Der größte unabhängige deutsche Kitereisen-Blog - 296 Kitepots - 744 Reiseberichte.

Micro Magic Glückseeligkite @ Elafonisi

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#755
0804
2024
Mo
18:44
Tag
6149
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Elafonisi beschreibt schon unser 20 Jahre alter Reiseführer als das „verlorene Paradies“. Auf unsere Liste bringt es Elafonisi nur, weil es ein paar wenige Hinweise darauf gibt, dass man in der türkisblauen Paradies-Lagune wohl ab und an auch kiten könnte. Generell sind die Infos zum Kitesurfen auf Kreta im Internet mehr als spärlich. Aber es gibt Spots, an denen man kiten darf. Finden kann man die nur mit Locals-Hilfe.

Die Forecast für Elafonisi ist einen Tag ganz gut. Von Guaves bis an die Südwest-Ecke von Kreta ist man nette dreieinhalb Stunden unterwegs. Die oft einspurige Straße führt zunächst über einen kurvigen Pass bis hoch über einen spektakulären Canyon. Dutzende Stände verkaufen Bio Honig, Oliven und Raki. Danach führt die Sraße fast genauso steil nach unten durch ein idyllisches Tal ans Meer. (mehr …)

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Walross-wälzen im wilden Ost-Kreta

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#754
0604
2024
Sa
20:33
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Kreta ist meine achte und mit Abstand größte aller besuchten griechischen Inseln. Die Familie reist mit einem Stopover im Wiener Schmäh an. Eine schier endlose Konkurrenz an Vermietern knüppelt die Mietwagenpreise selbst zu Ostern unter den Preis von Rollern in Entwicklungsländern.

Unser gebuchtes einfaches Hotel leidet unter Bauverzögerung. Wir werden umgebucht auf das 5 Sterne All Inclusive Guaves Waterpark Resort. Die kleine geniesst gigantische Kinderpools und Papa unlimitiertes Pita Gyros an einigen Cocktails. (mehr …)

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Ein Monat Barfuss: Good Night, Vietnam!

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#753
1702
2024
Sa
15:16
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Kaum bin ich aus Da Lat zurück in My Hoa, da kehren  auch  die starken Winde zurück. In meinen letzten zehn Tagen hier ballert es fast permanent mit 20 bis 43 Knoten Spitze über das Flachwasser. Eine vermutlich zu eng um die mittlere Strut gebundene GoPro Mount bringt selbige im Sprung zum explodieren. Wegen den Tet Feiertagen dauert die Reparatur fünf Tage. Auch nach dem zweiten Versuch verliert die mittlere Strut weiter Luft. Meine Flügel sind platt und  Rekorde vorbei.

Die aus dem Kite gefallenen GoPro finde ich am Morgen bei Ebbe nach langem Lagunen-Latschen wieder. Ich leihe die teure Insta 360 X3 einer Chinesin aus und gehe mit einer guten Harness Mount aufs Wasser. Im Flachwasser vor dem Phan Rang Kite Center crashe ich nach einem Mini Hüpfer. Die zweite Harness geht auf und reisst die Insta etliche Meter über scharfe Korallenstücke am Meeresgrund. Der Totalschaden bringt den teuersten 20 Sekunden-Clip in 25 Jahren Kitesurf-Reisen. Die Korallen beißen mich ein letztes Mal ins Knie.
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Kommunistisch Biken: Nha Trang & Da Lat

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#752
0802
2024
Do
12:28
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Der Wind in My Hoa geht erstmals seit vielen Wochen runter. Runter, das bedeutet hier „nur“ 18 Knoten. Ich geh etwas mild cruisen mit dem 12er raus. Freund Tom kommt rüber aus Thailand. Wir quartieren uns ins sehr schöne Luxus-Resort My Hoa Kiting Town ein. In der „Flaute“ mieten wir 150cc Roller und brechen über die kurvige Küstenstraße nach Nha Trang zu Cầu Nước Ngọt Wasserfall auf. Kaltes klares Wasser kühlt uns gut runter.

Zwei Tage später brechen wir auf unsere große Tour auf. Der insgesamt gut 600 km weite Weg führt uns zuerst zweieinhalb Stunden in die Halbmillionenstadt Nha Trang mit seinen weissen Hochhäusern. Die Straßen sind über weite Strecken grausam voll. Toms Bike macht schlapp. Bergauf bin ich kurz davor ihn mit dem Fuss anzuschieben. Tom tauscht den Roller zweimal um, dann spurten wir uns in die thermischen Quellen vom I-Resort. Künstliche Wasserfälle, steile Rutschen und heiße Becken sind auch bei knapp 30 Grad überraschend entspannend. (mehr …)

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Kitespot My Hoa Lagoon, Phan Rang

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#751
2701
2024
Sa
13:34
Tag
6077
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Die mehr als zweitätige Anreise nach Phan Rang war hart. Meine erste Unterkunft ist Vietnam Surf Camping ganz im Süden der Lagune. Die kleine Yurte am Strand ist einfach aber günstig. Am ersten Tag baue ich erst mal nur das Split zusammen und lasse von der Phi Kite School eine gerissene Bindung reparieren. Der Wind ballert mit bis zu 32 Knoten über den ca. 1500 mal 300m breiten Stehbereich. Von den fünf Kiteschulen aus sind bis zu 100 Fahrer am Wasser. Eng wird es selten.

Dass die Lagune von My Hoa / Phang Rang ab und an trocken liegt wusste ich. Morgens oder Nachmittags kiten: ich bin da flexibel. Aber es gibt hier meistens nur eine Flut am Tag. Das wusste ich nicht. Bei Ebbe ist das Wasser entweder auf den ersten 300m komplett weg oder viel zu niedrig für halbwegs sicheres Starkwind-Kiten. Sand und überall recht scharfe Felsen / Korallen wechseln sich engräumig ab. Eine größere sichere Landezone nur mit Sand gibt es nicht. (mehr …)

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On The Road Again: Saigon

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#750
1501
2024
Mo
8:07
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Nie zuvor bin ich so erschöpft auf eine Reise aufgebrochen. Corona brachte erst viel Arbeit. Die Wiederöffnung danach den heftigsten Gewinneinbruch aller Zeiten. Zum ersten Mal in einem Viertel Jahrhundert habe ich eine Festanstellung als Webdesigner gesucht. Dann kommen auf einmal wieder viele große Aufträge. Was bleibt ist der größte Tidenunterschied aller Zeiten – und allumfassende Müdigkeit.

Beim Abschied am Flughafen sind die letzten Worte der Kleinen „Papa warme Hände“. Das ist das liebste Kompliment, das sie einem Webdesigner mit eigentlich chronisch kalten Händen machen kann. Ich werde sie sehr vermissen. Doch es ist höchste Zeit für mehr Schlaf, heftigen Workout und massig Big Airs an einem der windigsten Spots ganz Asiens. Keine anstregenden Expeditionen. Um es vorwegzunehmen: der Plan schlägt direkt nach Ankunft in Saigon fehl. (mehr …)

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Golf de Roses

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#749
3004
2023
So
23:58
Tag
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Kaum da sind wir schon wieder weg. Ein Monat wie ein Tag. Zum Sonnenuntergang brechen wir in Tarifa auf.   Auf leeren Straßen geht es über Malaga ins Hinterland. Ein Abi-Ball tobt hinter einer einsamen Tankstelle im Nirgendwo. Im Cafe nebenan wird auf Nobel-Hussen über Plastikstühlen geheiratet.

Die Lichter Granadas ziehen im Dunkeln vorüber. Hinauf in die Wüste und immer dem Mittelstreifen durch die Nacht folgen. Lost Highway. Ab Mitternacht verpufft der Kaffee. Nach drei Uhr wechseln wir stündlich. Sturmböen zum Sonnenaufgang im Ebro Delta. Barcelona am Morgen. (mehr …)

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Ein Monat in Tarifa

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#748
2904
2023
Sa
23:28
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Auf Tarifas Flagge stehen 360 Windtage im Jahr geschrieben. Ich kenne nach vielen Jahren der Besuche alle Winde der südlichsten Stadt Europas. Dachte ich. Unser April hier beginnt mit zwei Wochen fast nonstop Levante Sturm von 22 bis 52 Knoten.  Reichlich erschöpft von der 2.800 km weiten Anreise ziehe ich nicht weiter an bekannte Ausweichspots mit weniger Wind.

Ich suche Arbeit. Analysiere dutzende Homepages von Kiteschulen. Berate ausführlich zu im Sturm pfeifenden Fensterschlitzen.  Dann ist der Wind weg. Die Vorhersage verspricht nach ein paar Flauten-Tagen einen weiteren nonstop Levante Sturm für unseren gesamten Aufenthalt bis Ende April. Ich vergesse die Bayerische Kiter Regel Nummer eins: „Wenn der Wind bläst, dann nutze ihn!“. (mehr …)

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Caños de Meca

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#747
2004
2023
Do
23:33
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Der Levante in Tarifa ballert heute mal wieder mit bockigen 20 bis 45 Knoten. Auf 12 km Strand ist wirklich keine einziger Kiter draußen. Sogar die Big Air Pro Rider im Balneario machen heute Pause. Wir fahren nach Getares, dem nächsten kitebaren Strand Richtung Algeciras. Gerade mal 16 km Luftlinie von Tarifa entfernt finden wir uns windtechnisch mal wieder auf einem anderen Planeten ein. In knappen 12 Knoten dümpelt ein leichte Kiter an seinem 13er durch kleine Wellen.

Wir fahren zurück nach Tarifa und checken den Wind am Valdevaqueros. Eigentlich fühlt er sich gar nicht so bockig und stark an. Aber genau das ist typisch. Der böse Wind kommt vor allem am ersten Levante Tag gar nicht bis ganz runter zum Strand. Er bockt erst einige Meter weiter oben – und dort extrem. Selbst Liam Whaley rät uns heute weiterzuziehen. (mehr …)

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Levante Nemesis @ Tarifa

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#746
1604
2023
So
17:11
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Ich bereise seit 24 Jahre mit meinen Kites die Welt. Der Wind ist mein Leben. Unter meinen über 200 besuchten Kitespots in sicher 50 Länder befinden sich einige der bockigsten Starkwindgebiete der Welt: Bayerische Seen vor einer dicken Westfront. Kalpitiya, Sri Lanka. Kapstadt. Die Cuesta del Viento hoch in den Argentinischen Anden. Die Philippinen. Bahia Salinas in Costa Rica. Fiji. Oder River Gorge, Oregon USA.

Ich hatte an all diesen Orten immer wieder mal ein paar Tage zuviel Wind für den kleinsten Kite. 50 Knoten erkennt meine Nase laut Windmesser ziemlich genau. Was wir diesen April einen Monat lang in Tarifa an Levante-Stürmen erleben bläst einfach jedem Fass den Boden aus. Bis zum Ende des Monats werden es wohl > 50% Levante mit 22 bis 52 Knoten Spitze. (mehr …)

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2.800 km Roadtrip mit Baby

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#745
0104
2023
Sa
22:56
Tag
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Mein Leben ist das Reisen. Wenn ich nur noch eine Sache im Leben machen dürfte, dann wäre es reisen. Ich hatte riesige Angst, dass mit Baby der wichtigste Teil meines Lebens vorbei wäre. Ebenso hatte ich Angst, dass unser Versuch mein Leben und das Baby zu vereinen schiefgehen könnte. Mein Vater hielt unseren Plan schlichtweg für verrückt.

Unser Plan? Für einen Monat mit dem Auto nach Tarifa in Spanien fahren. Ab Regensburg sind das inklusive Zwischenstopps nette 2.800 Kilometer. Befreundete Eltern meinten mit Baby wären am Tag maximal vier Stunden Fahrt machbar. Wir haben rein gar nichts vorweg gebucht und richteten uns voll danach wie es dem Baby ging. Am Ende bleiben zwei Erkenntnisse: Unser Baby ist das stressfreieste und liebste Kind der Welt. Aber trotzdem ist das Reisen mit Baby unendlich anstrengend. (mehr …)

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Unendliches Flachwasser @ Cagbalete

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#744
0703
2023
Di
7:20
Tag
5751
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Auch nach 12 Jahren und einigen langen Reisen auf die Philippinen gibt es noch neue magische Kitepots für mich. Von Cagbalete wissen nur ein paar wenige Philippinische Kiter. Die kleine Insel hat vielleicht 500 Bewohner. Der Strom kommt nur abends aus dem Generator. Das Internet tröpfelt, und die Dusche ist in der Regel ein Eimer mit Schöpfkelle – wenn es Wasser gibt. Luxus ist hier ganz weit weg – und das Leben einfach und echt.

Da wirklich alles mit Bankas vom Festland herangeschafft wird ist die kleine Insel recht teuer. Für 30 € bekamen wir vor ein paar Jahren einen vermutlich nicht mehr existierenden deluxe Beachfront Bungalow in El Nido. Hier bekommen wir zunächst für das gleiche Geld gerade mal eine minikleine einfachste Nipa-Hütte, in die nur zwei Matratzen und das Gepäck passen. (mehr …)

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Krach! Bumm! Peng! Argh!

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#743
0203
2023
Do
23:14
Tag
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Ein kleiner Philippinen Reiseführer. Ich liebe das Reisen, und das muss ich auch. Denn wer das Reisen um seiner selbst willen nicht liebt, der hat auf den Philippinen echt ein Problem.

Gerade viele deutsche Besucher scheinen ihren Fragen in den Philippinen Foren nach zu urteilen keinerlei Vorstellung zu haben, wie Reisen hier aussieht. Unmögliche Zeitpläne treffen auf unerfüllbare Wünsche. Zeit fur etwas Realismus. (mehr …)

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Murphys Law auf Tablas

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#742
0103
2023
Mi
8:47
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Die Fähre nach Tablas kommt mit nur eineinhalb Stunden Verspätung nach Sonnenuntergang in Odiongan an. Ein Trike bringt uns ins Hiland Resort. Als einzige Gäste bekommen wir ein gigantisch grosses Beach Front AC Zimmer direkt am Kitespot.

Bei Kitesurf-Mindoro bekommst du nichts von Philippinischen Preisen mit. Boracay ist immer fast doppelt so teuer wie der Rest der Philippinen. Hier auf Tablas sind wir bis auf ein paar kitende Expats die einzigen Bleichgesichter. Wir sind weit weg vom Tourismus und mitten drin in den echten Philippinen. Auch die Preise hier sind echt. Das Essen kostet jetzt fast soviel wie daheim – und das obwohl der Wechselkurs sich in den letzten Monaten deutlich zu unseren Gunsten verschoben hat. Günstig Reisen war hier mal. (mehr …)

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So frei @ Boracay

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#741
2502
2023
Sa
14:47
Tag
5741
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Boracay ist nach Lockdown und Radikalsanierung kaum wiederzuerkennen. Für Registrierung und Boot-Ticket stand man im Hafen gerne mal bis zu zwei Stunden in den Schlangen. Auf Boracay angekommen wartete man dann gerne nochmal eine halbe Stunde in der Taxischlange, um danach bis zu einer weiteren Stunde im Stau für die fünf Kilometer zum Bulabog zu stehen. Heute brauchen wir ab Caticlan Hafen bis Unterkunft gerade mal 45 Minuten statt dreieinhalb Stunden. Boracay ist endlich frei.

Am Bulabog laufen wir direkt in viele Freunde von Mindoro. Es windet noch ein bisschen. Sebastian geht gleich nach dem Checkin im Niu Ohana für seinen ersten Ritt raus. Ich bringe meinen Edge zur Reparatur in die Freestyle Academy. Dickes Danke für den schnellen und günstigen Austausch meines Strut Ventils! Da der Kite erst am nächsten Morgen fertig wird stürzen wir uns umgehend in eine stürmische Nacht. (mehr …)

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Rückkehr nach Mindoro

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#740
2102
2023
Di
23:51
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Die letzten 25 Jahre war mein Leben Kitesurfen und Reisen. Ich war jedes Jahr zwischen drei und sieben Monaten unterwegs. Jetzt bin ich Vater und habe Angst. Geht beides zusamen, oder kommt eines immer zu kurz? Ich bin unendlich dankbar für die Lizenz zum einmonatigen Solo-Reisen.

Nach gut 36h on the road via Mekka und Manila steige ich früh morgens aus der kleinen Propellermaschine in San Jose, Mindoro aus. Am Busbahnhof stellen sich mir zwei halbe Menschen in den Weg. Eine Hälfte ist Russe, die andere Ukrainer. Zusammen reden sie ohne Unterlass und mehr als zwei ganze Menschen. (mehr …)

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Kitesurf Reiseführer Philippinen
Kitesafari 10/2/23 bis 12/3/23

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#739
1201
2023
Do
9:51
Tag
5697
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Seit über 20 Jahren bin ich als leidenschaftlicher Kitesurfer auf Reisen abseits ausgetretener Pfade. Von fast 100 besuchten Ländern faszinierte mich keines mehr als die Philippinen. Auf drei Trips über insgesamt sieben Monate schätzte ich verlässliche Winde, abwechslungsreichste Spot-Bedingungen, die freundlichsten und aufrichtigsten Menschen der Welt, magische Inseln sowie abwechlungsreiche Natur, gutes Essen – und die Richtige Portion Abenteuer. Für Deutsche sind die Philippinen aber oft erst mal gewöhnungsbedürftig. Das Reisen auf den Philippinen ist anders. Es ist unplanbarer. Man muss flexibel sein. Ich lese viele Fragen deutscher Kiter: was, wo oder wie von A nach B? Die nötigen Infos sind oft schwer zu finden. Kitesurf Reiseführer Philippinen – Kitesafari 10/2/23 bis 12/3/23

Ich bin euer Reiseführer. The Grand Philippines Kite Odyssey IV – 10. Februar bis 12. März 2023. Ich führe euch an die besten Kitesurf-Spots der Philippinen und helfe euch bei der Reiseplanung.                   

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Roadtrip im Land von 1001 Nacht

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#738
2308
2022
Di
16:07
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5555
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4800km Roadtrip quer durch den Oman, von Salalah, entlang der Küste, in die Wahabi Sands Wüste, von dort in die Bergwelt und über Sur weiter, wieder der Küste folgend bis nach Muscat. Im Sommer bei bis zu 50°C im Landesinneren.

Dreieinhalb Wochen haben wir uns für diese Reise Zeit gelassen. Wir haben uns mit einem gemieteten Mitsubishi Pajero durch den Sand gewühlt zu traumhaften, weißen Kitestränden mit Türkisblauem Wasser, sind durch beeindruckende Wadis gefahren und haben uns die atemberaubende Bergwelt angesehen.
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50. Roskilde Festival

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#737
0907
2022
Sa
21:43
Tag
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Das nahe dem kleinen dänischen Ort Roskilde stattfindende Festival ist mit seinen wenigstens 130.000 Besuchern plus 25.000 Helfern eines der größten Festivals Europas. Gute Freunde und Dauerbesucher sagten das müsse man unbedingt mal erlebt haben. Also reise ich nach zwei Jahren Winterschlaf direkt vom mit 20.000 Besuchern recht kleinen InMusic Festival im gut 1.400 km entfernt gelegenen Zagreb an.

Ich bin wirklich überfeiert und ordentlich müde. Auch mag ich keine großen Menschenmassen. Und das Lineup des 50. Roskilde Festivals ist das schlechteste seit vielen Jahren. Nach einer Woche feiern sind für mich drei Sachen klar. Erstens findet jeder bei 180 Bands und acht Bühnen sein Gold. Zweitens ist nicht alles Gold, was glänzt. Drittens ist nach Gold graben eine zumeist reichlich dreckige Angelegenheit. (mehr …)

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Ciao Sicilia!

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#736
2504
2022
Mo
12:38
Tag
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In der letzten meiner fünf Wochen auf Sizilien kachelt der Scirocco nochmal einige Tage ordentlich über Lo Stagnone. Der heftigste Tag geht nochmal runter auf 12 Grad und rauf zu Spitzen bis zu 45 Knoten. Kaum einer ist draußen, und selbst die Freunde und Locals die mit kleinsten Schirmen diesen ultra bockigen Sturm reiten knacken nicht ihre Bestmarken.

Ich mache Pause und gehe erst einen Tag später nochmals raus. Der Scirocco ballert weiter mit etwas weniger ruppigen 20 bis 35 Knoten. Meine Mission „Don Dodeci“ erfülle ich nicht mehr, aber mit den erreichten 9,4m Höhe bin ich zufrieden. Die letzten Tage macht das Knie endgültig schlapp. Ich kann nicht mal mehr ankanten ohne zu schreien – geschweige den abspringen oder gar landen. (mehr …)

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Corleone & Thermen von Segesta

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#735
1904
2022
Di
23:16
Tag
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Als große   Fans   von „Der Pate“ stand natürlich Corleone  als Heimatort praktisch aller großen Mafiabosse Siziliens ganz oben auf der Liste. Die Anreise dauert laut vier verschiedenen Navis im Auto eineinhalb  Stunden. Keines hat recht. Die Landstraßen lösen sich etliche Male in Feldwege auf.

Die ersten zwei Routen sind komplett  gesperrt. Die dritte Vollsperrung ignorieren wir. Nach einigen Kilometern mit Schlaglöchern bis knapp vor Australien bricht die Straße auf der gesamten Breite mal schnell 40 cm steil ab. Wir kommen drüber, aber garantiert nicht zurück. Nach zweieinhalb Stunden kommen wir in Corleone an. (mehr …)

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Die Mysterien von Trapani sind gelöst!

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#734
1604
2022
Sa
11:56
Tag
5426
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Die Mysterien von Trapani sind eines der bedeutendsten christlichen Feste Siziliens. In einer 24-stündigen Prozession tragen hunderte von Gläubigen am Karfreitag 14.00 Uhr zwanzig bis zu einer Tonne schwere Heiligenfiguren durch die Altstadt von Trapani. Begleitet werden sie von zahlreichen großen Blaskapellen.

Wir kommen rechtzeitig zum Beginn in der Altstadt von Trapani an und sind vor allem wegen dem Sound sofort hin und weg. Die erste Kapelle scheint die Titelmusik des Paten zu spielen. Ein langsamer Jesus-Rave in Moll beginnt mit Märschen um die 70 BPM. Die Träger schwitzen trotz kühlem Wetter ab der ersten Minute. Die Mysterien von Trapani sind die Essenz des auf Sizilien noch mächtiger als in Bayern zelebrierten Katholischen Glaubens. (mehr …)

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Im Nationalpark Zingaro

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#733
1504
2022
Fr
23:19
Tag
5425
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Der Nationalpark Zingaro liegt am nordwestlichen Zipfel Siziliens zwischen Castellamare del Golfo und San Vito lo Capo. Man erreicht ihn ab Lo Stagnone binnen einer Stunde mit dem Auto egal ob man den Nordeingang oder den Südeingang wählt. Wir fahren über enge kurvige Straßen und den Süden zum Eingang. Der Eintritt kostet fünf Euro.

In den Achtziger Jahren formierte sich hier die bis dato größte Umweltschutzbewegung Siziliens. Die Regierung wollte eine Straße von Castellamare del Golfo nach San Vito lo Capo bauen. Der Eingang zum Nationalpark ist der einzige fertiggestellte Tunnel des Projekts. Die Naturschützer haben gewonnen. (mehr …)

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Salemi & Selinunte

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#732
1404
2022
Do
18:00
Tag
5424
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Freund Tom und meine  Frau besuchen mich auf Sizilien.  Der erste gemeinsame Tag bietet guten  bockig-starken Scirocco und einen strahlenden kühlen Sonnentag am Strand.  Ich bin insgesamt fast drei Stunden draußen beim kiten. Tom hat in den vier Jahren seit seinem Anfänger-Kitekurs  in Ägypten leider viel verlernt.

Bei seiner Schulung merke ich zum ersten mal was für eine  höllisch sportliche Leistung die Kitelehrer hier erbringen. Das dutzende Male „schnell 100m dem Schüler hinterherlaufen“ ist in bis zu 30cm tiefem weichen Morast tierisch anstrengend  und frustet auch Tom. (mehr …)

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Scirocco in Lo Stagnone

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#731
0504
2022
Di
17:35
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Freund Wilko besucht mich für eine gute Woche aus Berlin. Fast die ganze Woche ballert der Scirocco mächtig mit 18 bis über 30 Knoten. An einem Tag steigert er sich sogar auf bis zu 46 Knoten Spitze. Definitiv zu viel für unsere kleinsten Kites. An den anderen Tagen testen wir alle Spots der nördlichen Lagune von Lo Stagnone durch. An den wenigen windstillen Tagen touren wir über Westsizilien.

Die erste Session starten wir bei Wind, Water & Wine. Der Spot wird von der netten Österreicherin Lena geführt. Aufbauen geht bequem auf der Wiese. Infrastruktur gibts sonst wie an den meisten anderen Plätzen auch keine. Die einzigen Bars sind vor dem Kiteresort – und alle noch geschlossen. Am Tag zahlt man bei Lena fünf Euro. Kite zum Wasserrand tragen, starten und raus aufs Wasser. Gefahren gibt es hier bis auf ein paar Kakteen am engen Strand und einem klar ersichtlichen Felsen im Wasser keine. (mehr …)

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