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Die Stille von St. Kilda

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#190
0403
2008
Di
20:44
Tag
270
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St. Kilda ist der Strand von Melbourne. Gerade mal eine 30 minütige Tramfahrt von Nomads Legehalle entfernt gelegen buche ich mich gleich am ersten Tag länger ein. Ein kleines Hostel, nix besonderes, aber keine Kotze auf den Treppen. Es ist einfach, glücklich zu sein. Der Strand ist gerade mal 400m weit weg. Supermarkt ums Eck, und lauter nette kleine Shops und Ristorantes.

Ich gehe durch die Nachbarschaft. Höre nur noch Vögel zwitschern. Ruhe. Der botanische Garten, Aussies liegen in der Sonne. Am Strand steht eine alte hölzerne Achterbahn von 1912 und ein riesiges Theater, in dem kleine Bands wie Toto aufspielen. Das WiFi läuft, ich arbeite wie blöd für den Konto-Ausgleich. (mehr …)

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Nomads Legebatterie

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#189
0303
2008
Mo
12:17
Tag
269
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Manche Hostels sind wie Legebatterien. Das Nomad Backpackers in Melbourne ist die Mutter aller Legebatterien. Hennen und Gockel, das ersehnte Endprodukt ihr Geld. Davon legen sie reichlich auf den Tresen für ihr täglich Brot: Korn, Weizen und Gerste. Eine Bar als Futtertrog, die Hennen gackern in unglaublichen Tonlagen, die Hähne krähen unwissentlich um ihr verlorenes Leben.

Ich versteh die ganze Diskussion nicht, welche Haltung denn nun die bessere sein soll: In der Käfighaltung verkümmern, oder sich gegenseitig zerfleischen in der Bodenhaltung. Ich wechsle vom Käfig auf den Boden, als ein kleiner Hilfspunk-Gockel meint: „If you ex this Jug, i’ll pay it.“. Tja, macht der Bayer, kein Problem bei den Preisen – vielleicht werde ich ja sogar zum Gockel. (mehr …)

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Melbourne

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#188
0203
2008
So
15:00
Tag
268
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Kurz vor Mitternacht beginnt der Landeanflug auf Melbourne. Lichtermeer. Ich blätter schnell im Lonely Planet: 3,5 Mio. Einwohner. Oi. Nicht gedacht. Nach 15 Minten hab ich all mein Gepäck, der Transferbus geht genau richtig. Peter, der Weihnachtsmann von Fiji, hatte mir angeboten, dass mich seine Schwester abholt. Arbeitet am Flughafen. Aber geht auch so.

Ich komm an in der Stadt. Ein Bus mit Discokugel fährt vorbei. Dumpfer Bass hämmert. Hinten drauf steht: The Ultimate Party Experience. Eine rollende Disco. Wer sein Bier beim tanzen nicht verschüttet, schafft’s hier bestimmt. Sotos hatte mir schon gesagt: Melbourne ist die Partyhauptstadt der Welt. Alle Wände auf dem Fußmarsch zum Hostel bestätigen dies: Poster über Poster über Poster. (mehr …)

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Aus: Tralien

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#187
0103
2008
Sa
14:44
Tag
267
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Ich hasse Sprüche wie „Was dich nicht umbringt macht dich härter.“ Oder „Wahre Freunde erkennt man in der Not“. Warum? Weil sie immer wahr sind. Ich mag einfach keine Sinnsprüche, die immer stimmen. Leben ist viel komplizierter. Doch bei wenigen Sachen: vollkommen klar und einfach. Muss ich jetzt dafür dankbar sein?

In wenigen Situationen gibt’s keine Optionen. Wo man sonst hundert Möglichkeiten hat, bleibt im Extremen oft nur noch ein Weg übrig. Der ist meist hart. Das Danach muss also großartig sein, weil wunderbar flauschig-weich. Ach ja, und hell. Mit roten Glühbirnen und blauen Blumen auf beiden Seiten und so. Menschen danach werden andere sein. Bessere. (mehr …)

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Am Ende

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#186
2802
2008
Do
14:52
Tag
265
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Die Tage ziehen endlos zäh dahin, während ich auf das fehlende Teil aus Sydney warte. Es regnet permanent. Ich lese viel, „The Pornographers Poem“ von Michael Turner. Schaue zum zweiten Mal „Shortbus“. Der letzte Song ist wunderschön: „We all get it in the end“. Mein altes Hostel hat mein Bett verscherbelt, obwohl ich sagte: ich komme wieder. Egal, war eh der letzte Dreck.

Die Dame des Hauses fährt mich zum nächsten. Es ist komplett leer. Ein ganzer Dorm für mich. Stille, endlose Stille. Dann fährt hinten ein Zug vorbei. Ich bin dankbar dafür. Gehe raus, rauche eine Zigarette. Sitze und schaue dem Regen beim Fallen zu. Ein Frosch hüpft über den Hof. Ein Gecko schreit nach einem Weibchen. Abendprogramm in Cardwell. (mehr …)

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Tauchen am Great Barrier Reef

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#185
2502
2008
Mo
19:13
Tag
262
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Die Nacht is ein einziges zähes Schlachtfest. Die ersten Alkoholleichen gibt’s schon um acht zu bewundern. Ich mutiere zum Tierfilmer. Im Zimmer fällt die Klimaanlage aus. Schlafen in einer Sauna. Am Morgen herrscht schwerer Seegang, vor allem an Land. Sobald ich auf der Tusa5 bin, unserem Tauchboot geht’s wieder. Der Seegang scheint meine Schwankungen antiphasisch entgegenzuwirken.

Ich hab meine PADI Lizenz auf der Reise verloren. Kein Problem, sagt der Booking Agent, die finden deine Lizenz online über PADI. Was er nicht sagt: dazu hätte ich die vorläufige Lizenz erst mal an PADI schicken müssen. Folge: Ich darf lizenzlos nur Einführungstauchgänge machen. Niedriger, kürzer, nur zwei statt drei aber dafür wenigsten nochmal 50$ teurer. (mehr …)

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Ab nach Cairns

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#184
2402
2008
So
18:23
Tag
261
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Ich darf mich mal hängen lassen, gönne es mir. Es gibt keinen besseren Ort dafür. Erste Nacht: die besoffenen Bananenplantagen-Kinder sitzen um Unmengen leerer teurer Bierflaschen. Der Dorm ist Kaserne, die Küche so sauber dass sogar die Kakerlaken glänzen. Irgendwann grölt England im Pool um die Entblößung Schwedischer Brüste. Ich geh ins Bett und freu mich in der Nacht mehrmals über Bongokonzerte.

Tag zwei. Die lokale Tauchbasis ist telefonisch nicht zu erreichen. Nach fünf Kilometern laufen bei 35 Grad weiß ich warum: vor einem Jahr Pleite gegangen. Der Strand ist schön, doch beherrscht von der heiligen Dreieinigkeit: Haie, Krokodile, Quallen. Also das heißt eigentlich nur duales System: die Haie wurden angeblich schwer durch die Krokodile dezimiert. (mehr …)

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Schlechte Karten in Cardwell

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#183
2202
2008
Fr
20:44
Tag
259
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Ich fahre früh aus Airlie Beach ab. Es geht weiter auf der A1 nach Norden. Das heutige Ziel lautet Mission Beach. Auf dem Weg liegt nicht viel, aber zumindest werden nach ein paar hundert Kilometern die endlosen Zuckerrohrfelder von fast schon erfischend abwechslungsreicher Steppenlandschaft abgelöst. Ein Aussichtshügel. Oben genieße ich die Aussicht und einen dampfenden Motor.

Vorsichtig mit fahre ich mit ständigem Blick auf die Kühlwasseranzeige weiter. Nach Townsville kommt ein steiler Berg. Ich hole Schwung und cruise untertourig nach oben. Resultat ist wieder ähnlich: mein Auto, eine Dampfmaschine. Warten auf Abkühlung. Rauchen, viel zuviel. Wasser nachkippen. Touris beim vorbeifahren zuschauen. Ich hänge wieder fest. (mehr …)

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Nix los in Airlie Beach

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#182
2102
2008
Do
16:50
Tag
258
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Ich fahre ab in die Tropen, 900km nach Norden. Als ich nach acht Stunden die Autotür öffne erschlagen mich 35 Grad und über 80% Luftfeuchtigkeit im Zuckerrohrsumpf bei Airlie Beach. Selbiges wurde mir als ein schönes kleines Küstendorf mit guter Feierstimmung empfohlen. Mein Hostel: Backpackers by the Bay. Zimmer: tropisch, umwerfender Modergeruch.

Airlie Beach ist überlaufen. An den Strand kommt man nur durch den Park, im Umkreis von 10km ist jeder andere Strandzugang mit Millionärsvillen verbaut. Das gleiche gilt für jeden Punkt, von dem man ne schöne Aussicht hätte. Ich mag die Ostküste immer weniger. Was bleibt ist Arbeit, aber nach 2 Wochen Dauerstress hab ich bald wieder mehr Zeit zum Reisen. (mehr …)

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Flachwasserkiten in Hervey Bay

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#181
1902
2008
Di
20:34
Tag
256
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Jeder kommt nach Hervey Bay um nach Fraser Island zu gehen. Fraser Island ist eine der größten Sandinseln der Welt, 140km lang, 25km breit. Welterbe der Menschheit, umgeben von massig Tiger Sharks. Ich finde in Hervey Bay ein schönes kleines Hostel mit WiFi, das Mango Tourist Hostel. Unter der palmengedeckten Veranda kann ich endlich mal wieder ordentlich arbeiten.

Schon bei der Ankunft bläst der Wind ordentlich. Sachen rein, Mails checken und ab an den Strand. Nach einer halben Stunde finde ich meine Freunde schon auf dem Wasser. Wind mit 17 Knoten Südost. Spot: The Esplanade, das äußerste Eck der Bay vor Fraser Island. Eine Sandbank und massig spiegelglattes Wasser. Herrlich heizen, springen und tricksen. (mehr …)

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The Noosa Downwinder

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#180
1602
2008
Sa
22:30
Tag
253
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Die Tage kommen und gehen. Der Ort ist gut, aber es passiert trotzdem nix. Die Reisenden trinken, nicht mit Vernichtungsabsichten aber doch reichlich grundlos und ohne bleibende Ergebnisse. Der kleine Schalter hinter meinem rechten Ohr rutscht unbemerkt von „Leben“ auf „Überleben“. Ich bleib nicht draußen, aber bin auch sicher nicht drinnen.

Der zweite Mechaniker ist ein gelber Engel in grau – ohne für ADAC löhnen zu müssen. Binnen 5 Tagen tauscht er die Wasserpumpe aus und passt die Ventileinstellungen an. Trotz einem schweren Arbeitsunfall macht er mit einer Hand mein Auto wieder fit in der versprochenen Zeit. Ich geb ihm guten Bonus und bin glücklich, weiterreisen zu können. (mehr …)

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Noosa National-Park

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#179
1202
2008
Di
22:42
Tag
249
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Die letzte Nacht war heftig. Mit einem guten Burschen aus Würzburg leere ich eine ordentliche Anzahl Victoria-Bitter-Jugs. Ein Japaner spielt Gitarre, ein Finnischer Beethoven bringt einen Tisch zum Umfallen. Die Britinnen saufen einfach, wie immer (Sorry, Sam, es gibt Ausnahmen :-). Gegen Mitternacht bin ich recht hinüber und fall ins Bett. Trotz dem Feiern draußen ist es drinnen schön kühl und ruhig.

Am Morgen darauf bin ich wieder Wanderer. Mein Motor ist kaputt, und mein Geld wird erstmals auf der Reise höllisch knapp. Also? ALDI! Ich laufe nen guten Kilometer, shoppe billig für die nächsten Tage und trage dann 10kg Futter zurück zum Hostel. Frühstück: 1kg Rührei extra fettig. Eigenartig: danach ist mir immer noch schlecht. Aber anders… (mehr …)

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Blow Up vor dem Sturm

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#178
1002
2008
So
19:24
Tag
247
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Ich fahre vollkommen übernächtigt weiter. Die letzte Nacht war genauso grässlich. Ich hab noch nie jemanden verprügelt. Gestern Nacht war ich praktisch permanent kurz davor. Erlebnisse: siehe letzter Eintrag. Ich greife meine Sachen, fahre los. Nach hundert Kilometern merke ich: ay. Essen vergessen. Wohl ein Zeichen: iss weniger!

Eine weitere Sache die ich bisher nicht geschnallt hab: in Queensland laufen die Uhren anders. Eine Stunde näher an Europa, obwohl auf der gleichen Länge wie New South Wales. Deswegen komme ich in Noosa schon um 12 Uhr an. Wollte eigentlich weiter, aber habe gute Gründe hier einen mehrtägigen Stop einzulegen: Die Windvorhersage von Windguru.cz. (mehr …)

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Brisbane: Homestead Backpackers

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#177
0902
2008
Sa
19:40
Tag
246
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English readers: scroll down! Wir fahren früh los nach Brisbane. Alle Hostels im Zentrum sind schweineteuer, überbucht und bieten kein Internet. zwei km außerhalb des Zentrums werde ich fündig: Brisbanes Homestead Backpackers Hostel. Kein direktes Internet, aber eine Bar mit WiFi für Bierkauf. Ich checke ein, Koche noch ein letztes Mahl für Verena und den Lord.

Dann bringen ich die beiden zum Flughafen. Auf dem Weg merke ich, dass Brisbane eine echte Großstadt ist: für die 15km brauche ich hin und zurück fast zwei Stunden. Danach geht’s ab in die Bar. Es ist grässlich, aber ich muss wirklich ein Bier bestellen, damit ich online gehen darf. Das nervt wenig, der Preis von 4€ für ein kleines Bier deutlich mehr. (mehr …)

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Die letzte Nacht in Hippingen

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#176
0702
2008
Do
20:22
Tag
244
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Letzte Nacht? Tausende! Wieder mal: viel zu kurz. Letzte Nächte sind was magisches für Reisende. Das aller schönste an ihnen: praktisch jede Nacht ist eine letzte Nacht, wenn man nur schnell genug reist. In letzten Nächten zieht man Bilanz. Etwas abschließen, zu Ende bringen, Platz für Neues machen. Jede Nacht.

Manchmal sind letzte Nächte deswegen etwas anstrengend: aufräumen, einordnen, resümieren. Gleichzeitig natürlich nicht vergessen, wie schön die ganze Unordnung davor gewesen ist – und für selbige permanent sorgen. Manchmal ist es schwer, letzte Nächte einfach ganz normale Nächte sein zu lassen. Schlafen gehen. Aber nur das macht die wichtigen letzten Nächte zu Gold. (mehr …)

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Monsterwellen in Coffs Harbour

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#175
0602
2008
Mi
19:13
Tag
243
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Wir fahren weiter nach Coffs Harbour. Quartier beziehen wir ein paar Meter von einem recht heftigen Surfer-Strand entfernt. Den gesamten ersten Tag regnet es fast non stop. Shoppen, arbeiten, Zeit totschlagen. Nichts passiert, und meine Freunde verbringen den 6. Tag von wenigen in Australien im Dauerregen. Ich hab noch 10.000km Wüste vor mir, also trag ich’s gelassen.

Am morgen des nächsten Tages haben wir massive Problem, die Farbe des Himmels zu betiteln. Ist das Rot? Oder grün? Der Hostel-Häuptling meint irgendwann, das sei blau. Üblicherweise Zeichen für gutes Wetter. Oi, ach so, gutes Wetter? Gutes Wetter!!! (mehr …)

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Down under: under water

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#174
0502
2008
Di
22:22
Tag
242
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Das wichtigste Teil meines Autos: die Scheibenwischer. Es gibt kein „Intervall“, nur „schnell“ und „schneller“. Schilder rufen zum Wassersparen auf. Beim dritten kriegen wir einen kollektiven Schreikrampf. Dann fahren wir weiter an überfluteten Feldern vorbei. Die Warnungs-Liste auf der offiziellen Wetterseite Australiens wird immer länger: Zyklone, schwere Gewitter, Überschwemmungen.

Es geht weiter nach Norden. Wir erreichen Port Macquire im Regen, eine der ersten drei Siedlungen Australiens. Ein Hostel mit Internet, meine Dienste sind gefragt. Ich treffe ein paar Israelische Mädels, die mir schon mehrfach in Neuseeland und Australien über den Weg liefen. Lord Peter kämpft mit der hübscheren Ju-Jitsu. Tag fünf im Dauerregen. (mehr …)

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Bunte Höhlen & Blauer Himmel

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#173
0402
2008
Mo
0:58
Tag
241
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Das Hostel in Katoomba ist sehr schön. Ein kleiner Kamin, große Küche, umsonst Internet und keine Kakerlaken. Okay, eine 10cm große Spinne verschreckt mich kurzzeitig. Kochen, arbeiten, schlafen. Am Morgen fahren wir zu den Three Sisters, eine berühmte Felsformation. Zu sehen gibt es nichts. Mal von jede Menge Nebel abgesehen.

Wir fahren weiter zu den eine Stunde entfernten Jenolan Caves, einem der größten Karsthöhlensysteme der Welt. Wirklich groß, das heißt: zum Parkplatz geht’s mit dem Auto durch den Höhleneingang. Es werden 15 verschiedene Touren zwischen einer und sechs Stunden angeboten. Wir machen die kleine in die Lucas Cave. (mehr …)

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Blue Mountains in Weiss

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#172
0102
2008
Fr
21:32
Tag
238
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Am Abend gehen wir in die legendäre World Bar in Kings Cross. Legendär? Verdient! Hölle, welch eine Bar! Gute Indie Music. Backpacker aus der ganzen Welt. Billiges Bier. Tobende Massen. Cocktails aus Teekannen. Wir sind da und sofort weg. Der Guide aus dem Hostel ist heute zwecks zu viel Regen daheim geblieben. Ohne den gibts eigentlich keine Sonderpreise. Aber mit glaubt heute jeder alles.

Eine Italienerin aus Invercargill erkennt mich wieder. Danach eine Britin an der Bar. Ich versteh zwecks der Höllen Lautstärke nicht was sie sagt, also mein ich nur: No worries. Als ich danach für den nächsten Jug Bier zahlen will, meint der Keeper: hat sie schon. Ich hüpf über die Tanzfläche und philosophiere etwas mit meinen neuen Reisepartnern. (mehr …)

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Sydney, Sonnendeck…

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#171
3101
2008
Do
19:40
Tag
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Die letzten zwei Tage waren hart, aber lohnend. Nach einem Tag Sightseeing und Orientierung zwecks Auto in Sydney ziehe ich am Folgetag mit der Ubahn in einen entfernten Vorort. Dort sind die großen Autohändler. Aus der lokalen Tradingpost hab ich eine Adresse. Nach einer Stunde mit der Ubahn und dem Taxi steh ich vor dem Sydney Car King.

Nach eigener Angabe einer der größten Autohändler Sydneys verfügt er heute gerade mal über 15 Autos. Die sind alle Schrott. Billig, lecken, tropfen, knattern. Probefahrten erlaubt er nur auf dem Hof. Als ich im fünften Auto mal kräftig auf Gas drücke, um den Motor zu hören, dampft der King wutschnaubend näher und ich kurz darauf unverrichteter Dinge ab. (mehr …)

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Hello Australia!

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#170
2901
2008
Di
21:26
Tag
235
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Ich denk mir, komm, fang ein neues Land nicht mit lügen an. Also geb ich am Zoll an: Ich hab 425 Zigaretten dabei. Mit meiner Mischung aus überzeugendem „den Deppen spielen“, Konfusion und ehrlichen Augen bring ich den Zollbeamten dazu, mich ohne Strafzoll nach Australien zu lassen. Spart mir satte 80€.

Der Montag nach dem Australischen Nationalfeiertag ist ein verschobener Sonntag. Busse fahren selten, viele fallen aus. Mit einigen Irrungen und Wirrungen komme ich erst nach drei Stunden um acht Uhr abends am Palm Backpackers Hostel in Kings Cross an. Im Umkreis von 500m gibt es 35 Hostels und ungefähr genauso viele Puffs und Massageschuppen. (mehr …)

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Sweet as … Neuseeland!

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#169
2801
2008
Mo
21:07
Tag
234
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Der Überflug von Christchurch nach Auckland geht reibungslos. Ich nehm den Bus und checke für meinen letzten Tag in Neuseeland nochmal im Yaping House ein. Nach einem Kilometer laufen mit 40kg Gepäck bin ich ziemlich hinüber. Kaum angekommen lauf ich endlich mal wieder frontal in einen richtig guten Menschen rein.

Das macht meinen letzten Tag in Neuseeland sehr schön. Indisch essen gehen, ein Nachmittag am Strand. Kein Wind, aber ist egal mit den richtigen Menschen. Am Abend ein schöne Flasche Wein. Alles ist ganz ruhig. Vom Mount Eden schau ich auf Aucklands funkelnde Lichter herab. Ich bin genau richtig, hier und jetzt. Deswegen kann ich weitergehen. (mehr …)

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Eine gute Nacht: Geschichte

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#168
2601
2008
Sa
15:27
Tag
232
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An meinen vorletzten Tag in Christchurch erreiche ich doch noch Bosco, den Schwarzwald-Pirat von Mana/Fiji. Er ist schon vor ein paar Monaten nach Neuseeland umgezogen. Seitdem friert er ziemlich. Mitten im Neuseeländischen Hochsommer kommt er mit einer dicken Felljacke abends bei mir im Hostel vorbei. Ich grüße ihn herzlich von 100 Leuten, die ich auf der Reise traf. Bosco ist wohl sowas wie eine Legende unter Weltreisenden.

Ich freu mich zu sehen, dass es ihm gut geht. Anscheinend trinkt er nicht mehr ganz so viel wie auf Mana. Auf der Stelle ändern wir diese Angewohnheit. Nach ein paar Runden Vorglühen dackeln wir ins Stadtzentrum. Erster Club: Dux de Lux. Biergarten, Bar und Konzert. Die sieben Jungens der Retrodelic Funk Machine heizen ordentlich ein. Der ganze Raum dampft. (mehr …)

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Kiteboarding & Gaukler in Christchurch

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#167
2401
2008
Do
18:51
Tag
230
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Ich arbeite ein paar Tage. Fernwartung, Betreuung, Skypen, Webdesign…sogar vom Bett aus. Das Leben kann echt hart sein :-) Ich fahre mit dem Bus an den Strand bei New Brighton. Busse in Christchurch sind gut: häufig, gutes Netz und mit Metrocard billig (Tag: 2€). Am Strand reicht der Wind leider nur für ein paar Hüpfer aus…gestern waren hier 45 Knoten und einige Tausend Haushalte ohne Strom…

In Christchurch findet gerade das 10-tägige Buskers-Festival statt. Die ganze Stadt ist voller Gaukler. Ist recht spaßig und verzögert jeden meiner Wege ordentlich. Pantomimen, Jongleure, Hochseilartisten, Clowns, überall gibt’s was zu lachen und staunen. Ich geh mit meinem Kiteboard durch die Fußgängerzone und werde angeschaut als wär ich Festivalbestandteil. (mehr …)

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Christchurchs chronischer Kreuzschmerz

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#166
2201
2008
Di
18:39
Tag
228
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Mittelerde liegt hinter mir. Christchurch vor mir. Die Fahrt mit dem 1,60m hohen Bus dauert fast 9 Stunden. Danach bin ich irgendwie etwas geknickt. Vom Cathedral Square schleppe ich erst mal wieder 35kg Gepäck zum Bus Terminal und fahr ins nahe Shalom Hostel. Nix besonderes, aber billig und WiFi.

Erster Tag: Sturm und Regen. Ich laufe platschnass durch Christchurch. Überall in Neuseeland haben’s die Stadtplaner irgendwie geschafft, verschiedene Baustile zu einem schönen Ganzen zu verschmelzen. In Christchurch haben sie komplett versagt. Kein Haus passt zum nächsten. Disneyworld, Brutalismus, Viktorianisch, Holzhaus, Bauhaus, Hochhaus, Mies. Kein Haus im gleichen Maßstab. Bärks! (mehr …)

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