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Nix los in Airlie Beach

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#182
2102
2008
Do
16:50
Tag
258
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Ich fahre ab in die Tropen, 900km nach Norden. Als ich nach acht Stunden die Autotür öffne erschlagen mich 35 Grad und über 80% Luftfeuchtigkeit im Zuckerrohrsumpf bei Airlie Beach. Selbiges wurde mir als ein schönes kleines Küstendorf mit guter Feierstimmung empfohlen. Mein Hostel: Backpackers by the Bay. Zimmer: tropisch, umwerfender Modergeruch.

Airlie Beach ist überlaufen. An den Strand kommt man nur durch den Park, im Umkreis von 10km ist jeder andere Strandzugang mit Millionärsvillen verbaut. Das gleiche gilt für jeden Punkt, von dem man ne schöne Aussicht hätte. Ich mag die Ostküste immer weniger. Was bleibt ist Arbeit, aber nach 2 Wochen Dauerstress hab ich bald wieder mehr Zeit zum Reisen. (mehr …)

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Flachwasserkiten in Hervey Bay

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#181
1902
2008
Di
20:34
Tag
256
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Jeder kommt nach Hervey Bay um nach Fraser Island zu gehen. Fraser Island ist eine der größten Sandinseln der Welt, 140km lang, 25km breit. Welterbe der Menschheit, umgeben von massig Tiger Sharks. Ich finde in Hervey Bay ein schönes kleines Hostel mit WiFi, das Mango Tourist Hostel. Unter der palmengedeckten Veranda kann ich endlich mal wieder ordentlich arbeiten.

Schon bei der Ankunft bläst der Wind ordentlich. Sachen rein, Mails checken und ab an den Strand. Nach einer halben Stunde finde ich meine Freunde schon auf dem Wasser. Wind mit 17 Knoten Südost. Spot: The Esplanade, das äußerste Eck der Bay vor Fraser Island. Eine Sandbank und massig spiegelglattes Wasser. Herrlich heizen, springen und tricksen. (mehr …)

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The Noosa Downwinder

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#180
1602
2008
Sa
22:30
Tag
253
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Die Tage kommen und gehen. Der Ort ist gut, aber es passiert trotzdem nix. Die Reisenden trinken, nicht mit Vernichtungsabsichten aber doch reichlich grundlos und ohne bleibende Ergebnisse. Der kleine Schalter hinter meinem rechten Ohr rutscht unbemerkt von „Leben“ auf „Überleben“. Ich bleib nicht draußen, aber bin auch sicher nicht drinnen.

Der zweite Mechaniker ist ein gelber Engel in grau – ohne für ADAC löhnen zu müssen. Binnen 5 Tagen tauscht er die Wasserpumpe aus und passt die Ventileinstellungen an. Trotz einem schweren Arbeitsunfall macht er mit einer Hand mein Auto wieder fit in der versprochenen Zeit. Ich geb ihm guten Bonus und bin glücklich, weiterreisen zu können. (mehr …)

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Noosa National-Park

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#179
1202
2008
Di
22:42
Tag
249
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Die letzte Nacht war heftig. Mit einem guten Burschen aus Würzburg leere ich eine ordentliche Anzahl Victoria-Bitter-Jugs. Ein Japaner spielt Gitarre, ein Finnischer Beethoven bringt einen Tisch zum Umfallen. Die Britinnen saufen einfach, wie immer (Sorry, Sam, es gibt Ausnahmen :-). Gegen Mitternacht bin ich recht hinüber und fall ins Bett. Trotz dem Feiern draußen ist es drinnen schön kühl und ruhig.

Am Morgen darauf bin ich wieder Wanderer. Mein Motor ist kaputt, und mein Geld wird erstmals auf der Reise höllisch knapp. Also? ALDI! Ich laufe nen guten Kilometer, shoppe billig für die nächsten Tage und trage dann 10kg Futter zurück zum Hostel. Frühstück: 1kg Rührei extra fettig. Eigenartig: danach ist mir immer noch schlecht. Aber anders… (mehr …)

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Blow Up vor dem Sturm

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#178
1002
2008
So
19:24
Tag
247
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Ich fahre vollkommen übernächtigt weiter. Die letzte Nacht war genauso grässlich. Ich hab noch nie jemanden verprügelt. Gestern Nacht war ich praktisch permanent kurz davor. Erlebnisse: siehe letzter Eintrag. Ich greife meine Sachen, fahre los. Nach hundert Kilometern merke ich: ay. Essen vergessen. Wohl ein Zeichen: iss weniger!

Eine weitere Sache die ich bisher nicht geschnallt hab: in Queensland laufen die Uhren anders. Eine Stunde näher an Europa, obwohl auf der gleichen Länge wie New South Wales. Deswegen komme ich in Noosa schon um 12 Uhr an. Wollte eigentlich weiter, aber habe gute Gründe hier einen mehrtägigen Stop einzulegen: Die Windvorhersage von Windguru.cz. (mehr …)

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Brisbane: Homestead Backpackers

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#177
0902
2008
Sa
19:40
Tag
246
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English readers: scroll down! Wir fahren früh los nach Brisbane. Alle Hostels im Zentrum sind schweineteuer, überbucht und bieten kein Internet. zwei km außerhalb des Zentrums werde ich fündig: Brisbanes Homestead Backpackers Hostel. Kein direktes Internet, aber eine Bar mit WiFi für Bierkauf. Ich checke ein, Koche noch ein letztes Mahl für Verena und den Lord.

Dann bringen ich die beiden zum Flughafen. Auf dem Weg merke ich, dass Brisbane eine echte Großstadt ist: für die 15km brauche ich hin und zurück fast zwei Stunden. Danach geht’s ab in die Bar. Es ist grässlich, aber ich muss wirklich ein Bier bestellen, damit ich online gehen darf. Das nervt wenig, der Preis von 4€ für ein kleines Bier deutlich mehr. (mehr …)

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Die letzte Nacht in Hippingen

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#176
0702
2008
Do
20:22
Tag
244
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Letzte Nacht? Tausende! Wieder mal: viel zu kurz. Letzte Nächte sind was magisches für Reisende. Das aller schönste an ihnen: praktisch jede Nacht ist eine letzte Nacht, wenn man nur schnell genug reist. In letzten Nächten zieht man Bilanz. Etwas abschließen, zu Ende bringen, Platz für Neues machen. Jede Nacht.

Manchmal sind letzte Nächte deswegen etwas anstrengend: aufräumen, einordnen, resümieren. Gleichzeitig natürlich nicht vergessen, wie schön die ganze Unordnung davor gewesen ist – und für selbige permanent sorgen. Manchmal ist es schwer, letzte Nächte einfach ganz normale Nächte sein zu lassen. Schlafen gehen. Aber nur das macht die wichtigen letzten Nächte zu Gold. (mehr …)

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Monsterwellen in Coffs Harbour

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#175
0602
2008
Mi
19:13
Tag
243
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Wir fahren weiter nach Coffs Harbour. Quartier beziehen wir ein paar Meter von einem recht heftigen Surfer-Strand entfernt. Den gesamten ersten Tag regnet es fast non stop. Shoppen, arbeiten, Zeit totschlagen. Nichts passiert, und meine Freunde verbringen den 6. Tag von wenigen in Australien im Dauerregen. Ich hab noch 10.000km Wüste vor mir, also trag ich’s gelassen.

Am morgen des nächsten Tages haben wir massive Problem, die Farbe des Himmels zu betiteln. Ist das Rot? Oder grün? Der Hostel-Häuptling meint irgendwann, das sei blau. Üblicherweise Zeichen für gutes Wetter. Oi, ach so, gutes Wetter? Gutes Wetter!!! (mehr …)

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Down under: under water

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#174
0502
2008
Di
22:22
Tag
242
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Das wichtigste Teil meines Autos: die Scheibenwischer. Es gibt kein „Intervall“, nur „schnell“ und „schneller“. Schilder rufen zum Wassersparen auf. Beim dritten kriegen wir einen kollektiven Schreikrampf. Dann fahren wir weiter an überfluteten Feldern vorbei. Die Warnungs-Liste auf der offiziellen Wetterseite Australiens wird immer länger: Zyklone, schwere Gewitter, Überschwemmungen.

Es geht weiter nach Norden. Wir erreichen Port Macquire im Regen, eine der ersten drei Siedlungen Australiens. Ein Hostel mit Internet, meine Dienste sind gefragt. Ich treffe ein paar Israelische Mädels, die mir schon mehrfach in Neuseeland und Australien über den Weg liefen. Lord Peter kämpft mit der hübscheren Ju-Jitsu. Tag fünf im Dauerregen. (mehr …)

z
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Bunte Höhlen & Blauer Himmel

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#173
0402
2008
Mo
0:58
Tag
241
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Das Hostel in Katoomba ist sehr schön. Ein kleiner Kamin, große Küche, umsonst Internet und keine Kakerlaken. Okay, eine 10cm große Spinne verschreckt mich kurzzeitig. Kochen, arbeiten, schlafen. Am Morgen fahren wir zu den Three Sisters, eine berühmte Felsformation. Zu sehen gibt es nichts. Mal von jede Menge Nebel abgesehen.

Wir fahren weiter zu den eine Stunde entfernten Jenolan Caves, einem der größten Karsthöhlensysteme der Welt. Wirklich groß, das heißt: zum Parkplatz geht’s mit dem Auto durch den Höhleneingang. Es werden 15 verschiedene Touren zwischen einer und sechs Stunden angeboten. Wir machen die kleine in die Lucas Cave. (mehr …)

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Blue Mountains in Weiss

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#172
0102
2008
Fr
21:32
Tag
238
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Am Abend gehen wir in die legendäre World Bar in Kings Cross. Legendär? Verdient! Hölle, welch eine Bar! Gute Indie Music. Backpacker aus der ganzen Welt. Billiges Bier. Tobende Massen. Cocktails aus Teekannen. Wir sind da und sofort weg. Der Guide aus dem Hostel ist heute zwecks zu viel Regen daheim geblieben. Ohne den gibts eigentlich keine Sonderpreise. Aber mit glaubt heute jeder alles.

Eine Italienerin aus Invercargill erkennt mich wieder. Danach eine Britin an der Bar. Ich versteh zwecks der Höllen Lautstärke nicht was sie sagt, also mein ich nur: No worries. Als ich danach für den nächsten Jug Bier zahlen will, meint der Keeper: hat sie schon. Ich hüpf über die Tanzfläche und philosophiere etwas mit meinen neuen Reisepartnern. (mehr …)

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Sydney, Sonnendeck…

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#171
3101
2008
Do
19:40
Tag
237
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Die letzten zwei Tage waren hart, aber lohnend. Nach einem Tag Sightseeing und Orientierung zwecks Auto in Sydney ziehe ich am Folgetag mit der Ubahn in einen entfernten Vorort. Dort sind die großen Autohändler. Aus der lokalen Tradingpost hab ich eine Adresse. Nach einer Stunde mit der Ubahn und dem Taxi steh ich vor dem Sydney Car King.

Nach eigener Angabe einer der größten Autohändler Sydneys verfügt er heute gerade mal über 15 Autos. Die sind alle Schrott. Billig, lecken, tropfen, knattern. Probefahrten erlaubt er nur auf dem Hof. Als ich im fünften Auto mal kräftig auf Gas drücke, um den Motor zu hören, dampft der King wutschnaubend näher und ich kurz darauf unverrichteter Dinge ab. (mehr …)

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Hello Australia!

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#170
2901
2008
Di
21:26
Tag
235
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Ich denk mir, komm, fang ein neues Land nicht mit lügen an. Also geb ich am Zoll an: Ich hab 425 Zigaretten dabei. Mit meiner Mischung aus überzeugendem „den Deppen spielen“, Konfusion und ehrlichen Augen bring ich den Zollbeamten dazu, mich ohne Strafzoll nach Australien zu lassen. Spart mir satte 80€.

Der Montag nach dem Australischen Nationalfeiertag ist ein verschobener Sonntag. Busse fahren selten, viele fallen aus. Mit einigen Irrungen und Wirrungen komme ich erst nach drei Stunden um acht Uhr abends am Palm Backpackers Hostel in Kings Cross an. Im Umkreis von 500m gibt es 35 Hostels und ungefähr genauso viele Puffs und Massageschuppen. (mehr …)

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Sweet as … Neuseeland!

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#169
2801
2008
Mo
21:07
Tag
234
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Der Überflug von Christchurch nach Auckland geht reibungslos. Ich nehm den Bus und checke für meinen letzten Tag in Neuseeland nochmal im Yaping House ein. Nach einem Kilometer laufen mit 40kg Gepäck bin ich ziemlich hinüber. Kaum angekommen lauf ich endlich mal wieder frontal in einen richtig guten Menschen rein.

Das macht meinen letzten Tag in Neuseeland sehr schön. Indisch essen gehen, ein Nachmittag am Strand. Kein Wind, aber ist egal mit den richtigen Menschen. Am Abend ein schöne Flasche Wein. Alles ist ganz ruhig. Vom Mount Eden schau ich auf Aucklands funkelnde Lichter herab. Ich bin genau richtig, hier und jetzt. Deswegen kann ich weitergehen. (mehr …)

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Eine gute Nacht: Geschichte

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#168
2601
2008
Sa
15:27
Tag
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An meinen vorletzten Tag in Christchurch erreiche ich doch noch Bosco, den Schwarzwald-Pirat von Mana/Fiji. Er ist schon vor ein paar Monaten nach Neuseeland umgezogen. Seitdem friert er ziemlich. Mitten im Neuseeländischen Hochsommer kommt er mit einer dicken Felljacke abends bei mir im Hostel vorbei. Ich grüße ihn herzlich von 100 Leuten, die ich auf der Reise traf. Bosco ist wohl sowas wie eine Legende unter Weltreisenden.

Ich freu mich zu sehen, dass es ihm gut geht. Anscheinend trinkt er nicht mehr ganz so viel wie auf Mana. Auf der Stelle ändern wir diese Angewohnheit. Nach ein paar Runden Vorglühen dackeln wir ins Stadtzentrum. Erster Club: Dux de Lux. Biergarten, Bar und Konzert. Die sieben Jungens der Retrodelic Funk Machine heizen ordentlich ein. Der ganze Raum dampft. (mehr …)

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Kiteboarding & Gaukler in Christchurch

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#167
2401
2008
Do
18:51
Tag
230
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Ich arbeite ein paar Tage. Fernwartung, Betreuung, Skypen, Webdesign…sogar vom Bett aus. Das Leben kann echt hart sein :-) Ich fahre mit dem Bus an den Strand bei New Brighton. Busse in Christchurch sind gut: häufig, gutes Netz und mit Metrocard billig (Tag: 2€). Am Strand reicht der Wind leider nur für ein paar Hüpfer aus…gestern waren hier 45 Knoten und einige Tausend Haushalte ohne Strom…

In Christchurch findet gerade das 10-tägige Buskers-Festival statt. Die ganze Stadt ist voller Gaukler. Ist recht spaßig und verzögert jeden meiner Wege ordentlich. Pantomimen, Jongleure, Hochseilartisten, Clowns, überall gibt’s was zu lachen und staunen. Ich geh mit meinem Kiteboard durch die Fußgängerzone und werde angeschaut als wär ich Festivalbestandteil. (mehr …)

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Christchurchs chronischer Kreuzschmerz

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#166
2201
2008
Di
18:39
Tag
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Mittelerde liegt hinter mir. Christchurch vor mir. Die Fahrt mit dem 1,60m hohen Bus dauert fast 9 Stunden. Danach bin ich irgendwie etwas geknickt. Vom Cathedral Square schleppe ich erst mal wieder 35kg Gepäck zum Bus Terminal und fahr ins nahe Shalom Hostel. Nix besonderes, aber billig und WiFi.

Erster Tag: Sturm und Regen. Ich laufe platschnass durch Christchurch. Überall in Neuseeland haben’s die Stadtplaner irgendwie geschafft, verschiedene Baustile zu einem schönen Ganzen zu verschmelzen. In Christchurch haben sie komplett versagt. Kein Haus passt zum nächsten. Disneyworld, Brutalismus, Viktorianisch, Holzhaus, Bauhaus, Hochhaus, Mies. Kein Haus im gleichen Maßstab. Bärks! (mehr …)

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Die letzten Tage in Mittelerde

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#165
1801
2008
Fr
0:51
Tag
224
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Ich häng in Wanaka. Kein Wind. Das Hostel ist nett, die Menschen sind gut. Aber eben kein Wind. Manchmal freu ich mich, dass es für mich manchmal so einfach ist, glücklich zu sein. Manchmal ärgert es mich. Heute zum Beispiel. Kein Wind. Ich hänge den ganzen Tag rum, ziehe durch die Stadt. Nichts neues in Wanaka.

Ich schlafe zu Videos im Wohnzimmer. Koche meine Lachs. Quatsch etwas mit guten Leuten daheim. Arbeite. Dann ziehe ich ins Nachtleben, ist schließlich Freitag. Die erste Bar verscheuert das Bier zu Preisen unter Supermarktniveau. Die zweite deutlich darüber. Eine betrunkene Maori-Töle kippt die erste Hälfte meines Heinekens um. Die zweite Hälfte wird geklaut. Ich schau den Menschen beim Feiern zu. Mein Tag? (mehr …)

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Regen und Feuer am Mount Cook

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#164
1701
2008
Do
21:16
Tag
223
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Ich fühle mich heute irgendwie so, als sollte ich weit fahren. Ich schaffe bis zum Abend 650km. Zuerst geht es ein Stück zurück nach Süden durch die heiße Küstenebene. Danach biege ich auf vollkommen leere Straßen Richtung Westen ab. Es geht wieder in die Alpen. Obwohl es schnell deutlich kühler wird, ist das ganze Land im Regenschatten der Alpen trotzdem gold gebrannt.

Einige große Seen liegen auf dem Weg. Türkis, weiß und der blaue Himmel. Am Lake Pukaki beim Mount Cook brennt der Busch. Auf meiner Seite regnet es. Mount Cook versteckt sich hinter dicken Wolken, also fahre ich weiter bin nach Wanaka. Auf dem Weg liegt eine Lachsfarm. Für wenig Geld nehm ich einen halben mit. (mehr …)

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Nichts neues in Akaroa

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#163
1601
2008
Mi
23:39
Tag
222
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Es geht weiter nach Norden. Ich reite heute schnell. 300km bis zur Akaroa Halbinsel bei Christchurch sind viel. Dachte ich. Aber zwischen Oamaru und Christchurch liegt wohl die längste, langweiligste und geradeste Strasse Neuseelands: 40km ohne Kurve. Ich komme vier Stunden früher als gedacht an.

Akaroa ist die Toskana Neuseelands. Ein alter Vulkankrater, offen nach Süden. Türkisblaues Wasser und mediterrane Temperaturen. Es riecht nach Lavendel, Thymian, Zedern und Pinien. Die Felder sind trocken und goldgelb. Sogar manche Häuser sind direkt aus der Toskana importiert. Ich fahre zur Omuku Farm Lodge. Kerstin arbeitet hier für drei Monate. (mehr …)

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Moeraki Boulder Kiting & Oamaru

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#162
1501
2008
Di
21:13
Tag
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In der Nähe von Palmerston befinden sich die größten Goldminen Neuseelands. Die Tour auf den 200-Tonnen Monstertrucks ist leider ausgebucht. Mal wieder ist es gut so: kurz darauf bin ich bei den Moeraki Boulders. Einst submarine Steinchen, um die sich im Laufe der Jahrtausende einiges herum kristallisiert hat. Runde Steinkugeln am Strand. Massig Touristen.

Der Strand ist schön. 200m breit, feiner Sand, leicht abfallend. Der Wind ist noch schöner. Sehr laminar, 18 Knoten, side-onshore. Perfekt. Kite raus an den Strand und ab geht’s. Direkt vor den Boulders lege ich ein paar ganz magnifiziöse Crashlandungen nach missglückten Sprüngen hin. Wenigstens geht das Springen jetzt mit dem Vegas. (mehr …)

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Schottenwetter in Dunedin

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#161
1401
2008
Mo
16:31
Tag
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Es geht weiter nach Dunedin. Ausnahmsweise breche ich mal früh nach wenig Schlaf auf. Schon am frühen Mittag bin ich in Dunedin und erst mal ziemlich beeindruckt. Ich vermeine fast so etwas wie Geschichte zu riechen. Alte Gebäude, nachgemachte italienische Renaissance, Neogotik und wieder Art Deco neben Klassizismus. Die erste Stadt in Neuseeland, in der es mehr Steinbauten als Holzhäuser gibt.

Warum ist klar: Dun-Edin bedeutet Neu-Edinburgh und geht auf eine schottische Gründung zurück. Schotten mögen halt kein Holz aber finden dafür schwarze und weiße Steine total geil. Hält länger und is daher billiger. ich kurve durch die Dunedin und find nach kurzer Zeit mein Hostel hoch oben auf einem Hügel. (mehr …)

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Catlins: Südpol meiner Weltreise

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#160
1301
2008
So
22:36
Tag
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Ich verschlafe grandios. Die Villa ist zu schön, und im 7er-Dorm schnarcht heute mal keiner. Als ich aufwache ist es 11 Uhr und schon fast jeder weg. Ich mache mich fertig, bringe eine Berlinerin zu ihrem Flieger nach Stewart Island und breche auf nach Osten.

Ich folge weiter der Küste und komme schon bald im Catlins Forest Park an. Im 19. Jahrhundert wurde der praktisch komplett niedergemäht. Die letzten Reste bilden heute den Kern des Parks. Schon vor dem Wald kommen wunderschöne Küstenabschnitte. Hohe Klippen, grünes Gras, Schafe und windschräge Baumhecken. Die Sonne brennt. (mehr …)

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Sturm in Invercargill

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#159
1201
2008
Sa
18:03
Tag
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Auf der Fahrt nach Invercargill fallen mir viele Bäume auf, die aussehen als wären sie Windkanal-Dummies. Alle Äste wachsen in eine Richtung. Um fast jedes Haus vor Invercargill steht eine mehr als haushohe Hecke. Gute Zeichen drücken aufs Gas. Mein Hostel ist klein und fein: Southern Comfort, eine im Jugendstil umgestaltete viktorianische Villa in der Nähe des Parks.

Invercargill ist recht alt, verglichen mit anderen Städten in Neuseeland. Viele verschiedene Baustile, Neogothik, Klassizismus, nachgemachtes Barock und natürlich Art Deco. Schöne Stadt. An meinem Ankunftstag leider ohne Wind. Egal. Das WiFi des Nachbarn wird gehijackt. Gute Leute hier, gute Gespräche und ein schöner Sonnenuntergang am Meer. (mehr …)

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Offroad ins Fjordland

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#158
1101
2008
Fr
18:40
Tag
217
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Tja, leider kein Wind mehr in Te Anau. Weiterziehen nach Süden. Kurz nach dem Lake Manapouri ist in meiner Karte eine Abzweigung in den Fjordland Nationalpark eingezeichnet. Ist wohl die dünnste Linie in der ganzen Karte….und die erste Karte überhaupt, in der ein Weg eingezeichnet ist. Hey, Weg ist Weg. Beim Lake Monowai biege ich ab. Zuerst 20km Schotterpiste.

Dann kommt ein Tor, und ein Schild, das vor Lawinen, Auswaschungen, Felsstürzen, engen Kurven und steilen Gefällen warnt. Hört sich recht abenteuerlich an. Ganz unten steht ein Hinweis: strictly for 4WD. Ich steig aus, geh um meinen kleinen Flitzer. Zähle. Potz Blitz! 4 Räder! Also auf! (mehr …)

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