich versuche zu schlafen.

Den ganzen Brenner bergab kreischen die Räder in jeder Kurve. Erst lang nach Mitternacht schlafe ich kurz ein und wache dann schon vor Florenz auf. Der Zug fährt aus einem langen Tunnel. Die Sonne geht über Florenz auf. Ich beschließe spontan meinen Zug nach Livorno sausen zu lassen und mir stattdessen Florenz im Morgengrauen anzusehen. (mehr …)

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Eine gute Geschichte

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#306
1207
2009
So
2:35
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Ich gehe wieder auf Reise. Zum ersten mal seit vielen Monaten kommt auch beim Webdesigner etwas die Wirtschaftskrise an. Es wurde Zeit, und es tut gut. Eine Freundin feiert ein grundloses Fest im Alpenvorland. Nach drei Stunden Fahrt durch übelsten Ferienstau komme ich am frühen Abend in Kaufbeuren an. Die Adresse ist Programm: Schönblick.

Feiern ohne Grund ist gut. Kein Ziel, kein Plan, keine Erwartung. Alles was ist: passiert einfach. Was nicht geschieht wird nicht vermisst. Ich kennen keinen und erwarte nichts. Wenige alte Regeln gelten heute. Aber wenige dafür – und vielleicht gerade deswegen – umso mehr. Meine liebste: Gutes passiert immer nur wenn man’s nicht erwartet. (mehr …)

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Bürgerfest Regensburg: Ein Stilleben

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#305
2706
2009
Sa
2:49
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Alle zwei Jahre feiert Regensburg sein Bürgerfest. Auch wenns sonst oft recht zerstritten ist: Für zwei Tage im Juni vergessen wir alle Streitthemen wie Stadthalle und feiern was die Feste hergeben. Es gibt kein vor, es gibt kein zurück: Das Weltkulturerbe wird zum potentiellen Domestos-Werbeclip.

Seit vier Monaten bin ich wieder in Regensburg daheim. Nichts ist geplant, aber alles läuft. Vielleicht weil gute Sachen nur unerwartet geschehen können genieße ich das Regensburger Bürgerfest mehr als je zuvor. Gute Bands, viel feines Essen, etwas Regen, manch Sonnenstrahl und schräge Momente: so soll es sein! (mehr …)

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Neusiedler Kite-Kriege

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#304
2206
2009
Mo
19:02
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Wir fahren an den Neusiedler See. Um überhaupt an der Schule nachfragen zu können, ob Sabine einen Aufbau-Kitekurs machen kann müsste man eigentlich 4 Euro Strandbenutzungsgebühr zahlen. Es gibt keinen Kurs. Weiter an den Nord-Nord-Strand. Toll: dieses Jahr kostets nur noch 5,50 €. Mist: die Drehtür hat jetzt sogar einen Wächter.

Der Strand ist proppevoll mit lauter superfeschen Hosen-über-Neoprenträgern. Wir bauen auf. Als der einzig gute Bursche am Strand Sabines Kite startet pass ich nicht auf. Er drehte ihn Richtung Powerzone. Sabine wird 20m durch Gras gerissen. Wäre ihre Harness nicht gerissen, als wir uns auf sie stürzten, hätte sie zwei Meter weiter der Zaun geschnitzelt. (mehr …)

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Louie Austens Schuhe

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#303
2106
2009
So
2:22
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Nach einer erholsamen Nacht bei Georg auf der Hohen Warte fahre ich ins Zentrum. Es regnet. Den ganzen Tag. In Strömen. Ich finde meinen Weg auf unbekannten Pfaden, habe kein Ziel aber komme dort an. Menschen fragen mich nach dem Weg. Ich pack mein bestes wienerisches „ey“ aus und radebreche „Das weyss ich leyder auch nicht, gnä Frau.“

Vor der Abtreibungsklinik am Fleischmarkt steht ein einsamer Abtreibungsgegener mit seinem Plakat im Regen. Tipp an die Bertreiber: blöde Adresse! Umziehen in die Himmelpfortgasse, dann klappts auch mit den Nachbarn. Die Junkies in der UBahn am Karlsplatz sind dicht wie immer, der Naschmarkt im Regen dagegen mal angenehm leer. (mehr …)

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Josefine Baker singt in Wien

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#302
2006
2009
Sa
1:52
Tag
743
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Ich fahre nach Wien. Auf dem Weg finde ich die Erklärung für die Wirtschaftskrise. Wegen selbiger steckt die Regierung derzeit sehr viel Geld in Infrastruktur-Massnahmen. Überall unglaublich viele kilometerlange Baustellen, wegen denen ich meine geschäftlichen Termine in Wien nicht einhalten kann. Verlorene Aufträge pflastern den Weg durch die Krise.

Sich an vielen Orten auf der Welt auszukennen ist großartig. Es gibt das Gefühl der Kontrolle über etwas immer komplexer werdendes und eigentlich unkontrollierbares. Fast könnte ich das Navi ausschalten. Die Wiener bestrafen immernoch jeden kleinsten Fehler mit wildem Hupen, und einen Parkplatz vor Georgs Hotel finde ich schon nach nur drei Runden um den Praterstern. (mehr …)

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Am Anfang alle einsam – am Ende alle dicht

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#301
2105
2009
Do
2:55
Tag
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T.Raumschmiere legt in Regensburg auf. Wir freuen uns seit Wochen. Vom wir blieb kurz vorher nur noch ich übrig. Also sitz ich am Bismarckplatz. Kommt ein Ehemann her und fragt: Was sitzt’n so einsam rum? Ich schau mich um. Der Platz ist voll. Mein Tisch ist leer. Allein, nicht einsam! Sie setzen sich.

Bloggen ist die Kunst der Gratwanderung zwischen Pornographie und Belanglosigkeit. Keinen interessiert Langweile, und ausziehen tu ich mich nur zum duschen. Also: Was gibt’s an so einem belanglosen Tag bedeutendes zu schreiben? Und wie rettet man einen großartigen Weltreise-Blog vor dem schleichenden Tod? Vielleicht brauch ich einen Code… (mehr …)

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Crash Boom Bang

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#300
1704
2009
Fr
15:55
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Es regnet. Ich fahr von einem Kunden heim. Auf einmal dreht sich die Welt. Halt nein, das ist mein Auto. Die Airbags explodieren. Rauch und Scherben. Ich schleudere 10m quer über die Kreuzung knapp an einer Ampel und einem geparkten BMW vorbei in ein erhöhtes Blumenbeet. Dann steht alles still, nur meine Ohren sausen.

Ich steig aus, schwanke durch den Regen. Auf der anderen Seite der Kreuzung steht ein dicker BMW. Der hat mich mit hohem Tempo von rechts erwischt. Sofort versuche ich einen Zeugen zu finden. Nach endlosen 30 Sekunden kommt einer zu mir. Ja, Sie hatten grün. Denk ich auch. Es sei denn der vor mir ist auch bei rot über die Kreuzung gefahren, und der Zeuge hinter mir genauso. (mehr …)

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Das Fest

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#299
0404
2009
Sa
21:34
Tag
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Tja…Da bin ich nun gelandet.Aber was solls….Irgendwann ist der Sprit halt aus und dann bleibt keine andere Wahl.
Notlandung beim ff-webdesigner. Blöderweise hatte ich mein neuestes Trachtenoutfit nicht drunter angezogen.
Schweinsbraten mit Freibier gabs trotzdem…Großes Lob an das arme, lecker zubereitete Schwein, welches morgen einen würdigen Abgang durch das Ende meines Verdauungstrakts – vermengt mit Weltenburger Urtyp Hell – erhalten wird.
Fazit: Für mich hat sichs rentiert, für die Sau weniger. Willkommen zurück in Regensburg!Gruß Tom (mehr …)

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Gambio GX Template Anleitung

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#298
1103
2009
Mi
2:15
Tag
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Im neuen Gambio GX Shopsystem gibt es zahlreiche Neuerungen. Manche sind sinnvoll, viele sind überflüssig. Die technische Dokumentation ist inexistent. Der Support hilft nur noch bei direkt den Shop betreffenden Problemen – mit Layout und Optimierung ist man auf sich allein gestellt. Im ersten Teil der Anleitung erkläre ich, wie man möglichst effektiv ein eigenes Gambio GX Template erstellt.

Der zweite Teil beschäftigt  sich mit der dringend benötigten Optimierung der Ladezeiten. Ein Vergleich alte / neue Version zeigt 156 / 705 kB – absolut inakzeptabel. Diese Anleitung erfordert fundiertes Vorwissen und richtet sich vor allem an Webdesigner. Wir erstellen Ihnen gerne Ihr Gambio-Template! Gamio Internetshop Webdesign Referenzen (mehr …)

Unbenannt 1
senioren geschenke

Die neue alte Heimat feiern

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#297
0703
2009
Sa
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Ich bin wieder in meiner neuen alten Heimat Regensburg. Nach einem Jahr Weltreise und einem halben Jahr auf Wanderschaft wurde es Zeit für eine feste Heimat. Es gibt eigenartige Herausforderungen: An einem Ort bleiben. Nicht jeden Tag neue Freunde kennenlernen. Ein Buch beenden und ein neues beginnen.

Lange Suche führte zur meiner Traumwohnung. Seit vier Wochen lebe ich in einer Jugendstil-Stadtvilla in der Luitpoldstraße im Zentrum von Regensburg. Mein Gastherme ist schon explodiert, der Boiler ausgefallen, der FI-Schalter gesprungen, die Couch zerbrochen, die Decke auf den Kopf gefallen und die Wände entgegengekommen. Sprich: Ich fühle mich sehr wohl hier. (mehr …)

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Nick Stein, Radio Nikita, Bulgarien

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#296
1702
2009
Di
15:06
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In uralten Zeiten gab es auf dem Marktplatz einer jeden Stadt ein zumeist hölzernes Gestell, das auf den Namen Pranger lautete. Unehrenhafte Menschen wurden dort in aller Öffentlichkeit bloßgestellt. Zum einen schreckte das die anderen ab, ähnliche Untaten zu begehen, zum anderen wusste ein jeder um das Fehlverhalten der angeprangerten Übeltäter.

Heute haben wir das Internet. Alles ist anonym, Bösewichte sind schwer greifbar. Sie begehen die gleichen Untaten immer wieder und werden dafür nicht bestraft. Wer schützt nun die guten vor den Bösen? Ich. Heute. Hier. Mein Bösewicht: Nick Stein, Chef von Radio Nikita, ansässig in Bulgarien. (mehr …)

radio nikita
nick stein

Snowboarden in den Pyrenäen

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#295
0102
2009
So
21:12
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Am meinem letzten Tag in Barcelona regnet es permanent. Ich spiele feuchter Modepudel auf der Edelmeile Passeig de Gracia. Gucci, Gabbana, Chanel, Diesel, Zara. Jeder Shop ist ein willkommener Regenschutz. Immer wenn der Regen stärker wird kauf ich was. Trotzdem bin ich am Abend platschnass.

Um fünf Uhr früh steh ich auf, hole das Auto, lade ein und fahre ab Richtung Pyrenäen. Mein Ziel ist La Molina. Die Vorstellung in Spanien Snowboard zu fahren fand ich irgendwie witzig. Die Anfahrt lässt keine Freude aufkommen. Bis 1300 m gibt’s gar keinen Schnee, danach fängt’s leicht zu schneien an. Die Pisten sind weiß, aber ich zweifle sehr ob sich das lohnt. (mehr …)

Mei is do geil

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#294
3101
2009
Sa
5:25
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Ich beende meinen Spanischkurs in Barcelona. War schwer, mitzuhalten und trotzdem genug zu reisen. Heute ist meine letzte Nacht. Wir gehen in die Stadt, fast der ganze Kurs, ich und Dave. Die Wirtin der ersten Bar schaut aus wie eine Puffmutter. Im schwarzen Schaf ist es brechend voll. Erste Spuren der Nacht bahnen sich an, und keiner weiß wo sie hingehen.

Die Planlosigkeit reizt mich etwas. Unser Plan war noch ein letztes Mal in Barcelona richtig auszugehen. Tanzen. Man soll ja machen was man plant, also dränge ich auf Aufbruch. Auf einmal sind wir doppelt soviele Menschen wie vorher. Ich schreite voran ins Nirgendwo. Jeder fragt irgendwann mal nach dem Weg dorthin, aber keiner kann uns gernau sagen, wo’s liegt. Also lassen wir und auf einem Platz nieder. (mehr …)

Vom König zu den Kaisermeistern

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#293
2901
2009
Do
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Die Tage werde zu Nächten. Meine Reise geht zuende. Spanisch lerne ich trotzdem, aber wären meine Kurse nicht jeden Tag von zwei bis sechs Uhr am Nachmittag, wäre das Leben in Barcelona ein kleineres. David hat Karten für ein Konzert besorgt. Ich mag keine bösen Anwälte auf Bilderjagd. Deswegen taufe ich die Band des Tages auf den Namen Kaisermeister.

In einer Tapasbar direkt an der Rambla futtern wir 20 Minuten aufmerksamst von zwei schwulen Kellnern betreut. Der warme Service kostet einen heißen Preis. Weiter zum Konzert. Vor der Halle stapeln sich die Bierverkäufer in drei Lagen. Der Service ist fein, doch wir haben Wein. Drinnen warten gute Menschen im Hasenfell. (mehr …)

Ganz still am Königsplatz

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#292
2801
2009
Mi
23:58
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Ich fahr mit Dave nochmal nach Castelldefels. Der Weg dorthin ist immernoch ein Schlachtfeld gezeichnet vom stärksten Sturm aller Zeiten. Am Strand scheint die Sonne auf 8 Grad kaltes Wasser, die Luft hat auch kaum mehr. Ich hab mir eine heftige Erkältung eingefangen und sehe ein: auf meiner letzten Reise bleibt mein Kite im Sack.

Tags darauf schickt Susi aus Kaufbeuren die Email der holden Helga, einer Mitstudentin aus alten Zeiten. Einen Tag später sitzen wir in einer richtig urigen Tapas Bar in Barceloneta. Ich hasse Meeresfrüchte. Hier schmecken selbst Gamba-Köpfe famos. Danach geht’s weiter ins Barrio Gotico in eine Bar, die ich gern zu meiner Stammkneipe auserküren würde, wären das nicht die letzten Tage einer langen Reise. (mehr …)

Eine teure Baustellen-Gaudi

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#291
2501
2009
So
19:00
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Dave kommt gegen Mittag mit dem Flieger aus München an. Kurz was essen, und wieder ab in die Stadt. Mir geht’s nicht gut, hab mir ne satte Erkältung eingehandelt. Wir fahren zur Sagrada Familia. Sie ist genau wie mit allen andern großen Sachen auf meine Reisen: verdammt erbärmlich klein.

Gaudis Sagrada Familia ist eine einzige Baustelle. Außen Kräne, innen 80% der Fläche durch farblich wunderbar kontrastierende Gerüste verstellt. Die restlichen 20% teilen sich eine Unmenge Futterautomaten (Snickers, Mars, Raider, keine Hostien) und die Toruistenherde. Mäh! Tolles Echo. Ab zum Turm. Der kostet nur 2,50 € extra, nach den 11 Euro Eintritt für eine Baustelle ein echtes Schnäppchen. Aber eine Stunde warten ist mir zu lang. (mehr …)

Riders on the storm

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#290
2401
2009
Sa
17:05
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Ich geh mit einigen Leuten vom Kurs los auf eine wilde Nacht. Viele Bars werden’s nicht. Wir bleiben bis drei Uhr in der gleichen wunderschönen Marmalade Bar hängen. In Barcelona lernt man ohne weiteres pro Stunde 10 Leute aus 20 Nationen kennen. Alles ist bunt gemischt, es gibt Geschichten aus der ganzen Welt.

Am nächsten Morgen wackelt die Welt. Klar, war ja ne heftige Nacht denke ich. Aber das ist es nicht. Das Haus wackelt wirklich. Der angekündigte Sturm ist mit Spitzen weit über 100km/h in Barcelona eingefallen. Morgennachrichten: vier Menschen starben, drei wurden ins Meer gerissen, hunderte Notfälle, Chaos. Ich geh auf die Straße. Der Sturm spielt Roller-Domino. Die längste Reihe, die ich gesehen hab bestand aus sieben umgefallenen Rollern. (mehr …)

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Barcelona unkitebar

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#289
2301
2009
Fr
19:09
Tag
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Windfinder hatte recht. Heute kommt der Wind. Kaum ist der Kurs aus, packe ich mein Brett und Kite und stürze mich in die nächste Ubahn zum Strand. Die Barcelonesen schauen mich alle etwas dümmlich an. Was ist los? Wir haben 17 Grad, das ist warm, ihr dürft eure Polarmäntel ausziehen!

Am Strand komme ich keine Sekunde ins zweifeln. Der Wind ist voll ablandig, durch ganz Barcelona massig verwirbelt und wechselt im 5-Sekunden-Rythmus von 0 auf 50km/h. Auf der Wasseroberfläche sieht man ihn tanzen, links, rechts, vor, zurück. Dann wieder Sandstrahlung ins Gesicht und eine Böe senkrecht von oben. Kiten ist das schönste Ding von Welt. Vor allem wenn man sich danach drüber freuen kann. Ich bleibe an Land. (mehr …)

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